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Schleswig-Holstein -
Untergang der Cap Arcona

Staatskanzlei

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Untergang der Cap Arcona

Zur Cap Arcona-Katastrophe kam es am 3. Mai 1945, als englische Tiefflieger tragischerweise mehrere in der Lübecker Bucht liegende Schiffe, darunter auch die "Cap Arcona" und die "Thielbeck", angriffen und versenkten. An Bord waren Gefangene aus Konzentrationslagern. Über 7.000 Menschen starben, nur 500 überlebten die Katastrophe.

In der Lübecker Bucht passierte am 3. Mai 1945 eine der größten Schiffstragödien des Zweiten Weltkrieges: Eine Luftflotte der Briten bombardierte in ihrem letzten Großangriff Schiffe auf der Ostsee. Darunter war auch das ehemalige Kreuzfahrtschiff "Cap Arcona" mit tausenden KZ-Häftlingen an Bord. SS-Chef Heinrich Himmler hatte befohlen, kein KZ-Häftling dürfe den Alliierten in die Hände fallen. Das bedeutete: Die Häftlinge aus dem Hamburger KZ Neuengamme mussten evakuiert werden - denn die Alliierten rückten vor.

Erinnerung an die 7.000 Opfer

An Bord der "Cap Arcona" und "Thielbek" sollten die Häftlinge scheinbar weggebracht werden. Vieles deutet aber darauf hin, dass die Nazis planten, das Schiff mit seiner "Fracht" auf Hoher See zu sprengen: Die "Cap Arcona" wurde nur mit wenig Treibstoff betankt und es gab kaum Rettungsboote. Die Briten trafen die "Cap Arcona" mit 64 Raketen. Wegen der geringen Wassertiefe ging das Schiff nicht unter, sondern kippte auf die Seite und brannte aus. Die "Thielbek" sank. Zahlreiche Friedhöfe und Gedenkstätten erinnern bis heute an die 7.000 Opfer. Direkt an der Bucht liegt die zentrale Gedenkstätte - der Ehrenfriedhof in Neustadt - mit Grabanlagen für 621 Opfer.

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