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Typisch Schleswig-Holstein -
Ringreiten

Staatskanzlei

Typisch Schleswig-Holstein -
Ringreiten

Die Ritterturniere des Mittelalters unterschieden sich nur wenig von den eigentlichen Schlachten. Die Tradition des Ringreitens reicht bis weit in diese Zeit zurück. Es gab jedoch einen bedeutenden Unterschied: Niemand musste dabei um Leib und Leben fürchten.

Mit Kampfgeschrei und erhobener Lanze galoppierten die Kontrahenten mittelalterlicher Ritterturniere aufeinander los und versuchten ihren Gegenüber aus dem Sattel zu stoßen. Die beliebten Kampfspiele waren eine raue Angelegenheit und führten nicht selten zu schweren Verletzungen. Nur dem Einsatz von stumpfen Waffen war es zu verdanken, dass mit dem Turnier nicht regelmäßig Leichenzüge einhergingen.

Traditionsreiches Reiterspiel

Seinen Ursprung hat das Ringreiten im so genannten Ringstechen. Dieses war als Knappenübung bekannt und in der Bevölkerung sehr beliebt. Wenn in den Sommermonaten zahlreiche Galgen errichtet werden und mit einer Lanze bewaffnete Reiter auf einen winzigen Messingring zu galoppieren, weht ein Hauch von Geschichte über den Reitplatz. In vielen Orten Schleswig-Holsteins, im südlichen Dänemark und der niederländischen Insel Walcheren wird das historische Spektakel noch heute ausgetragen.

Von Königen und Blindstechern

Mit einer Lanze oder einem kurzem Stecher bewaffnet, nehmen die Reiter die kleinen Ringe ins Visier. Hoch zu Ross braucht der Reiter vor allem eines: ein scharfes Auge: Denn die Ringe haben meist nur einen Durchmesser von zwei Zentimeter und hängen an einem Band, das quer über die Reitbahn gespannt wird. Wer die meisten Ringe sticht wird Ringreiterkönig. Und auch der schlechteste Teilnehmer erhält einen Ehrentitel: Er geht als Blindstecher in die Annalen der Meisterschaften ein.

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Typisch Schleswig-Holstein: Traditionelle Küche, Traditionen und Brauchtum