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Meeresmonitoring

© M. Staudt / grafikfoto.de

Meeresmonitoring

Die Meeresökosysteme der Nordsee und des Wattenmeers sowie der Ostsee sind empfindlich gegenüber menschlichen Belastungen. Gesetzliche Vorgaben der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein fordern daher, die Meere kontinuierlich zu überwachen und den Zustand der Ökosysteme zu bewerten.

Monitoringkonzept im Rahmen der Meeresstrategie-Richtlinie

Bis Mitte April 2014 befand sich der "Entwurf der Überwachungsprogramme gemäß § 45f Abs. 1 WHG zur Umsetzung von Art. 11 MSRL, Teil A – Rahmenkonzept" in der öffentlichen Beteiligung. Sechs Monate lang konnte sich die Öffentlichkeit zum Monitoringkonzept im Rahmen der Meeresstrategie-Richtlinie äußern.

Die 2008 von der Europäischen Union beschlossene Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) wurde 2010 mit einer Neufassung des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) in deutsches Recht überführt - sie ist die Umweltsäule der integrierten Meerespolitik der Europäischen Union. Ihr Ziel ist es, in Europa saubere, gesunde und produktive Meere zu erhalten und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen um bis zum Jahr 2020 einen guten Zustand der Meeresumwelt zu erreichen und darüber hinaus zu erhalten. Hierfür hat jeder Mitgliedstaat eine entsprechende Strategie für seine Meeresgewässer zu entwickeln.

Mit der MSRL wurde erstmals ein einheitlicher Ordnungsrahmen für den Umweltzustand der Meeresgewässer der EU-Mitgliedstaaten vorgegeben. Die gestellten Anforderungen an die inhaltliche Umsetzung sind umfassend: alle im Meer lebenden Pflanzen und Tiere und alle im Meer wirkenden Belastungen müssen einbezogen werden. Dieser gesamtheitliche Ansatz wird dadurch unterstützt, dass auch die kumulative Wirkung von Belastungen betrachtet und der Ökosystemansatz angewandt werden müssen. Des Weiteren gelten bei der Umsetzung das Prinzip der Vorsorge und das Verursacherprinzip.

Im Oktober 2011 waren bereits sechs Berichte zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) in die öffentliche Beteiligung gegangen. Privatpersonen, Wirtschafts- und Umweltverbände bekamen damals Gelegenheit, sich zu Anfangsbewertung, gutem Umweltzustand und Umweltzielen für die deutsche Nord- und Ostsee zu äußern.

Das Rahmenkonzept zum zukünftigen Meeresmonitoring wurde im Oktober 2013 auf der Internetseite www.meeresschutz.info zum Download und zur Kommentierung zur Verfügung gestellt. Derzeit werden im Rahmen anderer Richtlinien und internationaler Verpflichtungen bereits Aspekte wie Nähr- und Schadstoffkonzentrationen oder Bestandssituationen mariner Säugetiere überwacht. Die zukünftige Meeresüberwachung nach MSRL muss diese bestehenden Überwachungsprogramme aufgreifen und inhaltlich sowie räumlich ergänzen. Das Ziel ist den Meereszustand, die Erreichung der Umweltziele und die Effizienz von Maßnahmen entsprechend den Anforderungen der MSRL mit dem neuen Programm überwachen und bewerten zu können und mit den notwendigen Neuerungen im bezahlbaren Rahmen zu bleiben.

Aktuell werden die Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit in den Entwurf des Rahmenkonzeptes eingearbeitet. Einzelne fachliche Arbeiten dauern noch an. Im Oktober 2014 muss das Programm dann an die EU gemeldet und national umgesetzt werden.

Die in die Überwachung neu aufgenommenen Parameter müssen dann für die in 2018 erfolgende zweite Zustandsbewertung nach MSRL bewertet werden. Dies bildet den Startschuss für den zweiten Berichtszyklus mit Zustandsbewertung, Zielfestlegung und Maßnahmenentwicklung.

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