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Erste Hilfe für Senioren bei Stürzen

Staatskanzlei

Erste Hilfe für Senioren bei Stürzen

Viele ältere Menschen leben in altem Wohnbestand mit entsprechenden Schwachstellen, und in so manch vermeintlich gemütlichem Zuhause lauern Unfallquellen.

Viele ältere Menschen leben in altem Wohnbestand mit entsprechenden Schwachstellen, und in so manch vermeintlich gemütlichem Zuhause lauern Unfallquellen: Lose Elektrokabel ersetzen fehlende Steckdosen, Teppiche und Läufer atmen Familiengeschichte und müssten als Stolperfallen entsorgt werden.

Oft entsprechen die Heizungen nicht dem heutigen Standard, Kohlen oder Holz müssen aus dem Keller hochgeschleppt werden. Die Wohnungen haben ungünstige Grundrisse. Problemzone Nummer 1 ist oft: das Badezimmer. In den oft nachträglich eingebauten schmalen Räumen muss man sich zwischen Waschbecken und Schränkchen zur Toilette durchschlängeln.Für einen Hocker bleibt nur selten Platz. Fenster lassen sich nur mit viel Kraft öffnen und schließen. Für alte Menschen summieren sich diese kleinen Hindernisse zur unüberwindlichen Barriere. Andere Mängel, etwa ein fehlender Handlauf im Hausflur oder eine zu knapp geschaltete Beleuchtung, gefährden die Sicherheit.

Was tun bei Stürzen?

Durch Gewalteinwirkungen auf Gelenke können Verstauchungen, Verrenkungen, Bänderrisse oder Gelenkbrüche entstehen. Durch die Verletzung von Blutgefäßen entwickeln sich oft beträchtliche Schwellungen. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt. Gelenkverletzungen sind sehr schmerzhaft.

Verstauchungen

Bei einer Verstauchung werden die Gelenkteile mit Gewalt gegeneinander verschoben oder kurzzeitig voneinander getrennt. Dabei werden die Bänder, die die Gelenkkapsel bilden, oft erheblich überdehnt. Innenliegende Blutgefäße werden verletzt und es bildet sich eine Schwellung.

Verrenkung

Die Verrenkung (Luxation) ist eine Trennung und Verschiebung der Gelenkanteile. Die gegeneinander verschobenen Gelenkteile nehmen ihre ursprüngliche Stellung nicht wieder ein. Sie befinden sich in einer abnormen Stellung.

Maßnahmen bei Gelenkverletzungen

Verrenkte Gelenke dürfen nur von einem Arzt eingerenkt werden!

  • Das verletzte Gelenk nicht mehr belasten und ruhig stellen.
  • Die Schwellung sollten Sie z.B. mit kalten Umschlägen, Eisbeuteln o.Ä. nachhaltig kühlen.
  • Der Betroffene muss zum Arzt (Notruf), damit eine sichere Diagnose gestellt wird und andere Verletzungen, wie z.B. ein Bänderriss oder Gelenkbruch, ausgeschlossen bzw. rechtzeitig erkannt werden.

Betroffene mit dem Verdacht auf einen Knochenbruch sollen möglichst wenig bewegt werden. Wenn dort, wo sich der Verletzte befindet, keine unmittelbare Lebensgefahr für ihn besteht, sollte er bis zur Übernahme durch den Rettungsdienst nicht unnötig verlagert werden.

  • Offene Brüche müssen Sie sofort mit keimfreien Wundauflagen oder einem Verbandtuch bedecken.
  • Der Bruchbereich ist über die angrenzenden Gelenke hinaus mit geeignetem weichem Polstermaterial ruhigzustellen.
  • Rufen Sie den Rettungsdienst (Notruf 112).
  • Decken Sie den Verletzten zu und betreuen Sie ihn, bis der Rettungsdienst eintrifft.
  • Wenn sich ein Schock entwickelt, lagern Sie den Verletzten flach, allerdings ohne die Beine erhöht zu lagern.
  • Bei geschlossenen Brüchen entwickelt sich oft eine Schwellung, die Sie mit kalten Umschlägen versorgen können. Die Kühlung lindert zudem die Schmerzen.

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