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Palliativversorgung

Staatskanzlei

Palliativversorgung

Wenn ein Mensch unheilbar krank ist – das heißt, er leidet an einer lebenslimitierenden Erkrankung – benötigt er intensive Pflege und medizinische Betreuung.

In einem solchen Fall kann der behandelnde Arzt die Leistungen der Palliativpflege verordnen. Die Palliativpflegekraft betreut und versorgt die todkranken Patienten und soll ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod ermöglichen. Wenn sich mit dem Krankheitsverlauf die Anforderungen erhöhen, die Schmerzen stärker werden, kann der Einsatz eines Palliativ-Care-Teams (PCT) beziehungsweise die Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV) notwendig werden. Im Gegensatz zum Hospiz, wo der Patient in den letzten Wochen des Lebens stationär betreut wird, kümmert sich das SAPV-Team zu Hause über mehrere Monate und manchmal auch Jahre hinweg um die Patienten.

Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV)

Die Spezialisierte Ambulante Palliativpflege wird von SAPV-Teams gewährleistet. Diese Teams sind eigenständig organisierte Einheiten mit eigenen Räumlichkeiten und Pflegekräften, die speziell für diese Aufgabe qualifiziert wurden. Sie haben mit den Krankenkassen einen Vertrag  für diese Form der Versorgung geschlossen, der die  Finanzierung regelt. Das Team, das die Patienten betreut, setzt sich aus Fachleuten  zusammen, die interdisziplinär arbeiten und speziell für die Palliativpflege qualifiziert sind. Fachärzte für Palliativmedizin sorgen für weitgehende Schmerzfreiheit, Krankenschwestern oder -pfleger mit einer Weiterbildung zu Palliativ-Fachkräften, Physiotherapeuten, Psychologen und Seelsorger betreuen und versorgen die Patientinnen und Patienten. Das SAPV-Team hat eine 24-Stunden-Rufbereitschaft. Das heißt, dass Pflegekräfte und Fachärzte rund um die Uhr telefonisch erreichbar sind und den Patienten bei Bedarf zu Hilfe kommen. Um diese Versorgung rund um die Uhr gewährleisten zu können, schließen die SAPV-Teams Kooperationsverträge mit Apotheken und Sanitätshäusern. So können zum Beispiel Medikamente auch mitten in der Nacht besorgt werden, ohne dass dafür die Notapotheke ausfindig gemacht werden muss.

Leistungen der SAPV-Teams:

  • Beratung aller an der Versorgung beteiligten Institutionen
  • Anleitung der Angehörigen in Pflegemaßnahmen
  • Familiäre Unterstützung
  • Aufbau eines individuellen Netzwerks für den Patienten
  • Vernetzung aller beteiligten Strukturen
  • Linderung körperlicher Symptome und Schmerzen
  • Psychosoziale Unterstützung

Auf den Internetseiten des Hospiz- und Palliativ-Verbandes und des Krebswegweisers Schleswig-Holstein finden Sie einige der Palliativ-Care-Teams, auch SAPV-Projektgruppen genannt, in Schleswig-Holstein.

Zum Hospiz- und Palliativverband

Zum Krebswegweiser Schleswig-Holstein

Spezialisierte Ambulante Pädiatrische Palliativpflege (SAPPV)

Für Kinder und Jugendliche, die so schwer krank sind, dass keine Aussicht auf Heilung mehr besteht, gibt es die Spezialisierte Ambulante Pädiatrische Palliativpflege (SAPPV). Ist die Lebensdauer bei den erwachsenen Palliativpatienten oft nur noch auf wenige Monate beschränkt, leben Kinder mit einer so genannten lebenslimitierenden Erkrankung häufig mehrere Jahre. Dies ist eine der besonderen Anforderungen, die die Pflege von Kindern oder sogar Neugeborenen an das SAPPV-Team stellt

Das einzige SAPPV-Team in Schleswig-Holstein ist das Brückenteam des DRK-Heinrich-Schwesternschaft e. V. in Kiel. Es bereitet, wenn ein Krankenhausaufenthalt notwendig war, alles für die Rückkehr aus dem Krankenhaus vor und schlägt somit die Brücke zwischen dem Krankenhausaufenthalt und der Pflege zu Hause. Danach übernimmt das SAPPV-Team die Pflege der jungen Patienten in ganz Schleswig-Holstein. 

Zum Brückenteam der DRK-Heinrich-Schwesternschaft e. V.

Zum Informationsblatt des Brückenteams der DRK-Heinrich-Schwesternschaft

Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativarbeit Schleswig-Holstein

Hauptaufgabe der Koordinierungsstelle ist es, die Hospiz-Initiativen und die Palliativarbeit im Land stärker zu vernetzen. Gleichzeitig fördert sie die Transparenz bereits bestehender Angebote. So hilft sie Betroffenen und Angehörigen dabei, die für sie passende Wahl an Versorgungangeboten zu treffen.

Wenn Sie mit der Koordinierungsstelle in Kontakt treten möchten, erreichen Sie diese telefonisch unter 0431 97102350.