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Aktuelles

Staatskanzlei

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Gentechnische Veränderungen bei Petunien nachgewiesen - Verbot der Vermarktung und Freisetzung

In der EU gibt es keine Zulassung für den Anbau oder die Vermarktung von gentechnisch veränderten Petunien. Damit sind Vermarktung, Anpflanzung oder eine weitere Kultivierung dieser gentechnisch-veränderten Petunien nicht zulässig. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) als in Schleswig-Holstein zuständige Gentechnikbehörde hat eine Allgemeinverfügung erlassen, um sicher zu stellen, dass die gentechnisch-veränderten Petunien nicht weiter in den Verkauf gelangen, betroffene Pflanzen sachgerecht zerstört werden und das Pflanzenmaterial entsorgt wird.

Allgemeinverfügung - Anordnungen nach dem Gentechnikgesetz zu gentechnisch veränderten Petunien (PDF 134KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Informationen zu gentechnisch veränderten Zierfischen

Im Jahr 2016 wurden in Dänemark gentechnisch veränderte Zebrabärblinge (danio rerio) über den freien Handel in den Verkehr gebracht. Die in Dänemark in den Verkehr gebrachten Fische exprimieren das red fluorescent protein (RFP) oder Yellow fluorescent protein (YFP), so dass diese gentechnisch veränderten Fische entweder in den Farben rot oder gelb leuchten (bei Tages – oder Kunstlicht). Neben den in Dänemark identifizierten rot und gelb gefärbten Fischen sind in den Vorjahren in Belgien und in Großbritannien auch gv-Zebrabärblinge im Handel aufgetreten, die ein grün fluoreszierendes Protein (GFP-Green fluorescent protein) exprimieren. In der EU sind der Handel und das Inverkehrbringen dieser Fische verboten. Zuwiderhandlungen können mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 € geahndet werden.
Für Fragen steht Ihnen die zuständige Landesbehörde zur Verfügung:

E-Mail: Gentechnik@melund.landsh.de

Gentechnik mit Biologiebaukästen

Einfach, aber möglicherweise strafbar.

Durch Genome-Editing-Verfahren wie etwa CRISPR-Cas ist es einfach und preiswert möglich, das Erbgut von lebenden Organismen gezielt zu verändern.

Biologiebaukästen aus dem Internet

Mittlerweile können insbesondere im Internet komplette Biologiebaukästen (so genannte „Do-it-yourself“, bzw. DIY-Kits) aus dem Ausland gekauft werden, mit denen daheim und ohne zusätzliche Geräte das Erbgut von Organismen, z. B. E. coli-Bakterien, verändert werden kann.

Gentechnikrecht gilt

Derartige Experimente im heimischen Hobbykeller mögen lehrreich und spannend sein. Abhängig vom konkreten DIY-Kit gilt dafür jedoch das Gentechnikrecht.

Dies ist immer dann der Fall, wenn das DIY-Kit gentechnisch veränderte Organismen (GVO) enthält oder wenn damit GVO erzeugt werden.

Solche gentechnischen Arbeiten dürfen gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 Gentechnikgesetz (GenTG) nur in gentechnischen Anlagen durchgeführt werden, also in geeigneten, behördlich zugelassenen und überwachten Laboren unter Aufsicht eines sachkundigen Projektleiters.

Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen

Das heißt, wer DIY-Kits bestellt und außerhalb gentechnischer Anlagen entsprechend anwendet, riskiert gemäß § 38 Absatz 1 Nummer 2 GenTG eine Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro.

Falls im Rahmen der Nutzung der DIY-Kits GVO freigesetzt werden, droht gemäß § 39 Absatz 2 Nummer 1 GenTG sogar eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Für Nachfragen steht Ihnen die zuständige Landesbehörde zur Verfügung:

E-Mail: Gentechnik@melund.landsh.de