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Schleswig-Holstein - Ehrenbürger

Staatskanzlei

Schleswig-Holstein - Ehrenbürger

Seit 1998 ernennt der Ministerpräsident Persönlichkeiten mit herausragenden Verdiensten um das Land zu Ehrenbürgern Schleswig-Holsteins.

Professor Dr. Günther Fielmann

Porträtfoto eines Mannes Prof. Dr. Günther Fielmann (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Prof. Dr. Günther Fielmann © Frank Peter

Der frühere Ministerpräsident Torsten Albig hat am 1. Dezember 2016 den Unternehmer, Naturschützer und Kulturbewahrer Professor Dr. Günther Fielmann auf Gut Schierensee zum Ehrenbürger des Landes Schleswig-Holstein ernannt. "Wenn ich Sie jetzt zum siebten Ehrenbürger des Landes Schleswig-Holsteins ernenne, dann ehre ich Sie dafür, dass Sie Tradition und Gegenwart unseres Landes in so vieler Hinsicht bereichern. Sie sind ein großer Schleswig-Holsteiner!", sagte Albig über Fielmann, der sich seit Jahren für Natur und Kultur als Stifter und Mäzen in Schleswig-Holstein stark macht.

Als Natur- und Umweltschützer hat Fielmann nicht nur zahlreiche Bäume in Schleswig-Holstein gepflanzt, sondern betreibt in den Kreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Rendsburg-Eckernförde auf 2.000 Hektar ökologischen Landbau, der teilweise von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wissenschaftlich begleitet wird. Das Gut Schierensee, das Schloss Plön sowie der Historische Küchengarten am Schloss Eutin sind nur einige der historischen Prunkstücke Schleswig-Holsteins, die der Kulturbewahrer und Mäzen Fielmann vor dem Niedergang bewahrt hat. Darüberhinaus hat er Museen und Archive mit ausgewählten Exponaten unterstützt.

Professor Dr. Günther Fielmann wurde 1939 in Stafstedt geboren. Nach seinem Abschluss als staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister legte Günther Fielmann 1972 mit seinem ersten Geschäft in Cuxhaven den Grundstein für seine heute international tätige Optikerkette Fielmann.

Heide Simonis

Heide Simonis mit Hut Heide Simonis (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Von 1993 bis 2005 war Heide Simonis Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein. © M.Staudt /grafikfoto.de

Am 30. Juni 2014 hat der frühere Ministerpräsident Torsten Albig die ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis zur ersten Ehrenbürgerin des Landes ernannt. "Heide Simonis hat sich nicht nur große Verdienste um Schleswig-Holstein erworben, sie verkörpert seit Jahrzehnten unser Land, deshalb ist es naheliegend, sie zur Ehrenbürgerin des Landes zu ernennen", sagte Albig. Als ausgewiesene Finanz- und Wirtschaftsexpertin hat sie die Modernisierung des Landes vorangetrieben und sich so großen Respekt verdient.

Heide Simonis hat als erste Ministerpräsidentin das Bild der starken Frauen in der Politik maßgeblich bestimmt. Mit ihrer offenen und authentischen Art hat sie das öffentliche Erscheinungsbild der Politik in Schleswig-Holstein weit über ein Jahrzehnt positiv geprägt. Bundesweit hat sie dem Land Schleswig-Holstein ein unverwechselbares Profil gegeben.

Heide Simonis war von 1976 bis 1988 Mitglied des Deutschen Bundestags, wo sie unter anderem finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion war. Von 1992 bis 2005 gehörte sie dem Schleswig-Holsteinischen Landtag an. 1988 wurde sie von Ministerpräsident Björn Engholm in das Kabinett als Finanzministerin berufen. Von 1993 bis 2005 war sie Ministerpräsidentin des Landes.

Armin Mueller-Stahl

Der frühere Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat den Schauspieler, Maler und Schriftsteller Armin Mueller-Stahl am 29. November 2010 zum Ehrenbürger Schleswig-Holsteins ernannt. Mueller-Stahl lebt seit vielen Jahren in Sierksdorf an der Lübecker Bucht sowie in Los Angeles und Berlin.

"Armin Mueller-Stahl ist einer der renommiertesten und beliebtesten deutschen Schauspieler mit internationalen Erfolgen und ein Sympathieträger für unser Land. Er ist als Schauspieler, aber auch als bildender Künstler, Schriftsteller und Musiker herausragend", sagte der Ministerpräsident. Schleswig-Holstein könne stolz darauf sein, dass der Weltstar auch die Kulturszene im Norden Deutschlands bereichere. Mueller-Stahl sei eng mit Schleswig-Holstein verbunden, beispielsweise beim Fernsehspiel "Die Manns - ein Jahrhundertroman" oder bei der Neuverfilmung der Buddenbrooks. Bemerkenswert seien auch seine jahrelange Arbeit für die Musikhochschule Lübeck und die Unterstützung des Landesmuseums Schloss Gottorf, der Lübecker Museen und des Jüdischen Museums Rendsburg.

