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Nordseeinsel Amrum

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Nordseeinsel Amrum

Amrum reizt mit Gegensätzen: Ob Einsamkeit in unberührter Natur oder buntes Treiben, auf dem Eiland gibt es beides. Die Insel besitzt nicht nur einen der breitesten Strände Nord-Europas, sie ist gleichzeitig auch die waldreichste Nordseeinsel.

Der größte Leuchtturm an der deutschen Nordseeküste ist das Wahrzeichen der Insel Amrum. Das Amrumer Seefeuer ist 41,8 Meter hoch und steht zusätzlich auf einer 25 Meter hohen Düne. Von der Aussichtsplattform haben Besucher einen Überblick über die ganze Insel. Aber nicht nur das: Bei klarer Sicht, nach 295 Stufen und mit einem griffbereiten Fernglas, erscheint sogar Helgoland am Horizont.

Fünf Dörfer und ein Hochsand

Auf Amrum ist in jeder Himmelsrichtung eine andere Landschaft zu entdecken. Im Norden erstreckt sich das flache Marschenland, im Osten ist die Insel ihr eigener Windschatten und das Meer ist ruhiger. Watt und Salzwiesen geben einer artenreichen Tierwelt eine Lebensgrundlage und Besucher können nach Föhr durch das Watt wandern. Im Südwesten gibt es einen breiten Landstrich aus Wald und Heide. Dünen und ein 15 Kilometer langer und bis zu 1,5 Kilometer breiter Sandstrand breiten sich im Westen aus.

Kniepsand

Der sogenannte Hochsand "Kniepsand" ist eine ehemalige Sandbank, die nur noch selten überspült wird. Bis in die 1960er Jahre war Kniepsand durch einen Priel von der Insel getrennt. Heute ist er Amrum direkt vorgelagert und gehört zu den schönsten und breitesten Stränden Nord-Europas. Eine Geschichte besagt, der Strand trage diesen Namen, weil der feine Sand Strandbesuchern immer in der Badehose kniff. Und da die Ur-Insulaner Friesisch sprechen, heißt kneifen eben "kniepen" und der Sand "Kniepsand".

Reetgedeckte Häuser auf der Nordseeinsel Amrum Amrum (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © M. Staudt / grafikfoto.de

Neue alte Siedlungen

Auf der 20 Quadratkilometer großen Insel gibt es fünf Dörfer: Nord- und Süddorf sind die ältesten Orte der Insel und bewahren einen Teil des alten Charmes. Das Dörfchen Nebel ist der Hauptort. Dabei kommt "Nebel" nicht von dem nassem, weißem Dunst, sondern leitet sich vermutlich aus dem Dänischen ab. Es bedeutet so viel wie "Neue Siedlung". Dabei ist allein die Nebeler St. Clemenskirche bereits über 800 Jahre alt. Rings um die Kirche vermitteln die alten Friesenhäuser und die teils unasphaltierten Straßen eine idyllische Beschaulichkeit.

Tourismus und Tradition

Mit der Gründung am Ende des 19. Jahrhunderts ist Wittdün der jüngste Ort der Insel. Wittdün lebt hauptsächlich vom Fremdenverkehr, während Steenodde noch heute die Amrumer Tradition der Austernfischerei aufleben lässt. Eine Austernzucht bei Steenodde erinnert daran. das der Austernfang vom 11. bis ins 19. Jahrhundert der wichtigste Erwerbszweig der Insulaner war.

Windmühle und Öömrang Hüs

Die Amrumer Windmühle wurde 1771 in Nebel erbaut. Auf dem höchsten Geestrücken errichtet, gehört sie zum Typ der Holländer-Mühlen. 1963 wurde der Mahlbetrieb eingestellt und ein Heimatmuseum eröffnet. Die Geschichte der Mühle, Darstellungen von Pflanzen und Tieren der Insel sowie volkskundliche Gegenstände werden dort ausgestellt.

Das historische "Amrum Haus" - Öömrang Hüs - lädt die Besucher ebenfalls zu einer Zeitreise ein. Küche, Wohnzimmer und die gute Stube sind aus dem 18. Jahrhundert erhalten bzw. nachempfunden. Kunstvoll gestaltete Grabsteine erzählen auf ihre Art etwas über die bewegten Zeiten und die Abenteuer der Insulaner.

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