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Hilfe annehmen

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Hilfe annehmen

Es ist gut, rechtzeitig darüber nachzudenken, dass Sie im Alter manches, was Ihnen ein Leben lang selbstverständlich war, irgendwann nicht mehr ganz alleine können.

Anfangs geht es vielleicht nur darum, Gardinen aufzuhängen, schwere Einkäufe zu tragen oder Fenster zu putzen. Später benötigen Sie eventuell auch Unterstützung beim Anziehen, Duschen oder Essen.

Das ist sicher eine ungewohnte Situation. Aber Sie können einiges dafür tun, damit Sie sich – mit Unterstützung – Ihr selbstständiges Leben zu Hause so lange wie möglich erhalten können.

Unterstützung zulassen

Sie möchten alles alleine schaffen und niemandem „zur Last fallen“? Besonders, wenn Sie fremde Personen in Ihr Zuhause lassen müssen, fühlen Sie sich vielleicht fremdbestimmt und kontrolliert? Versuchen Sie, sich auf Ihre neue Lebenssituation einzustellen und Unterstützung zuzulassen. Sehen Sie das Positive – mit Unterstützung können Sie soweit wie möglich Ihre gewohnte Lebensweise erhalten.

  • Wenn Sie von Familienangehörigen Hilfe annehmen, überlegen Sie, was Sie im umgekehrten Fall empfinden würden. Wäre es Ihnen unangenehm, für einen Angehörigen zu sorgen? Denken Sie daran, wie Sie selbst anderen – vielleicht Ihren Kindern oder Eltern oder Nachbarn – geholfen haben.

  • Auch anderen geht es so wie Ihnen. Jeder Mensch – unabhängig vom Alter – ist irgendwann einmal auf Hilfe angewiesen. Und fast jedem ist das am Anfang unangenehm. Tauschen Sie sich mit anderen aus. Darüber zu sprechen hilft. Und vielleicht können Sie sich sogar gegenseitig unterstützen.

  • Wenn Sie auf Unterstützung von fremden Personen wie beispielsweise professionellen Pflegekräften angewiesen sind, bedenken Sie, dass diese sich diesen Beruf ausgesucht haben und jeden Tag viele Menschen pflegen. Zudem sind Sie der Kunde. Sie bestimmen, wie die Hilfe aussehen soll. Wenn Ihnen etwas nicht gefällt, können Sie auch jemand anderen beauftragen.

Selbstständig leben mit Unterstützung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten für Unterstützung und Hilfe. Informieren Sie sich und lassen Sie sich beraten. Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen, Freunden oder Nachbarn. Vielleicht können Sie sich gegenseitig helfen. Bitten Sie beispielsweise den jungen Studenten aus der Nachbarwohnung, den wöchentlichen Getränkeeinkauf für Sie zu tragen, und fragen Sie ihn, was Sie ihm im Tausch dafür bieten können. Vielleicht ist er froh, wenn ihm in den Semesterferien jemand die Blumen gießt oder den Briefkasten leert. Oder Sie tun sich mit älteren Menschen in Ihrer Nachbarschaft zusammen, um beispielsweise gemeinsam eine Haushaltshilfe zu beauftragen oder ein Taxi zum Einkaufen zu nehmen.

Für viele Situationen gibt es bereits organisierte Hilfe wie Bring- und Fahrdienste oder Nachbarschaftshilfe. Im Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe können Sie sich über die vorhandenen Angebote informieren.

Zu den Pflegestützpunkten in Schleswig-Holstein

Sie können auch auf den Seiten der Kreise und Städte nach Angeboten für Informationen, Unterstützung, Pflege und Begegnungsmöglichkeiten schauen.

Zu den Angeboten in Ihrer Nähe