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Altenpflegeausbildung

Staatskanzlei

Altenpflegeausbildung

Informationen zur Ausbildung, Zugangsvoraussetzungen und Ausbildungsdauer

Mögen Sie Menschen? Haben Sie Spaß an praktischer Arbeit? Möchten Sie gern etwas Sinnvolles tun? Wenn Sie dreimal mit „Ja“ geantwortet haben, bringen Sie die wichtigsten Voraussetzungen für ein Berufsfeld mit Zukunft schon mit: Die Altenpflege!

Beruf: Altenpflegerin/Altenpfleger

Hospiz Hospiz (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © M. Staudt / grafikfoto.de

Wer in der Altenpflege arbeitet, hat ständig Kontakt zu anderen Menschen: zu den Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und Freunden, zu Ärzten und Therapeuten und natürlich zu Kolleginnen und Kollegen. Man ist miteinander im Gespräch, damit die Menschen die Unterstützung und Pflege erhalten, die ihnen gut tut.

Als Altenpflegerin oder Altenpfleger kommt es oft auf Ihre Beurteilung an, wenn es darum geht, Wege und Lösungen zu finden, die die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Einzelnen berücksichtigen. Dabei ist Einfühlungsvermögen genauso gefragt wie Wissen, Kenntnisse und Verantwortungsbewusstsein. Es mag einem Gesunden banal erscheinen, einem anderen beim Anziehen oder Essen zu helfen. Doch scheinbar Banales so zu tun, dass der pflegebedürftige Mensch Wertschätzung spürt und seine Würde behält, ist eine Kunst.

Landesverordnung über die Ausbildung und Prüfung in der Altenpflegehilfe

Mit der Landesverordnung über die Ausbildung und Prüfung in der Altenpflegehilfe vom 13. Februar 2012, deren aktuelle Version Sie untenstehend finden, werden neue Wege in den Pflegeberuf eröffnet. Altenpflegehelfer oder -helferinnen unterstützen Pflegefachkräfte bei der Pflege und Betreuung pflegebedürftiger oder behinderter Menschen.

Die Verordnung enthält Regelungen, die den Einstieg in den Pflegehelferberuf – und damit auch in den Pflegeberuf insgesamt – erleichtern.“

Interessante Ausbildung

Um Verantwortung und Kenntnisse geht es vor allem bei der pflegerischen, medizinischen und therapeutischen Betreuung. Pflegekonzepte, Therapien und Verordnungen müssen sorgfältig umgesetzt werden. Dabei gehört es auch zu Ihren Aufgaben zu erkennen, ob es dem pflegebedürftigen Menschen dabei gut geht oder ob er beispielsweise über- oder unterfordert wird.

Erfolg in der Altenpflege hat viel mit Vertrauen zu tun: Wenn Sie zu den betreuten Menschen und ihren Angehörigen ein Vertrauensverhältnis aufbauen können, werden Sie die Früchte Ihrer Arbeit in Form von Wertschätzung und gegenseitige Akzeptanz ernten können.

Die Ausbildung zur Altenpflegerinnen beziehungsweise Altenpfleger ist im Gesetz über die Berufe in der Altenpflege vom August 2003 (Altenpflegegesetz - AltPflG) geregelt, dessen aktuelle Version finden Sie unten unter "Weiterführende Links".

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Zugangsvoraussetzungen

Wer den Altenpflegeberuf erlernen möchte, muss neben der gesundheitlichen Eignung folgende Voraussetzungen mitbringen

  • Realschulabschluss oder einen anderen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss oder
  • eine abgeschlossene zehnjährige Schulausbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert, oder
  • den Hauptschulabschluss oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss und eine erfolgreich abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung oder die Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer oder eine landesrechtlich geregelte, erfolgreich abgeschlossene Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Altenpflegehilfe oder Krankenpflegehilfe nachgewiesen wird, oder
  • eine andere abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung.

Ausbildungsdauer

Die Altenpflegeausbildung dauert grundsätzlich drei Jahre (in Teilzeitform bis zu fünf Jahre). Das gilt für Erstauszubildende ebenso wie für Umschülerinnen und Umschüler. Liegen bestimmte berufliche Vorkenntnisse vor, kann die Ausbildungsdauer verkürzt werden. Die Probezeit dauert sechs Monate.

Ausbildungsstruktur

Die Ausbildung gliedert sich in theoretischen und praktischen Unterricht (2.100 Stunden) sowie einen praktischen Ausbildungsteil (2.500 Stunden). Beide Bereiche werden aufeinander abgestimmt.

Die Gesamtverantwortung für die Ausbildung trägt die Altenpflegeschule. Die Verantwortung für die praktische Ausbildung übernimmt der Träger einer stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtung - vorausgesetzt, er betreibt selbst eine Altenpflegeschule oder hat mit einer Altenpflegeschule einen Kooperationsvertrag über die Durchführung der Ausbildung geschlossen.

Ausbildungsziele

Ziel der Ausbildung ist die Fähigkeit zur selbständigen, eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung älterer Menschen. Die Ausbildungsinhalte für den Unterricht ergeben sich aus der Stundentafel der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Sie werden jedoch nicht mehr über Fächer definiert, sondern über Lernfelder. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Pflege älterer Menschen planen, durchführen, dokumentieren und evaluieren.
  • Ältere Menschen personen- und situationsbezogen pflegen.
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken.
  • Alte Menschen bei der Tagesgestaltung unterstützen.
  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln.

In der praktischen Ausbildung werden die Altenpflegeschülerinnen und Altenpflegeschüler stufenweise an die eigenverantwortliche Übernahme der pflegerischen Aufgaben herangeführt. Weitere Informationen zur schulischen Ausbildung und zu den Pflegeeinrichtungen, die die praktische Ausbildung anbieten, erhalten Sie auch bei den Altenpflegeschulen, die Adressen der staatlich anerkannten Schulen finden Sie unter "Zum Herunterladen".

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