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Nachweis in Hobbyzucht

Staatskanzlei

Nachweis in Hobbyzucht

Datum 02.12.2016

Das FLI hat in Dithmarschen den Geflügelpest-Erreger nachgewiesen. Die Tiere wurden getötet.

Ein Schild mit der Aufschrift: Wildvogelgeflügelpest - Beobachtungsgebiet Wildvogelgeflügelpest (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Weite Teile Schleswig-Holsteins sind mittlerweile zu Beobachtungs- oder Sperrbezirken erklärt worden. © dpa

Die knapp 100 Hühner, Gänse und Enten waren mit einer niedrigpathogenen Form des H5-Erregers infiziert und wurden auf Anordnung der Kreis-Veterinärbehörde getötet. Die Tiere waren aufgestallt gewesen. Der Hof im Amt Mitteldithmarschen ist bis auf Weiteres gesperrt. Im Umkreis von einem Kilometer wurde ein Sperrgebiet eingerichtet.

Schutz vor Ausbreitung

Die Tötung ist vorgeschrieben, um zu verhindern, dass sich die Viren des Subtyps H5 weiterverbreiten und zu einer hochpathogenen Form mutieren. Das ist angesichts der landes- und bundesweiten Ausbreitung der hochpathogenen Aviären Influenza des Subtyps H5N8 umso dringlicher.

Nahezu alle Kreise betroffen

Unterdessen haben sich die von der Geflügelpest betroffenen Gebiete in Schleswig-Holstein erneut ausgeweitet. Nach Feststellung des hochpathogenen Erregers H5N8 bei einem Seeadler nahe Bordesholm reicht das Beobachtungsgebiet erstmals bis in die Stadt Neumünster. Damit sind bis auf Nordfriesland alle Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein von Restriktionsgebieten durch Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln betroffen.

Bei einer Möwe in Lübeck-Travemünde wurde das hochpathogene Geflügelpest-Virus festgestellt. Entsprechend richtet die Veterinärbehörde der Stadt ein Wildvogelrestriktionsgebiet ein. Außerdem stellte das FLI bei einem Wildvogel in Kronshagen den Ausbruch der Geflügelpest fest. Daraufhin hat die Landeshauptstadt Kiel Teile des Stadtgebiets zum Sperrbezirk erklärt.

Verdacht bei Seeadler – Tier wird untersucht

In einem weiteren Verdachtsfall bei einem Seeadler im Kreis Rendsburg-Eckernförde liegen noch keine Ergebnisse des FLI vor. Er war tot an der Schlei aufgefunden worden. In einer ersten Untersuchung wies das Landeslabor das aviäre Influenza-Virus des Subtyps H5 nach. Ob es sich aber um den hochpathogenen Erreger H5N8 handelt, ist noch nicht geklärt. Der Tierkörper wird nun von Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts einer weitergehenden Untersuchung unterzogen. Bislang war bei zwei Seeadlern in Schleswig-Holstein der hochpathogene Erreger H5N8 mit hohen Viruskonzentrationen festgestellt worden.