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Deichverstärkung am Dagebüller Koog

Staatskanzlei

Deichverstärkung am Dagebüller Koog

Das alte plattdeutsche Sprichwort "Keen nich will dieken, de mutt wieken" (wer nicht will deichen, der muss weichen) hat an Aktualität bis heute nichts verloren. Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel stetig steigen und extreme Wetterphänomene treten zunehmend auf. Die Gefahr von Überschwemmungen und Überflutungen nimmt zu.

Dagebüll (Kreis Nordfriesland) mit seinem Fährhafen ist für zahlreiche Feriengäste das Tor zu den Inseln Föhr und Amrum. Die Deichverstärkung Dagebüller Koog ist eine prioritäre Maßnahme nach dem Generalplan Küstenschutz des Landes
Schleswig-Holstein und wird den Lebensraum von rund 900 Einwohnern der Gemeinde Dagebüll schützen. Gleichzeitig nutzt die Gemeinde Dagebüll die Deichverstärkung, um den Ort und den Badestrand touristisch noch attraktiver zu gestalten. So sind ein Veranstaltungsplatz mit landseitiger Tribüne, meerseitige Deckwerkstreppen und ein gepflasterter Treibselabfuhrweg (Treibsel: angespültes Treibgut) auf dem Vorland an der Deichböschung vorgesehen. Und nach Abschluss der Arbeiten werden die für Dagebüll charakteristischen und von Urlaubern beliebten Badebuden wieder ihren Platz wiederfinden.

Der vorhandene Hochwasserschutz für den Dagebüller Koog erfordert eine Deichverstärkung bzw. in einigen Bereichen einen Deichneubau. Gebaut wird am Landesschutzdeich auf rund 1,0 Kilometer Länge. Dabei wird der Deich um rund 30 Zentimeter auf eine Höhe von 7,95 Meter über dem Meeresspiegel erhöht und erhält gleichzeitig eine flachere Außenböschung. Durch die Verbreiterung der Deichkrone auf 5 Meter ist es zukünftigen Generationen möglich, den Deich mit relativ geringem Aufwand weiter zu erhöhen. Damit entspricht der Deich dem neuen Klimaprofil. Der neue Deich verläuft weiterhin in der bestehenden Linie, verschiebt sich aber aufgrund der breiteren Deichbasis wenige Meter seewärts.

Querschnitt (Süd) Querschnitt (Süd) (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © LKN.SH

Die in 2016 begonnene Baumaßnahme ist anspruchsvoll. Die unmittelbar an den Deich reichende Bebauung und der fortlaufende Betrieb des Fährhafens im Hafen Dagebüll Mole mit seinem Straßen- und Bahnanschluss erfordern besondere Planungen und einen speziellen Bauablauf.

Deichverstärkung Dagebüller Koog Nord - 2. Bauabschnitt Deichverstärkung Dagebüller Koog Nord - 2. Bauabschnitt (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © LKN.SH

Die Küstenschutzmaßnahme ist in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt. Sie umfasst die Deichverstärkung der Stöpe (Durchfahrtsbauwerk durch den Deich für den Auto- und Zugverkehr zum Erreichen des Fähranliegers) und den Rückbau des Schöpfwerks Dagebüll, das durch einen zwei Kilometer nördlich entstehenden Schöpfwerksneubau ersetzt wird. Insgesamt werden rund 75.000 Kubikmeter Sand und 45.000 Kubikmeter Klei sowie 4.000 Kubikmeter Schotter transportiert und im Deich eingebaut werden.

Detailinformationen auf einen Blick
Start der BaumaßnahmenJuni 2016
Voraussichtliches ProjektendeEnde 2018
Ingenieur-/Planungskosten etc.0,7 Mio. €
Baukosten12,3 Mio. €
Gesamtkosten: Deichbaumaßnahme, ohne Schöpfwerk13,0 Mio. €
  • davon finanziert durch die EU (ELER)
5,0 Mio. €
  • davon finanziert durch den Bund
5,6 Mio. €
  • davon finanziert durch das Land SH
2,4 Mio. €
Baukosten für den Neubau des Schöpfwerkes
(inkl. Planungsleistungen und Vorarbeiten)
3,0 Mio. €
  • davon finanziert durch den Bund
1,57 Mio. €
  • davon finanziert durch das Land SH
0,68 Mio. €
  • davon finanziert durch den Deich- und Hauptsielverband Südwesthörn-Bongsiel (DHSV)
0,75 Mio. €
Projektträger: Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein.

Stand: Juni 2017

Weitere Informationen zur Baumaßnahme Deichverstärkung Dagebüller Koog erhalten Sie hier

Informationen zum LKN.SH und zum Küstenschutz erhalten Sie hier