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Schleswig-Holstein -
Mediziner

Staatskanzlei

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Mediziner

Die Grundlagen der Ersten Hilfe wurden in Schleswig-Holstein gelegt.

Friedrich von Esmarch

(1832-1908), Kriegsarzt und Mitbegründer der Ersten Hilfe in Deutschland. Geboren in Tönning studierte er Medizin in Kiel und Göttingen. 1854 wurde er Direktor des Chirurgischen Klinikums in Kiel. Als Chirurg nahm Esmarch an den Kriegen 1848, 1864, 1866 und 1870/71 teil und schuf dort die Grundlagen der Ersten Hilfe. 1882 gründete er den "Deutschen Samariter-Verein" in Kiel. Dieser gab den Anstoß zum Aufbau von Unfall- und Krankenhilfsdiensten in Deutschland. Esmarchs Werk "Die erste Hülfe bei plötzlichen Unglücksfällen" wurde in 30 Sprachen übersetzt und erlebte 1931 seine 50. Auflage. 1872 heiratete Esmarch Prinzessin Henriette von Schleswig-Holstein aus dem Hause Sonderburg-Augustenburg. Deren angeheirateter Neffe, Kaiser Wilhelm II., adelte Esmarch 1887. Die Stadt Kiel ernannte ihn 1903 zum Ehrenbürger.

Walther Flemming

(1843 - 1905), Mediziner, Zellforscher, studierte Medizin an mehreren deutschen Universitäten und forschte in Würzburg und Prag. Danach erhielt er den Ruf als Professor und Direktor des Anatomie-Instituts an der Kieler Universität. Ihm gelang der Nachweis der bei der Zellteilung auftretenden Strukturen des Zellkerns und er beobachtete den genauen Ablauf des Teilungsprozesses. Auf ihn gehen die Bezeichnungen "Chromatin" und "Mitose" zurück. Die Deutsche Gesellschaft für Zellbiologie erinnert seit 2004 mit einem Preis an den Zellforscher.

Lena Ohnesorge

(1898 - 1987), Lehrerin, promovierte Ärztin und Politikerin, arbeitete zunächst in der Ueckermark an einer Schule und dann als Kassenärztin. Nach Lübeck geflüchtet gründete sie eine neue Praxis und setzte sich in der Flüchtlingsarbeit ein. Ohnesorge war Mitbegründerin des Bundes der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) und Mitglied des Landtages (1950 - 1958, 1962 - 1967), ab 1959 für die CDU. 1957 - 1967 erwarb sie sich als engagierte Sozialministerin hohes Ansehen.