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Allgemeine Informationen

Staatskanzlei

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Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt, um das Risiko der Pflegebedürftigkeit abzusichern.

Es gilt der Grundsatz „Pflegeversicherung folgt der Krankenversicherung“. Personen, die gesetzlich krankenversichert sind, sind auch in der sozialen Pflegeversicherung versichert. Privat Krankenversicherte müssen eine private Pflegeversicherung abschließen.

Die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung werden durch Beiträge finanziert. Bei Arbeitnehmern zahlt der Arbeitgeber - ohne Kinderlosenzuschlag - die Hälfte des Beitrags. Der Beitragssatz in der sozialen Pflegeversicherung beträgt 2,55 Prozent seit dem 1. Januar 2017.

Kinderlose zahlen einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent, d. h. ihr Beitragssatz liegt bei insgesamt 2,8 Prozent. Grundlage für die Beitragsberechnung ist das beitragspflichtige Einkommen bis zu einer Obergrenze. Bei privaten Versicherungen richten sich die Prämien nach anderen Grundsätzen, insbesondere nach dem Eintrittsalter.

Die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung decken oft nicht alle pflegebedingten Kosten ab. Deshalb wird die Pflegeversicherung auch als Teilkasko-Versicherung bezeichnet. Wann und wie viel Leistungen ein Versicherter bekommt, richtet sich mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs ab dem 1. Januar 2017 nach dem Grad der Selbstständigkeit. Zukünftig erhalten alle Pflegebedürftigen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, unabhängig davon, ob sie eine körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung haben.