Landesportal Schleswig-Holstein

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Fließgewässermessnetz

© M. Ruff / grafikfoto.de

Fließgewässermessnetz

Nach § 106 Abs. 2 LWG führt das Landesamt für Natur und Umwelt (LANU) den Gewässerkundlichen Mess- und Beobachtungsdienst gemeinsam mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN SH) als Küstenschutzbehörde durch und erhebt damit die Grundlagendaten zur Ordnung des Wasserhaushaltes. In diesem Zusammenhang werden an 359 Pegeln an Fließgewässern in Schleswig-Holstein kontinuierlich Wasserstände erfasst, um die hydrologischen Verhältnisse flächendeckend zu erfassen.

Im Gegensatz zu Wasserständen liefern Abflüsse Informationen die über die lokalen Grenzen hinaus übertragbar sind. Daher werden an 150 dieser Pegel im regelmäßigen Abstand Abflussmessungen durchgeführt, um den bei bestimmten Wasserständen herrschenden Abfluss zu ermitteln und die Abflusskurven, welche die Abhängigkeit des Wasserstandes vom Abfluss beschreiben, an die aktuellen Verhältnisse anzupassen. Dies ist regelmäßig nötig, da im Sommer aufgrund von Bewuchs der Abfluss bei gleichem Wasserstand in der Regel wesentlich geringer ist als im Winter. Diese Vorgehensweise ist in der Pegelvorschrift festgelegt, die von allen Bundesländern erarbeitet wurde und befolgt wird.

Die erhobenen Daten werden für zahlreiche Aufgaben benötigt. Als Beispiele seien hier Bemessung von wasserwirtschaftlichen Anlagen, Hochwasserschutz oder die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten genannt. Durch die Festlegung eines adäquaten Bemessungsabflusses werden hohe Folgekosten infolge einer Über- oder Unterdimensionierung vermieden.

Hydrologische Pegel Schleswig-Holstein

Hydrologische Pegel im digitalen Umweltatlas