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Dorsch – Fangbeschränkungen für Angler in der westlichen Ostsee ab 2017

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) weist darauf hin, dass für Freizeitfischer (Angler, Hobbyfischer) in der gesamten westlichen Ostsee ab Januar 2017 eine Fangbegrenzung für Dorsch gilt.

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Aktuelle Regeln zum Angeln auf Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax)

Seit Beginn des Jahres 2016 gelten für Angler an der Nordsee neue Regeln für das Angeln auf Wolfsbarsch. Im Jahr 2017 gelten diese Regelungen in gleicher Weise fort.

So gilt für den Zeitraum vom 01.01. bis zum 30.06.2017 ein vollständiges Entnahmeverbot für Wolfsbarsche. Das im Rahmen der EU-Verordnung zulässige Angeln nach dem Prinzip "Fangen und Zurücksetzen" ("catch & release") gilt in Schleswig-Holstein nicht, weil es sowohl gemäß Landesrecht (Landesfischereigesetz) als auch Bundesrecht (Tierschutzgesetz) verboten ist. Sofern beim gezielten Angeln auf andere Fischarten Wolfsbarsche zufällig mitgefangen werden, sind sie schonend zurückzusetzen.
Ab dem 01.07.2017 darf wieder gezielt auf Wolfsbarsch geangelt werden. Es gilt ab diesem Zeitpunkt ein Tagesfanglimit von einem Wolfsbarsch je Angler. Diese Regelung ist derzeit gemäß EU-Rechtsgrundlage bis zum 31.12.2017 befristet.
Unabhängig vom Fanglimit gilt unverändert das in der Küstenfischereiverordnung SH festgelegte Mindestmaß von 36 cm.
Falls Sie weitere Fragen dazu haben, senden Sie bitte eine Mail an: roland.lemcke@melur.landsh.de

Allgemeines

Aufgrund der enormen Gewässervielfalt kommt in Schleswig-Holstein wirklich jeder Petrijünger auf seine Kosten. So ist die Ostseeküste ein überregional bekanntes und beliebtes Revier für die Freunde der Meerforelle. Vor allem im Frühjahr lassen sich vielerorts Heringe erbeuten, im Herbst und Winter lockt die Brandungsangelei auf Dorsch, Flunder und andere. An der Nordsee lassen sich Makrelen, Wolfsbarsche und natürlich auch Aale, Flundern und viele weitere Fischarten fangen.
Wer es ruhiger mag, kann in den Binnengewässern den vielen interessanten Fischarten des Süßwassers nachstellen, die Fangmöglichkeiten auf Karpfen, Hechte, Zander, Barsche, Aale, Zander und viele andere Fische sind nahezu unbegrenzt.

Die einheimischen Angler sind meist in Vereinen organisiert, die einem der beiden großen Dachverbände angehören. Während die Berufsfischer die größeren Seen im Land bewirtschaften, pachten die zahlreichen Angelvereine vor Ort vor allem Fließgewässer und kleinere stehende Gewässer. Aber auch für auswärtige Angler gibt es unzählige Möglichkeiten, ihrem Hobby nachzugehen, denn fast alle Vereine und Berufsfischer geben für ihre Gewässer auch Gastkarten aus.
Für die Angelfischerei in Schleswig-Holstein ist immer ein gültiger Fischereischein erforderlich. Während in den Küstengewässern in der Regel freier Fischfang herrscht, muss in Binnengewässern grundsätzlich ein Erlaubnisschein des Fischereirechtsinhabers erworben werden. In einigen Teilen der Küstengewässer ist ebenfalls ein Erlaubnisschein Pflicht, so in der Schlei und in den Gewässern in und um Lübeck. Vor dem Angeln sollte man sich auf jeden Fall über die gültigen Gesetze und Verordnungen informieren.
Für weitere Auskünfte zu konkreten Angelmöglichkeiten sollte man sich an die jeweiligen Fischereirechtsinhaber wenden.

Gewerbliche Angelkutter sind eine besondere Möglichkeit, das Angeln auf Nord- oder Ostsee auch mal fernab der Küste zu erleben. Unter fachkundiger Anleitung des Personals auf den Schiffen steht diese Möglichkeit auch Anglern ohne Fischereischein bzw. Urlauberfischereischein offen. Der Verband der Bäder-und Hochseeschiffe hat mit Unterstützung der Fischereiabgabe einen Informationsfilm erstellen lassen, der über das tierschutz- und fischereirechtskonforme Angeln an Bord von Angelschiffen informiert. Interessierte Angler können diesen Film vorab hier ansehen:

http://youtu.be/ovL-S4AVOPM

Hier werden auch Informationen über die Verwendung der Fischereiabgabe anschaulich vermittelt.

Angelschiffe legen in Schleswig-Holstein z. B. in Laboe, Heiligenhafen (Ostsee) oder Büsum (Nordsee) ab.