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Schleswig-Holstein neu denken - Die Schwerpunkte der Landesregierung:

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Rat für Kriminalitätsverhütung (RfK)

Rat für Kriminalitätsverhütung (RfK)

Der Rat für Kriminalitätsverhütung hat die Aufgabe, die Entwicklung der Kriminalität und ihre Bedingungen zu analysieren und zu erörtern, die Landesregierung in kriminalpolitischen Fragen zu beraten und ihr entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zu vermitteln.

Er soll Initiativen zur Kriminalitätsprävention anregen, unterstützen und auswerten.

Um diese umfassenden Aufgaben erfüllen zu können, führt er alle diejenigen Fachleute und Akteure zusammen, deren Erkenntnisse und Erfahrungen für die Erarbeitung von Präventionskonzepten nutzbar zu machen sind bzw. die zu deren Umsetzung beitragen können.

Den organisatorischen Rahmen dazu bilden die Kommission, die Geschäftsführung und die Arbeitsgruppen.

Bis auf die Geschäftsführung ist die Tätigkeit der Ratsmitglieder ehrenamtlich.

Durch den Rat für Kriminalitätsverhütung werden Kriminalitätsphänomene aufgegriffen und analysiert mit dem Ziel, kriminalpräventive Konzepte für Gebietskörperschaften, Institutionen und Einrichtungen zu erstellen.

Der Rat für Kriminalitätsverhütung initiiert und unterstützt die Gründung kriminalpräventiver Räte auf kommunaler Ebene. Eine fachliche Begleitung der bisher gegründeten lokalen Räte (über 90) findet statt.
Die Initiierung weiterer lokaler Räte und Projekte ist beabsichtigt.

Darüber hinaus unterstützt und fördert der Rat für Kriminalitätsverhütung Maßnahmen und Projekte staatlicher und nichtstaatlicher Einrichtungen und Institutionen zur Kriminalprävention sowie zur Aufklärung über die Gefahren von Extremismus, Rassismus und Antisemitismus.

Der Rat für Kriminalitätsverhütung setzt die Landesprogramme „Demokratieförderung und Rechtsextremismusbekämpfung“ sowie „Vorbeugung und Bekämpfung von religiös motiviertem Extremismus“ um und koordiniert diese in Zusammenarbeit mit freien Trägern.

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Wie sind wir organisiert?

1. Die Kommission

Die Kommission besteht aus den Ministerinnen oder Ministern für Inneres, Justiz, Bildung und Soziales des Landes Schleswig-Holstein. Die Kommission vertritt den Rat für Kriminalitätsverhütung.

Die Kommission tagt grundsätzlich einmal im Jahr. Sie nimmt den Tätigkeitsbericht der Geschäftsführung entgegen und beschließt die Schwerpunktplanung für das Kalenderjahr. Die Kommission kann darüber hinaus konkrete Arbeitsgruppenthemen beschließen.

2. Die Geschäftsführung

Die Geschäftsführung führt die laufenden Geschäfte des Rates für Kriminalitätsverhütung. Sie unterbreitet der Kommission Vorschläge für zukünftige Tätigkeitsschwerpunkte des RfK, stellt die Arbeitsgruppen des Rates zusammen und koordiniert deren Sitzungen. Die Geschäftsführung kann in geeigneten Fällen eigenständig Themen aufgreifen und hierzu Arbeitsgruppen einrichten.

3. Arbeitsgruppen

Als Mitglieder der Arbeitsgruppen werden jeweils Fachleute zu dem von der Arbeitsgruppe zu behandelnden Thema durch die Geschäftsführung eingeladen. Jede Arbeitsgruppe bestimmt aus ihrer Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden, die oder der die Aufgabe hat, die Sitzungen der jeweiligen Arbeitsgruppe vorzubereiten, zu leiten sowie in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung die Arbeitsergebnisse zu dokumentieren. Die Arbeitsgruppen sind weisungsunabhängig und erarbeiten innerhalb ihrer Aufgabenstellung unabhängig Analysen, Stellungnahmen, Berichte und Handlungsempfehlungen.

Die Arbeitsgruppen erarbeiten weitestgehend autonom die Konzepte zu dem ihnen vorgegebenen Thema.

Die Auswahl der durch die Arbeitsgruppen zu behandelnden Themen erfolgt in aller Regel durch die Geschäftsführung. Grundlagen für die Entwicklung der Themenstellungen sind im Wesentlichen die Analyse der Kriminalitätsentwicklung, die Beobachtung gesellschafts- und kriminalpolitischer Entwicklungen sowie die Auswertung von Fachliteratur. Vereinzelt werden auch Themenvorschläge von der Kommission oder von den Kooperationspartnern an die Geschäftsführung herangetragen.

In den Arbeitsgruppen des Landes-Rates, die in Abhängigkeit von dem zu behandelnden Thema bis zu 20 ehrenamtlich tätige Expertinnen und Experten aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen und Institutionen umfassen können, werden kriminalpräventive Konzepte erarbeitet, die sich mit ihren Empfehlungen an die Ressorts der Landesregierung richten sowie Rahmen-Konzepte für die kommunale Ebene, um analytische Doppelarbeit in den kommunalen kriminalpräventiven Räten in Schleswig-Holstein zu vermeiden.

