Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Hintergrund

Staatskanzlei

Hintergrund

Der Klimawandel ist nach den Erkenntnissen des internationalen Wissenschaftsgremiums Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (IPCC) eine unumkehrbare Tatsache. Die Bewältigung der ökologischen und ökonomischen Folgen für das Handlungsfeld Bauen und Wohnen und für die Entwicklung der Städte und Siedlungsräume stellen für alle an diesem Handlungsfeld Beteiligten eine große Herausforderung dar. Für einen wirksamen Klimaschutz sind Maßnahmen im Bereich Bauen - Wohnen - Stadtentwicklung von zentraler Bedeutung. Ziel muss es sein, durch geeignete Maßnahmen die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen und die nicht vermeidbaren Folgen und Auswirkungen zu begrenzen.

Im Focus der Ausgangslage stehen energetische und energiewirtschaftliche Entwicklungen, von denen das Handlungsfeld in hohem Maße betroffen ist: Die fossilen Energieressourcen Erdöl, Kohle, Erdgas und die des Urans stehen nur noch für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung, Deutschland ist mit zunehmender Tendenz von Energieimporten abhängig (1), die Energiepreise steigen seit 2001 stetig an. Rund ein Fünftel aller CO2-Emissionen werden im Gebäudesektor durch die Energieerzeugung für Gebäudewärme verursacht. Ca. 87 % des Endenergieverbrauchs der privaten Haushalte entfallen auf das Heizen und die Warmwasserbereitung (2). Die Einsparpotenziale sind trotz der bereits umgesetzten Maßnahmen hoch.

Vor diesem Hintergrund sind die Anstrengungen für den Klimaschutz zu verstärken. Diese liegen vor allem in der Reduktion und der Vermeidung der Emissionen von CO2 und den übrigen Treibhausgasen durch Energiesparen, Energieersatz und eine höhere Energieeffizienz und angesichts der demographischen und strukturellen Entwicklung in der Modernisierung und Sanierung der Gebäudebestände und der Wohnquartiere. Aus solchen Maßnahmen ergibt sich ein vierfacher Nutzen: Senkung der Verbrauchskosten, Klimaschutz durch weniger CO2-Ausstoß, Sicherung der Standort-und Gebäudequalitäten und Wachstum und Beschäftigung für die Baubranche.

Fußnoten

  1. Studie Bertelsmannstiftung: Europa im Wettlauf um Öl und Gas (PDF 164KB, Datei ist nicht barrierefrei)
  2. Aktueller Ansatz aus den Veröffentlichungen der DENA 2008
    Deutsche Energie-Agentur