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Schleswig-Holsteiner -
Emil Nolde (1867-1956)

Staatskanzlei

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Emil Nolde (1867-1956)

Er war einer der führenden Maler des Expressionismus und einer der großen Aquarellisten in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Nolde ist bekannt für seine ausdrucksstarke Farbwahl.

Emil Nolde wurde am 7. August 1867 als Emil Hansen in Nolde bei Tondern geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Holzschnitzer. 1894 entwarf Nolde eine Postkartenserie, deren Verkaufserfolg ihm ein Auskommen als freier Maler ermöglichte.

Die Brücke

1906 wurde Nolde Mitglied der Künstlergruppe "Brücke". Zwischen 1910 und 1912 hatte er erste Erfolge mit Ausstellungen in Hamburg, Essen und Hagen. 1916 zog er mit seiner dänischen Ehefrau Ada Vilstrup nach Utenwarf nahe Tondern. Die Sommer verbrachten die Noldes auf der Ostseeinsel Alsen, die Winter in Berlin. 1927 zog das Paar nach Seebüll, wo Emil Nolde das Wohnhaus mit Atelier und den Garten entwarf.

"Ungemalte Bilder"

Als 1937 das Nazi-Regime Nolde zum entarteten Künstler erklärte und ihm vier Jahre danach ein Berufsverbot erteilte, malte er heimlich kleinformatige Aquarelle, die er später als seine "Ungemalten Bilder" bezeichnete. Diese umfassten mehr als 1.300 Blätter. Zuvor hatten die Nazis mehr als tausend Bilder Noldes beschlagnahmt, zum Teil verkauft und zum Teil zerstört.

Nolde-Museum

Nach 1945 wurde Nolde mehrfach ausgezeichnet und geehrt. Bis 1951 malte er noch mehr als 100 Gemälde und bis 1956 zahlreiche Aquarelle. Sie gelten heute als Höhepunkt und Zusammenfassung seines Schaffens. Emil Nolde starb am 13. April 1956 in Seebüll. Dort ist er neben seiner 1946 verstorbenen Frau Ada auch begraben. Aus seinem Nachlass entstand 1957 die Stiftung "Seebüll Ada und Emil Nolde". Im ehemaligen Wohnhaus des Malers ist heute das Nolde-Museum untergebracht.