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Landesprogramm zur Vorbeugung und Bekämpfung von religiös motiviertem Extremismus in Schleswig-Holstein

Staatskanzlei

Landesprogramm zur Vorbeugung und Bekämpfung von religiös motiviertem Extremismus in Schleswig-Holstein

Der religiös motivierte Extremismus stellt ein Sicherheitsrisiko für Schleswig-Holstein dar. Aktuell wird in Schleswig-Holstein von etwa 230 Aktivisten ausgegangen, bundesweit von etwa 6.000, mit steigender Tendenz.

Somit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Dienst mit von religiös motivierter Radikalisierung Betroffenen oder deren Angehörigen in Kontakt kommen. Für solche Fälle gibt es seit dem 01. April einen direkten Ansprechpartner mit Sitz im Innenministerium.

Die neue Landeskoordinierungsstelle (Tel: 0431 – 988-3151) gegen religiös motivierten Extremismus ist beim Rat für Kriminalitätsverhütung installiert. Sie ist für die Durchführung des Landesprogramms zur Vorbeugung und Bekämpfung von religiös motiviertem Extremismus in Schleswig-Holstein verantwortlich. Unterstützt wird sie von je einem Berater in Kiel und Lübeck.

Ziele des Landesprogramms

Das Konzept setzt auf Prävention, Intervention und Netzwerkarbeit und hat im Wesentlichen folgende Ziele:

  • Beratung von betroffenen Angehörigen von radikalisierten Personen
  • Vermittlung von Hintergrundwissen über religiös motivierten Extremismus, seine Inhalte, Strukturen und Rekrutierungsstrategien
  • Verhinderung und Unterbrechung von Radikalisierung durch Beratung und Unterbreitung von Hilfsangeboten
  • Ratsuchende sollen in die Lage versetzt werden, tatsächliche Bedrohungen zu erkennen, einzuschätzen und Probleme eigenständig zu lösen
  • Betroffene Institutionen vernetzen und fachlichen Austausch fördern

Maßnahmenstruktur des Konzeptes

  1. Einrichtung einer Hotline
    Ausstiegswillige Personen, aber auch Angehörige oder Personen aus dem sozialen Umfeld können über die Hotline unter 0431 – 988-3434 ersten Kontakt aufnehmen.
  2. Projekte auf kommunaler Ebene / in Stadtteilen
    Der Schwerpunkt des religiös motivierten Extremismus in Schleswig-Holstein liegt insbesondere in den Städten Kiel, Neumünster, Lübeck und Pinneberg sowie im Randbereich zu Hamburg. Deshalb soll die Landeskoordinierungs- und Beratungsstelle insbesondere in diesen Städten den Aufbau lokaler Strukturen zur Prävention von Radikalisierung und religiös motiviertem Extremismus initiieren und fördern. Für die Umsetzung der Projektarbeit stehen 30 000 Euro zur Verfügung.
  3. Fachbeirat
    Es soll ein Fachbeirat eingerichtet werden. Dieses Gremium begleitet, berät und unterstützt die Landeskoordinierungs- und Beratungsstelle in ihrer strategischen Ausrichtung und Arbeit. Neben Vertretern aus anderen Ressorts werden auch Polizei und Verfassungsschutz eingebunden.

Neue Landeskoordinierungsstelle im Kampf gegen religiösen Extremismus; Stefan Studt: Kreislauf von Diskriminierung und Radikalisierung durchbrechen

PROvention 2015 – Für Vertrauen. Für Respekt. Füreinander.

Seit dem 01. April befindet sich „PROvention“, das Landesprogramm gegen religiös motivierten Extremismus in Schleswig-Holstein, unter der Trägerschaft der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. in Umsetzung. Das aktuelle Bundesprogramm „Demokratie leben! - Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" bietet dem Landesprogramm die Möglichkeit, landesweit die Extremismusprävention von
regionalen Akteuren und Initiativen zu unterstützen.

Projektausschreibung (PDF 135KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Antrag (PDF 21KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Weitere Informationen