Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

„FucoSan“ – Gesundheit aus dem Meer

Staatskanzlei

„FucoSan“ – Gesundheit aus dem Meer

Das deutsch-dänische Forschungsprojekt „FucoSan – Gesundheit aus dem Meer“ untersucht die Wirkung von Fucoidanen. Die Inhaltsstoffe von Braunalgen aus der Ostsee sollen in der Medizin und Kosmetik nutzbar gemacht werden.

Drei Jahre lang wird das deutsch-dänische Forschungsprojekt „FucoSan“ mit insgesamt 2,2 Millionen Euro von der EU gefördert. Das von Kieler Forscherinnen und Forschern initiierte Projekt untersucht Inhaltsstoffe von Braunalgen, sogenannte Fucoidane. Die bioaktiven Stoffe sollen für die Medizin und Kosmetik nutzbar gemacht werden.

Schon seit längerem arbeitet das Team um die Professorin Alexa Klettner, die Laborleiterin in der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein Campus Kiel ist, an dem Thema. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen zu Medikamenten, sogenannten VEGF-Hemmern, die zur Behandlung altersbedingter Augenerkrankungen eingesetzt werden. Durch Zufall entdeckten sie, dass auch Fucoidane den VEGF-Gehalt in den Zellen des Auges verringern können. Diese Entdeckung gab den Anstoß, Fucoidane und ihre Wirkung näher zu untersuchen. Gemeinsam mit Projektpartnern aus Wissenschaft, Gesundheitsversorgung und Wirtschaft in Deutschland und Dänemark errichtet das Projektteam derzeit eine Datenbank, in der alle Inhaltsstoffe der Braunalgen inklusive ihrer Wirkungen gespeichert werden. Im Detail können die einzelnen Fucoidane sehr unterschiedlich wirken. Einige greifen in die Gefäßbildung ein oder beeinflussen das Immunsystem. Andere haben eine antioxidative Wirkung. Das bedeutet: Sie schützen vor oxidativem Stress – Hauptursache für den fortschreitenden Alterungsprozess. Die Datenbank von „FucoSan“ soll helfen, besonders erfolgsversprechende Stoffe auszuwählen, die dann auf ihre Anwendbarkeit in der Augenheilkunde, der regenerativen Medizin und in der Kosmetik geprüft werden. Für die nahe Zukunft gilt: Fucoidane sollen kommerziell genutzt werden können, also der breiten Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Zur Pressemitteilung des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Mehr Informationen zu deutsch-dänischen Gesundheitsprojekten