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Winterbegrünung

Staatskanzlei

Winterbegrünung

Ackerbau © Werner Doose (MELUR)

Eine Winterbegrünung mit Untersaaten bzw. Zwischenfrüchten bindet den im Herbst nach der Aberntung der Hauptfrucht im Boden noch vorhandenen Reststickstoff und bewahrt das Grundwasser vor der N-Auswaschung und -Verlagerung. Im folgenden Frühjahr steht der auf diese Weise konservierte Stickstoff dann einer Folgekultur wieder zur Verfügung. Damit lässt sich Dünger einsparen und gleichzeitig auch das Grundwasser vor Nitrateinträgen schützen. Mit dieser Maßnahme wird gezielt die Anlage von Untersaaten und der Anbau von Zwischenfrüchten im Ackerbau gefördert, soweit diese über den Winter hin beibehalten werden.

Die ausführliche Maßnahmenbeschreibung erhalten Sie ab Punkt 8.2.7.3.1.

Richtlinie (PDF 126KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Änderung der Richtlinie (PDF 5KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die Winterbegrünung muss bis zum 1. März im auf das Jahr der Ansaat der Zwischenfrüchte und Untersaaten folgenden Jahr beibehalten werden.
Die jährliche Einsaat

  • der Untersaat muss bis spätestens 1. Juli in die Hauptfrucht Mais durch Drillsaat oder gleichwertige Aussaatverfahren mit flacher Einarbeitung (z.B. Hackstriegel) und in andere Hauptfrüchte durch ortsübliche Aussaat mit flacher Einarbeitung,
  • der Zwischenfrucht muss nach Aberntung der Hauptfrucht bis spätestens 15. September durch ortsüblichen Anbau mit flachem Einarbeiten ohne wendende Bodenbearbeitung bzw. von Grünroggen und Gräsern muss bis 10. Oktober nach Mais bzw. Zuckerrüben

erfolgen.

Eine Startdüngung ist nicht zulässig.
Der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ist auf Winterbegrünungsflächen nicht erlaubt.

Begünstigte
Landwirtinnen und Landwirte

Art der Unterstützung
Die Unterstützung wird je Hektar landwirtschaftliche Fläche (LF) (in die Verpflichtung einbezogene LF) gewährt. Der Verpflichtungszeitraum beträgt fünf Jahre.

Höhe der Förderung
Die Höhe der jährlichen Zahlung beträgt:

  • 75 Euro je Hektar Zwischenfrüchte oder Untersaaten
  • 45 Euro je Hektar Zwischenfrüchte oder Untersaaten bei Betrieben, die eine Förderung für die Einführung oder Beibehaltung ökologischer Anbauverfahren erhalten

Eine Kombination der Winterbegrünung mit dem Anbau von Zwischenfrüchten als ökologische Vorrangfläche nach Nr. 9 des Artikels 45 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 639/2014 ist nicht zulässig.

Rechtsgrundlagen

  • Artikel 28 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013;
  • Nationale Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland für die Entwicklung ländlicher Räume M10.0003;
  • Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" GAK-Gesetz-GAKG;
  • GAK-Rahmenplan;
  • Nationale Gesetzgebung im Zusammenhang mit der Durchführung der Direktzahlungen-Regelung nach Verordnung (EU) Nr. 1307/2013;
  • Direktzahlungen-Durchführungsgesetz;
  • Direktzahlungen-Durchführungsverordnung;
  • VO (EU) Nr. 1306/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über die Finanzierung, die Verwaltung und das Kontrollsystem der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 352/78, (EG) Nr. 165/94, (EG) Nr. 2799/98, (EG) Nr. 814/2000, (EG) Nr. 1290/2005, (EG) Nr. 485/2008 des Rates;
  • Agrarzahlungen-Verpflichtungengesetz vom 2. Dezember 2014 (BGBl. i S. 1928);
  • Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung vom 17. Dezember 2014 (BAnz AT 23.12.2014 V1), die durch Artikel 2 der Verordnung vom 10 Juli 2015 BAnz AT 13.07.2015 V1) geändert worden ist;
  • Baselineanforderungen gemäß Artikel 28 Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 (AgrarZahlVerpflV, DüV, PflSchG, PflSchSachkV, PflSchGerätV, PflSchAnwV, Bien-SchV); vgl. hierzu auch die Darstellung in Kap. 8.1;
  • Greening-Bestimmungen gem. Art. 43 der Verordnung (EU) Nr. Nr. 1307/2013.

Antragstellung

  • Auszahlungsantrag jährlich zum 15. Mai gemeinsam mit dem elektronischen Inet-Antrag (Sammelantrag Agrarförderung)
  • Neuanträge können, da die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel vollständig gebunden sind, nicht mehr gestellt werden.

Ansprechpartnerin/Ansprechpartner im Ministerium
Michael Kruse
Tel.: 0431/988-5057
michael.kruse@melund.landsh.de

Doris Neuschäfer
Tel.: 0431/988-5054
doris.neuschaefer@melund.landsh.de

Rainer Thode
Tel.: 0431/988-5081
rainer.thode@melund.landsh.de

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung
Mercatorstraße 3
24106 Kiel

Weitere Downloads/Links

Neue Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen ab 2015 (PDF 153KB, Datei ist nicht barrierefrei)