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Kreis Herzogtum Lauenburg

Staatskanzlei

Kreis Herzogtum Lauenburg

Sechs Jahrhunderte war Lauenburg ein eigenständiges Herzogtum. Hier beginnt der Frühling im Land.

Der schleswig-holsteinische Frühling beginnt im Kreis Herzogtum Lauenburg. Weil das Klima der Region kontinentaler geprägt ist, liegt der Temperaturunterschied zwischen den Monatsmitteln des wärmsten und des kältesten Monats immerhin um zwei Grad höher als im restlichen Schleswig-Holstein.

Blick über die Elbe nach Lauenburg Blick auf Lauenburg (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Blick über die Elbe nach Lauenburg © Kolfenbach / grafikfoto.de

48 Seen und viel Wald

Die Jahreszeiten lassen sich in der Landschaft Lauenburgs gut genießen. 48 Seen und viel Wald machen den südlichsten Kreis Schleswig-Holsteins bei Touristen so beliebt. Der Naturpark Lauenburgische Seen und das Biosphärenreservat Schaalsee sind ein Paradies für Reiter, Kanu- oder Radfahrer und Wanderer. Der Schaalsee ist mit 71,5 Metern übrigens Norddeutschlands tiefster See. Schleswig-Holsteins größter Wald liegt auch im Lauenburgischen. Der Sachsenwald mit seinem alten, vielgestaltigen Baumbestand erstreckt sich auf 65 Quadratkilometer und ist von vielen Reit-, Rad- und Wanderwegen durchzogen. Kaiser Wilhelm I. schenkte den Wald seinem "Minister für lauenburgische Angelegenheiten", Otto von Bismarck. Die Gemahlin seines Urenkels, Fürstin Elisabeth von Bismarck, gründete dort einen Schmetterlingsgarten. Er ist der älteste in Deutschland und lockt Jahr für Jahr 80.000 Besucher in den Sachsenwald. Ein großer Teil des Waldes blieb in öffentlicher Hand, als das Herzogtum Lauenburg 1876 zu Schleswig-Holstein kam. Dem Kreis gehören heute noch große Teile Wald und landwirtschaftliche Nutzfläche. Der Kreis Herzogtum Lauenburg ist der größte kommunale Land- und Waldbesitzer Deutschlands.

Naturpark Lauenburgische Seen

[LINK Biosphärenreservat]

Barlach, Gold und andere Schätze

Ratzeburger Dom Der Ratzeburger Dom (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ratzeburger Dom © W. Diederich / grafikfoto.de

Durch das Gebiet des heutigen Kreises verläuft die Alte Salzstraße. Der historische Handelsweg wurde abgelöst durch den Elbe-Lübeck-Kanal. Heute folgt ein Radwanderweg dem ehemaligen Handelspfad an der Elbe-Schifferstadt Lauenburg, der Eulenspiegelstadt Mölln und der Inselstadt Ratzeburg vorbei. Letztere ist heute Sitz der Kreisverwaltung. Ratzeburgs Altstadt wird durch den mächtigen romanischen Dom beherrscht, den Heinrich der Löwe stiftete. Daneben locken das Kreismuseum im so genannten Herrenhaus und zwei Museen für A. Paul Weber und Ernst Barlach, berühmte Söhne der Stadt, Kulturliebhaber in die Kreisstadt. Karl Adam ist noch keine Gedenkstätte gewidmet. Dennoch schrieb der Mitbegründer des Ratzeburger Ruderclubs und der deutschen Ruderakademie Geschichte. Die von ihm trainierten Mannschaften gewannen sieben Titel bei Welt- und Europameisterschaften. Der Deutschlandachter errang in seiner Geschichte zweimal olympisches Gold. Auch heute noch gehört der Ratzeburger See zu den Trainigsrevieren der Mannschaft.

A. Paul Weber - Museum

Ernst Barlach Gesellschaft

Blick auf den Ratzeburger Dom
© M.Staudt / grafikfoto.de Der Ratzeburger Dom befindet sich auf dem höchsten Punkt der Altstadtinsel von Ratzeburg im Kreis Lauenburg. Der Dom wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ist ein Zeugnis romanischer Backsteinarchitektur.
Blick auf den Lauenburger Rufer
© Koffenbach / grafikfoto.de Der Lauenburger Rufer ist eine Bronzefigur des Bilhauers Karl-Heinz Goedtke, die 1959 erschaffen wurde. Die Figur steht in der Altstadt von Lauenburg auf einem Vorplatz der Elbstraße.
Eine junge Frau geht einen Waldweg entlang.
© M.Staudt / grafikfoto.de Der Kreis Lauenburg ist bekannt für seine Waldlandschaften wie hier in Schwarzenbek.

Von der Rand- zur Spitzenposition

Fast sechs Jahrhunderte lang war der heutige Kreis Lauenburg ein eigenständiges Herzogtum. Erst 1876 wurde das Territorium Schleswig-Holstein angegliedert. Die Nachkriegsordnung machte das Herzogtum Lauenburg zum Grenzgebiet. Die Demarkationslinie zu Mecklenburg, 86 Kilometer lang, trennte die Bundesrepublik von der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und kappte alte Wirtschaftsbeziehungen. Nach der Wiedervereinigung hat Lauenburg schnell wirtschaftliche Beziehungen zu seinen ostdeutschen Nachbarn geknüpft. Die Nähe zu Hamburg und die Zugehörigkeit zur Metropolregion Hamburg machen den Kreis zu einem beliebten Wirtschaftsstandort. Vor allem die Investitionsgüterindustrie, die Herstellung von Metallerzeugnissen und Holzverarbeitung prägen die Wirtschaft. Wichtige Standorte liegen vor allem in Wentorf und Schwarzenbek. In Geesthacht widmet sich das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) - ehemals GKSS-Forschungszentrum - den Bereichen Küsten- und Materialforschung. Das Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum (GITZ) fördert die Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft und Unternehmensgründungen. Und auf Hof Ritzerau erforschen ein Unternehmer und die Christian-Albrechts-Universität Kiel die Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft. So kommen nicht nur viele Touristen, sondern auch Geschäftsleute und Forscher in den Kreis Herzogtum Lauenburg.

Grenzhus Museum Schlagsdorf

Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Geesthachter Innovations- und Technologie-Zentrum GmbH