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Schriftliches Kulturgut erhalten

Staatskanzlei

Schriftliches Kulturgut erhalten

Die Landesregierung stellt Fördermittel für den Erhalt schriftlichen Kulturguts zur Verfügung. Anträge können bis zum 28. Februar eines jeden Jahres beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gestellt werden.

Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes in den Archiven und Bibliotheken in Schleswig-Holstein

Für das kulturelle Gedächtnis unseres Landes sind schriftliche Zeugnisse ebenso bedeutend und unersetzlich wie Kunstwerke. Zahlreiche dieser schriftlichen Kulturgüter sind von Schäden bedroht und es besteht die akute Gefahr, dass unersetzliche Originale für immer zerstört werden. Deshalb sieht es die Landesregierung als ihre Aufgabe an, Archive und Bibliotheken bei der Restaurierung und Konservierung ihrer Bestände zu unterstützen.

Das historische Gedächtnis des Landes

Archive und Bibliotheken beherbergen einen einmaligen und für alle gesellschaftlichen Bereiche unverzichtbaren Quellenbestand von besonderer Bedeutung. Doch auch die viel beschriebene Geduld des Papiers stößt an Grenzen. Neben äußeren Faktoren, wie lagerungs- und raumklimatische Bedingungen, haben insbesondere auch innere Faktoren Einfluss auf den Erhalt des Bibliotheks- und Archivgutes.

Schleichende Zerstörung

Gerade die inneren Faktoren, zu denen beispielsweise Papierart und -beschaffenheit, Tinte, Farben und ähnliche Einflüsse zu zählen sind, sind es, die oft über Jahre und Jahrzehnte unbemerkt eine schleichende Zerstörung bewirken. Säure- und Tintenfraß, Schimmel und Einbandschäden sind die Folge.

Das Land fördert den Erhalt

Die Erhaltung unseres kulturellen Erbes ist eine Pflicht, die alle Beteiligten zu einem umsichtigen und nachhaltig ausgerichteten Ziel führen muss. Daher hat es sich das Land zur Aufgabe gemacht, die Erhaltung wertvoller Werke, Sammlungen und Bestände zu fördern, um sie dauerhaft zu bewahren. Damit leistet das Land einen wichtigen Beitrag, um wertvolles und einzigartiges Kulturgut auch für künftige Generationen zu erhalten.

Kriterien

Es können Anträge auf Förderung gestellt werden, die nicht in erster Linie die bessere Benutzbarkeit, sondern die langfristige Erhaltung der Objekte zum Ziel haben. Unter anderem werden folgende Kriterien bei der Entscheidung über die Förderung berücksichtigt:

  • Antragsberechtigt sind Bibliotheken und Archive, deren Bestände grundsätzlich der Öffentlichkeit zugänglich sind.
  • Der Antrag soll bibliothekarische oder archivarische Zuständigkeiten im Sinne von Sammlungsschwerpunkten berücksichtigen. So sind z. B. Maßnahmen für Zeitungen und Zeitschriften aus Schleswig-Holstein oder mit schleswig-holsteinischem Bezug mit der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek vor der Antragstellung abzustimmen.
  • Das der Maßnahme zugrunde liegende Objekt oder die Sammlung soll in seiner/ihrer besonderen Bedeutung im Antrag dargestellt werden. Absprachen mit anderen besitzenden Institutionen sind vor der Antragstellung zu treffen.
    Schadensbeschreibungen, Antragsformulierung und Betreuung der Maßnahmen sollen grundsätzlich vom Antragsteller personell geleistet werden können. Ausnahmen sind in begründeten Fällen möglich.
  • Die beantragten Maßnahmen müssen im Antragsjahr abgeschlossen sein
  • Um bei konservatorischen Maßnahmen die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, sind die anschließende angemessene Unterbringung und langfristige Sicherung des zu behandelnden Bestands sicher zu stellen.
    Digitalisierungsmaßnahmen können gefördert werden, wenn die freie Zugänglichkeit der Digitalisate über eine Internetplattform gesichert ist.

Umfang der Zuwendung

Die Zuwendungen sollen grundsätzlich 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben nicht überschreiten. Im Einzelfall können bei Vorliegen eines herausragenden Landesinteresses der zu fördernden Maßnahme Abweichungen von dem prozentualen Fördersatz zugelassen werden.

Der Zuwendungsempfänger hat danach in der Regel für die geförderten Projektmaßnahmen einen Eigenanteil von mindestens zehn Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben zu erbringen. Der Eigenanteil kann ganz oder teilweise durch Eigenleistungen sowie durch nichtöffentliche Drittmittel (Spenden, Sponsoren etc.) erbracht werden.

Was wird nicht gefördert?

Eine Förderung von Baumaßnahmen ist ausgeschlossen.

Anträge auf Förderung sind bis spätestens 28. Februar eines jeden Jahres zu richten an:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein
III 423
Postfach 71 24
24171 Kiel

Ansprechpartnerin zum Antragsverfahren
Brigitte Kock
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Schleswig-Holstein
Telefon: 0431 988-5865
E-Mail: brigitte.kock@bimi.landsh.de