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Sunrise-Garantie

Staatskanzlei

Sunrise-Garantie

Datum 01.11.2016

Mit der „Sunrise“-Garantie wird die HSH Nordbank bei Verlusten aus Alt-Krediten entlastet. Die Garantie wurde 2009 von Schleswig-Holstein und Hamburg aufgelegt. Sie umfasst 10 Mrd. Euro und wird über die hsh finanzfonds AöR verwaltet.

Die HSH Nordbank (HSH) war im Zuge der Finanzkrise 2008 in eine erhebliche Schieflage geraten und erhielt – neben mittlerweile zurückgeführten Liquiditätsgarantien des Sonder-fonds Finanzmarkstabilisierung (SoFFin) – kapitalstärkende Maßnahmen der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg. Diese wurden über die zu diesem Zweck gemeinsam gegründete Länderanstalt "hsh finanzfonds AöR" (hsh finanzfonds) umgesetzt. Sie setzten sich zusammen aus einer Zuführung „frischen“ Eigenkapitals von € 3 Mrd. und einer Zweitverlustgarantie zur Abschirmung von Kreditausfallrisiken bis zu einer Höhe von maximal € 10 Mrd. in einem definierten Referenzportfolio mit einem Buchwert in Höhe von rund € 185 Mrd. zum Stichtag 1. April 2009 („Sunrisegarantie“). Die HSH trägt dabei alle Kreditausfälle im Referenzportfolio bis zu einem Schwellenwert von € 3,2 Mrd. selbst. Die Sunrisegarantie schirmte ursprünglich Verluste in der Tranche zwischen € 3,2 Mrd. und € 13,2 Mrd. ab. Mit der Garantie wird die Kapitalquote der HSH in zweierlei Hinsicht gestützt:


a) Die Entlastungswirkung reduziert den Umfang der aufsichtsrechtlich mit Kapital zu unterlegenden risikogewichteten Aktiva (Risk Weighted Assets, RWA) und

b) die Sicherungswirkung sorgt für eine Kompensation bei der Risikovorsorge für die ab-gesicherten Vermögenswerte in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.