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Pflege bezahlen

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Pflege bezahlen

Wenn Sie Hilfen in Anspruch nehmen müssen, stellt sich immer auch die Frage der Finanzierung: Welche Leistungen bietet die Pflegeversicherung? Wer trägt die Kosten für Pflege? Wie erhalte ich Unterstützung?

Leistungen der Pflegeversicherung müssen Sie bei der Pflegekasse beantragen, die bei Ihrer Krankenkasse eingerichtet ist. Der Umfang und die Höhe der Leistungen richten sich nach Art und Schwere Ihrer Pflegebedürftigkeit, aber auch danach, ob Sie sich für die Pflege zu Hause oder in einer Einrichtung entscheiden. Wägen Sie genau ab, welche Unterstützung Sie brauchen und wie Sie die Leistungen einsetzen, die Ihnen zustehen.

Sie sind unentschlossen und wissen nicht, wofür Sie sich entscheiden sollen? Sie wissen nicht, welche Leistungen für Sie in Frage kommen und wie diese kombiniert werden können? Holen Sie sich professionellen Rat. Lassen Sie sich in einem Pflegestützpunkt in Ihrer Umgebung oder bei Ihrer Pflegekasse beraten.

Zu den Pflegestützpunkten in Schleswig-Holstein

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Pflegegeld

Sie können bei Pflegebedürftigkeit selbst entscheiden, von wem Sie gepflegt werden möchten. Haben Sie einen Pflegegrad, leben zu Hause und es kümmert sich jemand aus Ihrem Umfeld um Sie, zum Beispiel ein Angehöriger oder Nachbar, erhalten Sie Pflegegeld von der Pflegekasse.

Pflegegrad12345
Pflegegeld-316 Euro 545 Euro 728 Euro 901 Euro

Das Pflegegeld wird mit dem Pflegegrad beantragt. Voraussetzung dafür ist, dass Sie damit die häusliche Pflege und hauswirtschaftliche Versorgung sicherstellen. Sie können das Pflegegeld an die Personen weitergeben, die Sie versorgen und betreuen.

Wenn eine Versorgung durch Angehörige oder Nachbarn doch nicht ausreicht, können Sie zusätzlich auch für einzelne Leistungen (zum Beispiel das wöchentliche Bad) einen Pflegedienst in Anspruch nehmen. Eine Kombination von Pflegegeld und Sachleistungen ist möglich.

Weitere Informationen zur Hilfe für pflegende Angehörige hat die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein für Sie zusammengefasst.

Zur Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Ambulante Pflegedienste

Wollen Sie auf einen ambulanten Pflegedienst zurückgreifen, beispielsweise weil keine Pflegeperson zur Verfügung steht? Dann sollten Sie Pflegesachleistungen beantragen. Für sogenannte häusliche Pflegehilfe durch ambulante Pflegedienste werden monatlich Beträge bis zu folgender Höhe gezahlt:

Pflegegrad12345
Pflegesachleistunge-689 Euro1.298 Euro1.612 Euro1.995 Euro

Sie können auch Geld- und Sachleistungen kombinieren. Als ergänzende Leistungen bei der Pflege zu Hause können für Sie beispielsweise auch Angebote der Tagespflege oder vorübergehend der Kurzzeitpflege in Frage kommen.

Hier erhalten Sie mehr Informationen über Ambulante Pflegedienste.

Angebote zur Unterstützung im Alltag

Wenn Sie zu Hause gepflegt werden, haben Sie außerdem, unabhängig davon, welchen Pflegegrad Sie haben, Anspruch auf einen Beitrag von bis zu 125 Euro monatlich für Entlastungsangebote, die Sie in Anspruch nehmen. Damit eine gewisse Qualität gesichert ist, müssen die Entlastungsangebote anerkannt sein.

Entlastungsangebote dienen zur Unterstützung im Alltagsleben, etwa zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben oder zur Haushaltsführung. Entlastungsangebote können zum Beispiel Begleitung bei Arztbesuchen oder Spaziergängen, Unterstützung bei der Freizeitgestaltung oder Hilfe beim Einkauf sein. Auch Ihre Nachbarn können unter bestimmten Voraussetzungen diese Unterstützung leisten. Nähere Informationen zur Anerkennung der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse.

Zu den Listen der anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag

Pflegeeinrichtung

Wenn Ihre Pflege zu Hause nicht möglich ist, kann die Betreuung in einer stationären Pflegeeinrichtung notwendig werden. Dort werden Sie professionell rund um die Uhr versorgt. In einem solchen Fall trägt die Pflegeversicherung die folgenden Beträge:

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Vollstationäre Pflege125 Euro770 Euro1.262 Euro1.775 Euro2.005 Euro

Ergänzende Leistungen

Wenn nicht alle Kosten Ihrer Pflege durch die Pflegeversicherung abgedeckt werden, müssen Sie die Restkosten grundsätzlich aus Ihrem eigenen Einkommen oder Vermögen bezahlen. Reicht Ihr Einkommen oder Vermögen dafür nicht aus, können Sie Sozialhilfe bei Ihrer Gemeinde-, Kreis- oder Stadtverwaltung beantragen. Das gilt auch dann, wenn Sie Hilfe brauchen, aber keine Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, weil Sie die Voraussetzungen dafür noch nicht erfüllen.

Entscheidungshilfen

Wenn Sie unentschlossen sind und nicht wissen, wofür Sie sich entscheiden sollen und welche Leistungen für Sie in Frage kommen, sollten Sie professionellen Rat einholen. Lassen Sie sich in einem Pflegestützpunkt in Ihrer Umgebung oder von der Pflegeberaterin oder dem Pflegeberater Ihrer Pflegekasse beraten.

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