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Handlungsfelder

Staatskanzlei

Handlungsfelder

In fünf zentralen Handlungsfeldern sollen mit allen Beteiligten der Fachkräfteinitiative "Zukunft im Norden" Maßnahmen, Projekte und Strategien zur Behebung des Fachkräftemangels entwickelt werden.

Handlungsfeld I: Fachkräftebedarf identifizieren und analysieren

Um dem zukünftigen Fachkräftebedarf zielgenau entgegentreten zu können, brauchen wir klare Analysen und Bewertungen der Fachkräftesituation in Schleswig-Holstein und ein aussagekräftiges Frühinformationssystem, das den zukünftigen Fachkräftebedarf differenziert nach Regionen, Branchen und Qualifikationen erfasst. Ein solches Frühinformationssystem muss Hinweise darauf liefern, in welchen Bereichen die Deckung des Fachkräftebedarfs besonders in den Blick genommen werden muss. Verbunden mit einer fortlaufenden Aktualisierung der Analysen und Auswertungen werden die daraus resultierenden Maßnahmen und Projekte zur Fachkräftesicherung regelmäßig angepasst und erweitert. Ein Controlling soll die Prozesse und die Ergebnisse in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Handlungsfeld II: Bildungs- und Aufstiegschancen eröffnen

Zentrale Voraussetzung für gut ausgebildete Fachkräfte sind qualitativ hochwertige Bildungsangebote. Jungen Menschen müssen von Beginn an alle Chancen eröffnet werden, im späteren Berufsleben Ihren Fähigkeiten entsprechend und orientiert an den Bedarfen der Wirtschaft Fuß zu fassen. Dieses Handlungsfeld soll daher die gesamte Bildungslandschaft Schleswig-Holsteins von der frühkindlichen Bildung, über Schule, Grundbildung und berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung bis hin zum Hochschulstudium beleuchten. Schwerpunkte werden die rechtzeitige Berufsorientierung sowie die Übergänge von der Schule in den Beruf / die Ausbildung und in ein Studium sowie vom Beruf – über die Aufstiegsfortbildung – ins Studium sein, die Attraktivität der dualen Ausbildung und der Weiterbildung sowie die Steigerung der Anzahl an Hochschulabsolventen.

Handlungsfelder Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Handlungsfeld III: Fachkräftepotenzial heben und bessere Erwerbschancen schaffen

Das künftige Arbeitskräfteangebot kann einerseits durch Erhöhung des Qualifikationsniveaus, andererseits durch die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung beeinflusst werden. Ein Großteil der Potenziale zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung beruht auf der Annahme, dass Menschen in größerer Zahl und zum Teil auch in einem stärkeren Umfang als heute bereit sind, ihre individuellen Möglichkeiten am Arbeitsmarkt auszuschöpfen. Dies gilt in besonderem Maß für die Personengruppen, die bisher am Arbeitsmarkt oft ungewollt unterrepräsentiert sind, insbesondere für Frauen, Ältere, Langzeitarbeitslose und Migrantinnen und Migranten. Unternehmen profitieren von einem ausgewogenen Mix an Jugend und Erfahrung, männlichen, weiblichen und interkulturellen Sichtweisen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ausgeglichener Work-Life-Balance.

Handlungsfeld IV: Fachkräftebindung stärken

Zukünftig wird es für die Unternehmen in einem noch stärkeren Maße darum gehen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und an einen Betrieb zu binden. Es ist vorrangig eine Aufgabe der Wirtschaft, junge Menschen auszubilden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern, alters- und behindertengerechte, gesundheitsfördernde und familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, ausländische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen und im Sinne des Begriffs „gute Arbeit“ eine angemessene Entlohnung zu vereinbaren und zu gewähren. Ebenso sind die Sozialpartner gefordert. Die Fachkräfteinitiative will Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen hierfür sensibilisieren, gemeinsam mit ihnen Handlungsoptionen erarbeiten und aufzeigen. Insbesondere gehören hierzu Maßnahmen zur Personalentwicklung und Nachfolgestrategien.

Handlungsfeld V: Gezieltes Standortmarketing

Alle Akteure aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind gefordert, die Attraktivität und das Ansehen des Wirtschafts-, Arbeits-, Investitions-, Bildungs-, Wissenschafts-, Lebens- und Innovationsstandortes zu verbessern. Hierfür müssen wir die Zusammenarbeit in verschiedenen Netzwerken aufbauen und stärken. Aber auch einzelne Branchen und Regionen sind angesprochen gemeinsam für den Standort Schleswig-Holstein zu werben.