Landesportal Schleswig-Holstein

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Nutzen

Staatskanzlei

Nutzen

Im Krebsregister werden epidemiologische (bevölkerungsbezogene) als auch klinische (behandlungsbezogene) Daten von Neuerkrankungen und Krankheitsverläufen bei Krebspatientinnen und –patienten erfasst, gespeichert und ausgewertet.

Diese Ergebnisse dienen der Landesplanung in Gesundheitsfragen, helfen einzelnen Ärztinnen und Ärzten bei Therapieentscheidungen für ihre Patientinnen und Patienten und dienen der Wissenschaft zur weiteren Erforschung dieser Erkrankungen.

Dazu einige Beispiele:

  • Das Land Schleswig-Holstein kann auf Auswertungen des ehemals epidemiologischen Krebsregisters seit dem Jahr 1998 zurückgreifen. Dabei werden Daten zu Häufigkeit verschiedener Krebserkrankungen, geografischer Verteilung, Alters- und Geschlechtsstruktur der Betroffenen und Aussagen zur Sterblichkeit bzw. zum Überleben zur Verfügung gestellt..
  • Vermutungen über Krebshäufungen in einzelnen Gemeinden geht das Krebsregister gezielt nach. Bei Anfragen zu vermuteten Krebshäufungen kann das Krebsregister innerhalb weniger Tage ermitteln, ob tatsächlich eine statistisch signifikante Erhöhung des Krebsrisikos vorhanden ist.
  • Sinn und Nutzen, aber auch die Limitierungen von Programmen zur Krebsfrüherkennung (z. B. Screeningprogramm auf Brustkrebs) können durch Abgleich mit Registerdaten weiter erforscht werden.
  • Das Krebsregister stellt für jeden Erkrankungsfall die Daten des gesamten Krankheitsverlaufes patientenbezogen zusammen und stellt sie den am Behandlungsprozess Beteiligten zur Verfügung. Damit unterstützt es die Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten verschiedener Fachrichtungen (z. B. Pathologie, Chirurgie, Urologie, Gynäkologie, Strahlentherapie, Onkologie). Die Daten können z. B. die Grundlage für Fallbesprechungen sein, in denen über die laufende und künftige Therapie von Patientinnen und Patienten entschieden wird.
  • Das Krebsregister wertet die erfassten Daten aus und meldet die Ergebnisse zurück an die jeweiligen Leistungserbringer (Kliniken, Praxen). Die Rückmeldungen enthalten u. a. Angaben zu Art und Häufigkeit von Therapien und zu deren zusammengefassten Ergebnissen. Diese Informationen dienen der Qualitätssicherung und geben Anreize für die Qualitätsoptimierung.  
  • Der Umsetzungsgrad von medizinischer Handlungsempfehlungen der Fachgesellschaften kann durch Abgleich mit den Behandlungsdaten geprüft werden.
  • Durch Krebsregister kann die Häufigkeit des Wiederauftretens einer Krebserkrankung nach zunächst erfolgreicher Therapie untersucht werden.
  • Für betroffene Patientinnen und Patienten sind sowohl die Lebensspanne nach einer Krebsdiagnose als auch die Lebensqualität mit der Krebserkrankung bedeutend. Zu beiden Fragen kann ein integriertes Krebsregister Stellung beziehen und Entscheidungshilfen bezüglich der weiteren Therapieangebote geben.
  • Klinische Krebsregister stellen Daten bereit, die Transparenz über die onkologische Versorgung ermöglichen. Die Daten können für landespolitische Planungen, beispielsweise bei der Krankenhaus-Planung, genutzt werden. Darüber hinaus ermöglichen sie für Patientinnen und Patienten Transparenz über das gesamte Versorgungsgeschehen und bieten ihnen eine Orientierung.
  • Krebsregisterdaten bilden die Grundlage für Qualitätskonferenzen. In diesen Konferenzen werden für ausgesuchte Krebserkrankungen die Behandlungsergebnisse aller Kliniken vergleichend vorgestellt. Falls sich, unter Berücksichtigung der lokalen Bedingungen, die Ergebnisse zwischen Leistungserbringern deutlich unterscheiden, so können die Beteiligten mögliche Verbesserungsspielräume erkennen und auf sie reagieren.
  • Die Daten des Krebsregisters stehen auch für die Versorgungsforschung und die Ursachenforschung zur Verfügung. Ergebnisse entsprechender Vorhaben zur Versorgungsforschung können für die Implementierung und die Überprüfung medizinischer Versorgungsempfehlungen genutzt werden. Ergebnisse der Krebsursachenforschung können zur Verbesserung von Präventionsmaßnahmen dienen.