Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende

Staatskanzlei

Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende und damit ein zentrales Instrument zum Schutz des Klimas. Die Erneuerbaren Energien, das sind Windenergie, Solarenergie, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende und damit ein zentrales Instrument zum Schutz des Klimas. Die Erneuerbaren Energien, das sind Windenergie, Solarenergie, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft.

Bundesweit Vorreiter

In Schleswig-Holstein hatten die Erneuerbaren im Jahr 2013 bereits einen Anteil von ca. 75 Prozent am Bruttostromverbrauch, damit erreichen wir im Länder-Ranking klar einen Spitzenplatz. Zum Vergleich: Im gesamten Bundesgebiet lag der Anteil der Erneuerbaren im selben Jahr bei 26 Prozent. Die geographische Lage an den Küsten von Nord- und Ostsee und die vergleichsweise niedrige Bevölkerungsdichte bieten hier insbesondere hervorragende Voraussetzungen für den Einsatz von Windenergie- und Biomasseerzeugungsanlagen. Daneben leisten auch andere Technologien einen wichtigen Beitrag.

Portraitfoto Dr. Robert Habeck

Wir wollen beispielgebend sein, wie eine Gesellschaft ihre Energieinfrastruktur revolutioniert

Dr. Robert Habeck

Als bundesweiter Vorreiter erzeugt Schleswig-Holstein mit den 2014 installierten Anlagen mehr Strom aus Erneuerbaren Energien, als hierzulande verbraucht wird. Die schleswig-holsteinische Landesregierung strebt an, bis zum Jahr 2025 mindestens 300 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien zu decken.

Beschleunigter Netzausbau

Ein besonderer Aspekt ist dabei auch, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Einklang mit einem beschleunigen Netzausbau erfolgen muss. Der Ausbau der Stromnetze muss gewährleisten, dass der in Schleswig-Holstein erzeugte Windstrom, der die kosteneffizienteste Form der Erneuerbaren Energien darstellt, in die Verbrauchszentren abtransportiert werden kann.

Eine Reihe von Windrädern auf einem Rapsfeld
© M. Staudt / grafikfoto.de
Zwei Solarpanels auf einer Wiese
© M. Staudt / grafikfoto.de
Mehrere Windräder im Licht der aufgehenden Sonne
© A. Birresborn / grafikfoto.de
Eine Biogasanlage, davor ein Traktor
© M. Staudt / grafikfoto.de

Energiedrehscheibe Deutschlands

Schleswig-Holstein wird aufgrund seiner geographischen Lage und des immer weiter fortschreitenden Ausbaus der Onshore Windenergie immer mehr zur "Energiedrehscheibe" zwischen Deutschland und den skandinavischen Ländern. Das Land entwickelt sich damit zunehmend zu einem Knotenpunkt der Energiewende. Diese besondere Rolle ist gleichzeitig aber auch eine Herausforderung, der sich die Landesregierung gerne stellt, denn schließlich profitiert Schleswig-Holstein bereits heute in vielfältiger Weise vom Ausbau der Erneuerbaren. Denn sie bilden die Grundlage dafür, zukünftig einen ressourcenschonenden und kostengünstigen Beitrag an der Energieversorgung sicherzustellen.

Arbeitsplätze

Dabei ist auch von besonderer Bedeutung, dass die Wertschöpfung des Energiesektors dem Land und seinen Menschen zugutekommt. Es sind bereits viele zukunftsfähige Arbeitsplätze in dieser "jungen Branche" entstanden. Im Jahr 2013 waren in Schleswig-Holstein rund 15.400 Menschen in der Branche der Erneuerbaren Energien beschäftigt.

Beirat für Energiewende und Klimaschutz (Energiewendebeirat)

Zur Begleitung der Energiewende in Schleswig-Holstein hat das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MELUR) einen Beirat für Energiewende und Klimaschutz (Energiewendebeirat) ins Leben gerufen. Der Beirat kommt jährlich zu seinen Sitzungen zusammen.
mehr lesen

Bereich Wärme

Der Wärmemarkt steht beim Ausbau der Erneuerbaren Energien bisher kaum im Fokus der öffentlichen und politischen Diskussion. Dabei gibt es gute Gründe sich intensiver mit diesem Energiesegment zu befassen:

  • Für private Haushalte haben die Kosten der Wärmeversorgung in der Regel einen höheren Ausgabenanteil als Strom.
  • Der Wärmesektor ist mit einem Anteil von über 50 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs das größte Segment innerhalb der Energiebranche. Davon entfallen auf den Gebäudebereich rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs, hinzu kommt Wärme für industrielle Prozesse.
  • Die Umsetzung der europäischen, nationalen und schleswig-holsteinischen klimapolitischen Ziele wird bei konsequenter Umsetzung tief greifende Auswirkungen auch auf die bisherige Wärmeversorgung haben.

Übergeordnetes Klimaschutzziel auf europäischer und auf Bundesebene ist die Minderung der Treibhausgasemissionen um 80-95 Prozent bis 2050 gegenüber 1990. Das bedeutet: bezogen auf den Wärmesektor dürfen die durchschnittlichen CO2-Emissionen 2050 nur noch zwischen 35-65 kg pro Megawattstunden (MWhth) liegen. Die CO2-Emissionen fossiler Brennstoffe liegen deutlich höher, z.B. sind es bei einer Ölheizung rund 300 kg pro MWhth, bei Gas-Brennwertkesseln 180 kg pro MWhth. Auch moderne Anlagen, die durch Solarthermie unterstützt werden, erreichen die Reduktionsziele mit Abstand nicht. D.h. fossile Brennstoffe können im Wärmemarkt 2050 keine nennenswerte Rolle mehr spielen.

Für die Politik wie für die Akteure im Wärmesektor kommt es deshalb in den kommenden Dekaden darauf an, Weichen zu stellen, die den erforderlichen Umbau begünstigen sowie kontraproduktive Rahmenbedingungen und "stranded Investments" verhindern.

Eckpunkte einer solchen Strategie für den Wärmesektor sind:

  • Senkung des Wärmebedarfs bei Neubauten durch Anhebung der ordnungsrechtlichen Anforderungen,
  • ausreichende Förderinstrumente für eine deutlich verstärkte wärmetechnische Sanierung des Gebäudebestandes,
  • Optimierung der Wärmeinfrastruktur für den Gebäudebestand,
  • Ausbau der Wärme aus Erneuerbaren Energien.


Energie- und Klimaschutzinitiative Schleswig-Holstein "EKI" 2014-2020

Logo der Energie- und Klimaschutzinitiative (EKI) © Investitionsbank Schleswig-Holstein (IBSH)

Die Energie- und Klimaschutzinitiative (EKI) ist eine Initiative des Landes Schleswig-Holstein und wird die Umsetzung der Energiewende, insbesondere mit Blick auf Energieeinsparung, Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien, auf kommunaler Ebene als Maßnahme der Strukturförderung im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützen.

Bereich Mobilität

Die Verkehrsnachfrage hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig erhöht: Seit 1960 ist die Verkehrsleistung im Personenverkehr um das Vierfache und im Güterverkehr um mehr als das Dreifache gestiegen. Und auch für die Zukunft wird ein großer Zuwachs im Personen- und Güterverkehr prognostiziert.

Analog zur Entwicklung der Verkehrsnachfrage ist auch der Energieverbrauch des innerdeutschen Verkehrs deutlich gestiegen: Zwischen 1960 und 2000 hat er sich mehr als verdreifacht. Erst seit einigen Jahren ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Über 90 % der eingesetzten Energie basiert weiterhin auf Erdöl.
mehr lesen