Landesportal Schleswig-Holstein

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Schadstoffbelastung

© M. Staudt, grafikfoto.de

Schadstoffbelastung

Die Aufgaben im Bereich Schadstoffbelastung richten sich nach aktuellen Gefährdungspotenzialen. Untersuchungen werden teilweise im Abstand von einigen Jahren wiederholt, um Veränderungen aufzuzeigen und Bewertungen sind ebenfalls über einen Zeitraum von mehreren Jahren vorzunehmen.

Bestimmung von Alkyl(thio)phosphaten als Metabolite von Organophosphatpestiziden im Urin schleswig-holsteinischer Kinder und Erwachsener

Organophosphate gehören zu den am häufigsten angewandten Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln. Die Exposition der Bevölkerung gegenüber Organophosphatpestiziden erfolgt, soweit keine berufliche Exposition besteht, überwiegend über Rückstände in Nahrungsmitteln, aber auch durch die Anwendung entsprechender Mittel im häuslichen Bereich.

Wegen des raschen Abbaus im Körper können nicht die Wirkstoffe selbst, sondern nur deren mit dem Urin ausgeschiedene Metabolite nachgewiesen werden. Der Metabolismus der Organophosphate im menschlichen Körper führt üblicherweise zur Bildung verschiedener Alkyl(thio)phosphate.
Im ersten Teil der Studie wurden Morgenurinproben von 67 Kindern zur Ermittlung von Referenzwerten untersucht. Im zweiten Teil des Projektes wurden Urinproben von einem Elternteil (zumeist die Mutter) und deren Kind/er untersucht. Dabei wurde über 5 Tage hinweg ein Ernährungsprotokoll geführt und täglich Morgenurin gesammelt.

Einige Alkyl(thio)phosphate wurden häufiger, andere nur in einzelnen Proben und waren nur in sehr geringen Konzentrationen nachweisbar.
In den über 5 Tage gewonnenen Einzelproben fanden sich Konzentrationen von einigen 10 bis 100 μg/l, wobei höhere Werte sporadisch bei den meisten Teilnehmenden auftraten. Diese Belastungsspitzen waren wegen der raschen Metabolisierung und Ausscheidung der Pestizide von kurzer Dauer und üblicherweise am Folgetag nicht mehr nachweisbar. Somit lag, zumindest bei den betroffenen Probandinnen und Probanden dieser Studie, keine dauerhaft erhöhte innere Belastung vor, sondern es kam zu unregelmäßigen Belastungsspitzen.

Die Identifikation möglicherweise belasteter Lebensmittel als Quellen für Pestizide beziehungsweise deren Abbauprodukte wurde anhand der Organophosphatausscheidung und Ernährung innerhalb einer Familie über mehrere Tage vorgenommen. Da ein großer Teil der Nahrungsmittel von allen Familienmitgliedern und häufig über mehrere Tage hinweg verzehrt wurde, konnten durch Vergleich zahlreiche Speisen als Ursache der plötzlich und kurzfristig auftretenden Belastungsspitzen ausgeschlossen werden und für andere mögliche Zusammenhänge vermutet werden. Beispiele dafür werden vorgestellt.

Bestimmung von Alkyl(thio)phosphaten als Metabolite von Organophosphatpestiziden im Urin schleswig-holsteinischer Kinder und Erwachsener (PDF 400KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Umweltministerium © M. Staudt, grafikfoto.de

Schadstoffe polychlorierte Biphenyle (PCB)

In öffentlichen Gebäuden

Zur Ermittlung der PCB-Belastungen in öffentlichen Gebäuden in Schleswig-Holstein, die im Zeitraum von 1960 bis 1975 erbaut, umgebaut oder saniert wurden, wurde ein landesweites Untersuchungsprogramm als Grundlage für gegebenenfalls weitere Untersuchungen und Maßnahmen durchgeführt, da die Vermutung bestand, dass es möglicherweise noch nicht bekannte Fälle von PCB-Belastungen in öffentlichen Gebäuden geben könnte.

Das Messprogramm wurde vom Landesamt für Gesundheit und Arbeitssicherheit, Dezernat Umweltbezogener Gesundheitsschutz, mit Unterstützung der Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte durchgeführt.

PCB in öffentlichen Gebäuden (PDF 135KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Nahrung © Michael Ruff, grafikfoto.de

In der Nahrung bei jungen Frauen

Diese Studie des Landesamtes für Gesundheit und Arbeitssicherheit befasst sich mit der Gesamtaufnahme von polychlorierten Biphenylen (PCB) und weiteren Organochlorverbindungen durch die Nahrung bei jungen Frauen. Die Ergebnisse zeigen, dass hierbei die Schadstoffbelastung im Vergleich zu früheren Untersuchung deutlich zurückgegangen ist.

Ein Grund dafür sind die positiven Auswirkungen der Produktions- und Verwendungsverbote für PCB und für die anderen untersuchten Verbindungen sowie eine Verbesserung technischer Prozesse.

Studie zur Gesamtaufnahme von polychlorierten Biphenylen (PCB´s) bei jungen Frauen (PDF 272KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Kurzfassung der Studie zur Gesamtaufnahme von polychlorierten Biphenylen (PCB´s) bei jungen Frauen (PDF 46KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Gesundheitliche Bewertung von Brandgasen und Brandgerüchen an kalten Brandstellen.

Hinweis: meistens treten keine schädlichen Stoffe als Gase an kalten Brandstellen aus, obwohl es noch zu starken Geruchsentwicklungen kommt.
Gesundheitliche Bewertung von Brandgasen und Brandgerüchen an der kalten Brandstelle (PDF 55KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Strandsand © G. Petzold, MSGWG

Tributylzinn(TBT)-Belastung in Strandsand

Bericht des Landesamtes für Gesundheit und Arbeitssicherheit über "Organische Zinnverbindungen in Strandsand. Ableitung von Richtwerten zur Gefährdungsabschätzung und gesundheitlichen Beurteilung von Bodenkontaminationen mit organischen Zinnverbindungen".
Bericht "Organische Zinnverbindungen in Strandsand" (PDF 180KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Diese Untersuchungen einschließlich einer gesundheitlichen Beurteilung werden auch bei aktuellen Problemfällen durchgeführt, bei denen das Landesamt für soziale Dienste die Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte beratend unterstützt.

Weitere Informationen

Die folgenden Berichte können können kostenlos im Landesamt für soziale Dienste angefordert werden:

  • Spielplatz-Studie
  • Hausgarten-Studie
  • Hausstaub-Studie
  • Baumschul-Studie

Ferner erstellt das Landesamt für soziale Dienste Informationen für die Bevölkerung zu Themen der Innenraumluftqualität bzw. wirkt bei deren Erstellung mit:

  • Schimmelpilze im Innenraum
  • Schimmelpilzleitfaden des Umweltbundesamtes
  • Leitfaden "Innenraumluft in Schulen" des Umweltbundesamtes

Schimmelpilze im Innenraum (PDF 76KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Weiterführende Links

Bundesinstitut für Risikobewertung

DISU Dokumentations- und Informationsstelle für Umweltfragen

GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

Umweltportal Deutschland

www.uba.de

Kontakt

Landesamt für soziale Dienste

Dez. Umweltbezogener Gesundheitsschutz
Adolf-Westphal-Straße 4
24143 Kiel
Telefon: 0431 988-0
Fax: 0431 988-5601