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Burnout: Wenn der Akku leer ist

Staatskanzlei

Burnout: Wenn der Akku leer ist

Viele bekannte Persönlichkeiten haben es schon erlebt: Die Publizistin Miriam Meckel verarbeitete ihre Erfahrungen in einem Buch, Tim Mälzer zog sich zeitweise aus seiner Kochsendung zurück und Sven Hannawald beendete sogar seine Skisprung-Karriere. Doch das sogenannte Burnout-Syndrom trifft nicht nur Prominente. Wenn der Leistungsdruck steigt – im Beruf und im Privaten – geht irgendwann gar nichts mehr.

Woran erkennt man Burnout?

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Burnout als einen „Zustand der totalen Erschöpfung“. Das zu Deutsch übersetzte „Ausbrennen“ ist ein langer Prozess mit Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Infektionen. Die Betroffenen ziehen sich zurück, kappen ihre sozialen Kontakte und verlieren ihre Motivation und Leistungsfähigkeit. Wenn der Burnout nicht rechtzeitig erkannt wird, steht am Ende steht der psychische und körperliche Zusammenbruch. Den erleiden rund 100.000 Menschen in Deutschland – Tendenz steigend.

Ursachen des Burnout

Meist führen mehrere Ursachen zu der Krankheit. Grundsätzlich ist Burnout das Ergebnis einer lang andauernden Überlastung. Oft ist es beruflicher Stress. Dieser Stress kann durch einen starken Zeit- und Leistungsdruck, Mobbing oder auch ein schlechtes Arbeitsklima ausgelöst werden. Auch individuelle Faktoren begünstigen das Burnout-Syndrom. So sind besonders diejenigen Menschen dafür anfällig, die sich sprichwörtlich für andere aufopfern und ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund stellen.

Wege raus aus der Krankheit

Therapeutische Hilfe

Meist ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle für Betroffene. Dieser überweist sie zu einem geeigneten Therapeuten oder in eine Klinik. Gemeinsam mit dem Therapeuten bewerten und verarbeiten die Patienten die vergangenen Ereignisse und aktuelle Situationen neu. Betroffene sollen die Verhaltensweisen erkennen, die zum Burnout geführt haben und lernen, sie in Zukunft zu vermeiden. In manchen Fällen können auch traumaspezifische Therapien notwendig sein, zum Beispiel wenn die Ursache für das Burnout in der Kindheit liegt. Parallel zu einer Therapie kann auch eine Kur sinnvoll sein, um sich von seinem Erschöpfungszustand zu erholen.

Im Gespräch mit anderen: Selbsthilfegruppen in Schleswig-Holstein

Selbsthilfegruppen können Betroffenen dabei helfen, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen. Hier können sie mit Gleichgesinnten über ihre Erfahrungen sprechen und sich so gegenseitig unterstützen.

Zur Übersicht aller Selbsthilfekontaktstellen in Schleswig-Holstein

Präventionskurse in Schleswig-Holstein

Den Zusammenbruch verhindern? Wie das geht, kann man in Präventionskursen lernen. Das Kursportal Schleswig-Holstein bietet einen Überblick über Angebote, es wird von der Landesregierung gefördert.

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Portrait der Diplom-Sozialpädagogin Sabine Bogner.
© Sabine Bogner

Interview

Die Diplom-Sozialpädagogin Sabine Bogner leitet die KIBIS-Beratungsstelle Schleswig. 1999 erkrankte sie selbst am Burnout-Syndrom. Heute steht sie wieder voll im Leben.

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