Siegfried Lenz

Siegfried Lenz im Porträt Siegfried Lenz (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Siegfried Lenz © Hoffmann und Campe Verlag

"Siegfried Lenz ist mit unserem Land eng verbunden. Er hat mit seinen Werken die Landschaft Schleswig-Holsteins in aller Welt bekannt gemacht und seine Menschen einfühlsam porträtiert", hieß es in der Laudatio, als Sigried Lenz am 2. Dezember 2004 die vierte Ehrenbürgerschaft Schleswig-Holsteins verliehen wurde.

Der Schriftsteller wurde am 17. März 1926 in Lyck in Masuren geboren. Er zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seine Bücher sind in rund 30 Ländern und in 22 Sprachen übersetzt in einer Auflage von mehr als 20 Millionen Exemplaren erschienen. Siegfried Lenz wurde unter anderem mit dem Gerhart-Hauptmann-Preis (1970), dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1988) und dem Goethe-Preis (1999) ausgezeichnet. Lenz lebte bis zum seinem Tod 2014 in Hamburg und hielt sich über Jahrzehnte viele Monate im Jahr auch in Tetenhusen im Kreis Schleswig-Flensburg auf.

Dr. Gerhard Stoltenberg

Die Urkunde zur Verleihung der dritten Ehrenbürgerschaft konnte die damalige Ministerpräsidentin Heide Simonis am 4. März 2002 nur Margot Stoltenberg, der Witwe des ehemaligen Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins, aushändigen. Dr. Gerhard Stoltenberg war im November 2001 verstorben. Er selbst hatte aber vor seinem Tod der Auszeichnung noch persönlich zugestimmt.

Stoltenberg erhielt die Ehrenbürgerwürde für seine Verdienste um das Land. "Stoltenberg gehört damit zu jener Gruppe deutscher Kriegsteilnehmer, die einen politischen und gesellschaftlichen Neubeginn nach der schrecklichen Nazidiktatur mit persönlichem Engagement unterstützten und aktiv mitgestalteten", hieß es in der Laudatio. Als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein gab Stoltenberg von 1971 bis 1982 dem Land einen guten Namen. Der "Große Klare aus dem Norden" verstand es, Schleswig-Holsteins Stimme im Bund nachhaltig Geltung zu verschaffen.

Uwe Ronneburger

Porträt von Uwe Ronneburger Uwe Ronneburger (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Uwe Ronneburger © Michael August

Uwe Ronneburger wurde am 17. Dezember 2000 Ehrenbürger des Landes. In der Laudatio wurde er als politisches Schwergewicht und schleswig-holsteinisches Urgestein gewürdigt. Mit der Ehrenbürgerwürde zeichnete die damalige Ministerpräsidentin Heide Simonis seinen unermüdlichen Einsatz für das Land aus. Ronneburger war nicht nur als Politiker und Mitglied im Landtag und Bundestag tätig. Er engagierte sich auch im Bauernverband und war Präsident des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes.

Große Anerkennung hatte sich Ronneburger während der großen Sturmflut von 1962 erworben. Damals leistete er einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der Schäden in der Gemeinde Tetenbüll. Zu Uwe Ronneburgers wichtigsten politischen Jahren zählt die Zeit der sozial-liberalen Koalition mit seinem Engagement für die Aussöhnung mit den östlichen Nachbarn. In ihrer Laudatio sagte Simonis: "Sie haben die Ostpolitik Willy Brandts unterstützt und damit den Weg zur deutschen Einheit und zum Fall des Eisernen Vorhangs geebnet. Diese politische Weitsicht hat unsere heutige Ostseekooperation vor allem mit den baltischen und östlichen Nachbarn erst möglich gemacht."

Auch Ronneburgers kirchliches Engagement hat in Schleswig-Holstein tiefe Spuren hinterlassen. Er war von 1960 bis 1978 Mitglied der Kirchenleitung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Landeskirche und Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands. Uwe Ronneburger starb am 1. Oktober 2007.

Helmut Schmidt

Helmut Schmidt war der erste Ehrenbürger Schleswig-Holsteins. Er erhielt seine Auszeichnung am 20. Dezember 1998. In ihrer Laudatio für den Altbundeskanzler, streitbaren Demokraten und pragmatischen Denker hob die damalige Ministerpräsidentin Heide Simonis die Verbundenheit Helmut Schmidts zu Schleswig-Holstein hervor. Sie bezeichnete ihn als "Freund Schleswig-Holsteins" und erwähnte die vielen positiven Impulse, die er für das Land gegeben habe.

Die Schleswig-Holsteiner haben Helmut Schmidt seinen Einsatz während der großen Sturmflut von 1962 nicht vergessen. Als die Flut Deiche in Hamburg und Schleswig-Holstein überspülte und einige einriss, setzte sich der damalige Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg für alle Betroffenen ein - ob Hamburger oder Schleswig-Holsteiner.

Auch das Schleswig-Holstein Musik Festival, eines der wichtigsten Kulturereignisse im Land zwischen den Meeren, verdankt seine Entstehung ganz wesentlich Helmut Schmidt. Er sprach sich über alle Parteigrenzen für das Festival aus, das seit 1985 Musikfreunde nicht nur aus Deutschland anzieht. Und nicht zuletzt hat Helmut Schmidt mit seinem Zweitwohnsitz am Brahmsee viele wichtige Persönlichkeiten aus aller Welt nach Schleswig-Holstein gebracht. Er starb am 10. November 2015.