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Landesplanung

Staatskanzlei

Landesplanung -
Zentralörtliches System

Das Zentralörtliche System ist eines der wichtigsten Instrumente der Raumordnung. Es legt die Versorgungs- und Entwicklungsschwerpunkte im Land fest.

In Schleswig-Holstein gibt es 130 als Zentrale Orte und Stadtrandkerne. Diese Städte und Gemeinden sind Schwerpunkte der Versorgungsinfrastruktur, aber auch Schwerpunkte für Wohnungsbau, Gewerbe und Dienstleistungen. Hier leben rund 70 Prozent der Bevölkerung des Landes.

Gliederung des Zentralörtlichen Systems

Die Zentralen Orte und Stadtrandkerne sind hierarchisch gegliedert. Oberzentren als höchste Stufe stellen die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des höheren spezialisierten Bedarfs sicher. Die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des gehobenen Bedarfs übernehmen auf der mittelzentralen Ebene Unterzentren mit Teilfunktionen von Mittelzentren, Mittelzentren und Mittelzentren im Verdichtungsraum sowie Stadtrandkerne I. Ordnung mit Teilfunktionen von Mittelzentren. Unterzentren und Stadtrandkerne I. Ordnung sowie ländliche Zentralorte und Stadtrandkerne II. Ordnung stellen die Grundversorgung sicher.

Versorgungsbereiche Zentraler Orte

Wesentliches Merkmal Zentraler Orte ist ihre überörtliche Versorgungsfunktion. Das heißt, diese Orte versorgen nicht nur die eigene Bevölkerung, sondern auch Einwohnerinnen und Einwohner umliegender Gemeinden. Jedem Zentralen Ort wird daher im Zentralörtlichen System ein Versorgungsbereich zugeordnet. Er umfasst die Gemeinden, die im Wesentlichen vom Zentralen Ort mitversorgt werden.

Alle Zentralen Orte haben einen Nahbereich, für den sie die Grundversorgung sicherstellen. Ab der Stufe der Unterzentren mit Teilfunktionen von Mittelzentren wird Zentralen Orten zusätzlich ein Mittelbereich zugeordnet, der aufzeigt, welche Städte und Gemeinden der Zentrale Ort mit Gütern und Dienstleistungen des gehobenen Bedarfs versorgt.

Schlüsselzuweisungen für übergemeindliche Aufgaben

Für ihre Funktion als Schwerpunkte der Versorgungsinfrastruktur im Land erhalten die Zentralen Orte und Stadtrandkerne aus dem kommunalen Finanzausgleich Schlüsselzuweisungen für übergemeindliche Aufgaben (§ 10 Finanzausgleichsgesetz). Die konkrete Höhe der Zuweisungen ändert sich jährlich und ist in der Ausführungsanweisung zum Finanzausgleichsgesetz (FAG) geregelt.

Einstufungskriterien

Die Kriterien für die Einstufung von Städten und Gemeinden als Zentrale Orte und Stadtrandkerne sind im Landesplanungsgesetz, Abschnitt IV festgelegt. Es handelt sich hierbei um Einwohnermindestwerte im baulichen Siedlungszusammenhang und im Versorgungsbereich sowie um Mindestabstände zwischen Zentralen Orten.

Verordnung zum Zentralörtlichen System

Seit 1995 werden die Zentralen Orte und Stadtrandkerne mit ihren Nah- und Mittelbereichen in einer Landesverordnung verbindlich festgelegt (Verordnung zum Zentralörtlichen System). Zuvor erfolgte ihre Festlegung in den Raumordnungsplänen (Landesraumordnungsplan und Regionalpläne).

Nach dem Landesplanungsgesetz soll die Landesregierung regelmäßig prüfen, ob sie Änderungen im Zentralörtlichen System für erforderlich hält. Sie erstattet hierzu einen Bericht an den Landtag (Raumordnungsbericht). Der letzte Bericht wurde im Juli 2014 abgegeben ("Raumordnungsbericht 2014"). Davor hatte die Landesregierung zuletzt 2008 einen Bericht erstellt ("Raumordnungsbericht Zentralörtliches System").

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Kontakt

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration - Landesplanung

Vertretung Referatsleitung Grundlagen der Landesentwicklung und Rauminformation
Kristina Schuhoff
Düsternbrooker Weg 104
24105 Kiel
Telefon: 0431 988-1836