Vertreten sind in den Arbeitsgruppen unter anderem der Kinderschutzbund, die Aktion Kinder- und Jugendschutz, der Landesseniorenrat, Gewerkschaften, Medien und Wirtschaft ebenso wie Lehrer, Suchtberater, Sozialarbeiter, Opferhilfeorganisationen, Polizei und Justiz. Diese interdisziplinäre Zusammensetzung garantiert eine fundierte Bestandserhebung und Schwachstellenanalyse. Sie ist darüber hinaus im Sinne von Vernetzung eine entscheidende Grundlage für das Bündeln von Ressourcen und das Ausschöpfen von Synergieeffekten.

Eigene Projekte führt der Landes-Rat nicht durch. Die Planung und Durchführung konkreter Präventionsprojekte liegt in der Verantwortung der originär zuständigen staatlichen und nichtstaatlichen Stellen sowie dort, wo Kriminalität entsteht, namentlich bei den Städten und Gemeinden.

Beim Landesrat gibt beziehungsweise gab es u.a. zu folgenden Themenbereichen Arbeitsgruppen:

  • Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
  • Prävention von Kinderdelinquenz
  • Kriminalprävention für Senioren
  • Kriminalpräventiver Unterricht an Grundschulen
  • Kriminalpräventiver Unterricht an Haupt- und Realschulen
  • Kommunale Prävention gegen Rechts
  • Kriminalpräventiver Unterricht gegen Rechts
  • Schulabsentismus
  • Prävention für Kinder im Vorschulalter
  • Prävention für Mädchen und Jungen mit Behinderung
  • Stalking
  • Kooperation Schule, Kinder- und Jugendhilfe
  • Drogenkriminalität (Wiedereingliederung von Ex-Usern)
  • Gewalt gegen ältere Menschen
  • Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen
  • Gewalt in engen persönlichen Beziehungen
  • strukturelle Gewalt- und Suchtprävention im kommunalen Raum
  • Prostitution und Frauenhandel
  • Sexuelle Selbstbestimmung
  • Opferhilfe/Opferschutz
  • Straffälligenhilfe
  • Ladendiebstahl
  • Fahrraddiebstahl
  • Städtebau
  • Graffiti

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Unsere primären Aufgaben sind:

  • Beratung der Landesregierung zu aktuellen wie zu anhaltenden kriminalpolitischen Fragen.
  • Unterstützung und Beratung der Kommunen bei der Gründung und der praktischen Arbeit kommunaler Präventionsräte.
  • Darüber hinaus stellen wir Informationsmaterial zur Verfügung, wie zum Beispiel die Broschüre "10 Gute Gründe"
  • Mut machen für kriminalpräventive Projekte
    Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle stehen jederzeit für Nachfragen über Modellprojekte und zur Beratung zur Verfügung, insbesondere, wenn es darum geht, kriminalpräventive Projekte zu initiieren, die Durchführung einschließlich Wirkungskontrolle zu planen und dabei die Finanzierung gleich mitzudenken.
  • Erarbeitung von kriminalpräventiven Konzepten
    Eine Kernaufgabe des Landesrates für Kriminalitätsverhütung ist die Einrichtung und Betreuung von Arbeitsgruppen zur Erstellung kriminalpräventiver Konzepte.

Was tun wir, um diese Aufgaben zu erfüllen?

Wir

  • initiieren und führen Fachtagungen durch - teils auch als Mitveranstalter.
    Seit 2000 führen wir gemeinsam mit den Landespräventionsräten Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie dem DGB-Nord die Veranstaltungsreihe "Verantwortung übernehmen im Norden" durch. Im Rahmen dieser Fachtagungen informieren wir über aktuelle Erscheinungsformen des Rechtsextremismus sowie über laufende und geplante Projekte der Veranstaltungspartner gegen Rechtsextremismus.
  • informieren über Präventionsprojekte und -maßnahmen.
    Bei der Geschäftsstelle können alle kriminalpräventiven Konzepte und andere Veröffentlichungen kostenfrei angefordert werden beziehungsweise stehen auf der homepage zum Download zur Verfügung.
  • führen landesweite Projekte in Kooperation mit anderen Organisationen.
    Das Präventionsprogramm für Schulen "PiT (Prävention im Team)" wurde in einer Arbeitsgruppe des Landesrates für Kriminalitätsverhütung Schleswig-Holstein erarbeitet und wird sehr erfolgreich durch das Bildungsministerium mit dem IQSH und der Landespolizei Schleswig-Holstein umgesetzt.
  • organisieren den Erfahrungsaustausch.
    Alle zwei Jahre wird für den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung von Präventionsakteuren in Schleswig-Holstein ein Schleswig-Holsteinischer Präventionstag organisiert.
    Um das Engagement der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie der ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger in den kommunalen Präventionsräten zu unterstützen, und deren Bedeutung für die lokale Sicherheitsarchitektur herauszustellen, führen wir Regionalkonferenzen in Kooperation mit dem kommunalen Rat der jeweils ausrichtenden Stadt/Gemeinde durch. Der Landesrat für Kriminalitätsverhütung ist mit einem eigenen Ausstellungsstand auf jedem Deutschen Präventionstag vertreten und stellt hier besonders gelungene Präventionsprojekte aus Schleswig-Holstein vor.
  • fördern Präventionsprojekte.
    Präventionsprojekte, besonders die von kommunalen Präventionsräten können vom Landesrat für Kriminalitätsverhütung (meist in Form einer Anschubfinanzierung) gefördert werden.
  • erstellen generelle Regelungen zur Steuerung polizeilicher Prävention.

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