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Schleswig-Holstein -
Die Small Five des Weltnaturerbes

Staatskanzlei

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Die Small Five des Weltnaturerbes

Wenn die Flut geht und der Meeresboden freiliegt, kommen ganz besondere Lebewesen zum Vorschein. Sie sind vielleicht nicht so groß wie die "Big Five" Afrikas, aber mindestens genauso faszinierend. Angepasst an Ebbe und Flut, leisten sie einen wichtigen Beitrag für das Weltnaturerbe Wattenmeer.

Die "Big Five" Afrikas schmückten früher die Jagdzimmer der Großwildjäger auf der ganzen Welt. Heute dürfen Elefant, Leopard, Büffel, Nashorn und Löwe nur noch von Kameras gejagt werden, die um die Hälse der Touristen baumeln.

Weniger gefährdet sind die "Small Five". Aber auch sie kann der Tierliebhaber auf Safaris entdecken. Diese "Small-Five-Safaris" werden fast überall an der Westküste angeboten und locken in die Welt der kleinen Tiere im großen Wattenmeer.

Strandkrabbe
© M. Schlüter / pixelio.de Auch wenn die Verwechslung häufiger vorkommt: Ein Krabbenbrötchen ist nie mit einer Strandkrabbe belegt. Die Strandkrabbe ist ein Krebs und ein gefräßiger noch dazu. Er ist nicht wählerisch und frisst neben Algen, Würmern, Muscheln und Schnecken auch jede Menge Aas. So tragen die Strandkrabben ihren Teil zur Reinigung des Wattenmeeres bei.
Bei Ebbe sind sie überall: die Spaghettihaufen im Watt.
© Hans Snoek - www.hs-buch.de / pixelio.de Bei Ebbe sind sie überall: die Spaghettihaufen im Watt. Verantwortlich für diese seltsamen Haufen ist ein 40 Zentimeter langer, rot bis rotbrauner Wurm: der Wattwurm. Er frisst den Sand des Wattes und filtert so die organischen Stoffe aus dem Boden heraus.
In einer Hand liegen einige Nordseegarnelen
© Reinhard Sudrok / pixelio.de Sie ist das flinke Chamäleon der Nordsee. Indem sie Farbpunkte in ihrer Haut ausdehnt oder zusammenzieht, kann die Nordseegarnele ihre Farbe ändern. Trotz dieser Tarnung wird die Nordseegarnele von Vögeln, Fischen und Krebsen in großen Mengen gefressen. Die direkt an Bord des Krabbenkutters gekochten Garnelen sind aber auch für den Menschen, zum Beispiel in Form des Krabbenbrötchens, eine Delikatesse.
Eine Hand hält eine Herzmuschel in die Sonne
© M. Staudt / grafikfoto.de Die Herzmuschel ist die häufigste Muschelart im Gezeitenbereich der Nordsee und ist dort bei Seevögeln und Muschelsammlern sehr beliebt. Doch nicht nur als Nahrungsgrundlage vieler Tiere ist die Muschel wichtig für das Wattenmeer. Die rund drei Zentimeter große Muschel filtert in einer Stunde 2,5 Liter Meerwasser.
Wattschnecke
© Stock / LKN-SH / nationalpark-wattenmeer.de Von Schneckentempo kann hier gar nicht die Rede sein. Durch einen Trick kann die Wattschnecke kilometerweit reisen: Sie baut ein Floß aus Schneckenschleim, heftet sich daran und treibt dann an der Unterseite der Wasseroberfläche davon. Diese drei bis sechs Millimeter kleinen Tiere haben eine große Aufgabe im Wattenmeer. Sie fressen nicht nur alles, was sich am Boden absetzt, sondern verbinden durch ihre Ausscheidungen Sand und Schlick. Dadurch wird der Boden nicht weggespült.

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