Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Verbraucheranfrage nach der REACH-Verordnung

Staatskanzlei

Verbraucheranfrage nach der REACH-Verordnung

Im Zuge der europäischen REACH-Verordnung über die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe werden besonders besorgniserregende Stoffe identifiziert [http://www.reach-info.de/svhc.htm] und in der sogenannten Kandidatenliste geführt. Es handelt sich dabei um krebserregend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend Stoffe, solche die gleichzeitig giftig und langlebig in der Umwelt sind und sich in Organismen anreichern, Stoffe die sehr langlebig in der Umwelt sind und sehr sich stark in Organismen anreichern, sowie um Stoffe, mit ähnlich besorgniserregenden Eigenschaften z.B. hormoneller Wirkung.

Werden chemische Stoffe zu Erzeugnissen verarbeitet (z.B. ein Farbstoff in einem Kunststoffprodukt), müssen innerhalb der Lieferkette Informationen zu den enthaltenen, besonders besorgniserregenden Stoffen und zur sicheren Handhabung weitergegeben werden. Verbraucher können beim Händler, Hersteller oder Importeur nachfragen, welche besonders besorgniserregenden Stoffe der Kandidatenliste in einem Erzeugnis enthalten sind. Falls Kandidatenstoffe im Erzeugnis enthalten sind, müssen die Lieferanten den Verbraucher innerhalb von 45 Tagen nach Eingang der Anfrage darüber informieren. Sind die Stoffe nicht enthalten, gibt es keine Pflicht zur Rückmeldung seitens des Lieferanten.

Die Auskunftspflicht gilt sobald die Konzentration des jeweiligen Stoffes im Erzeugnis 0,1 Massenprozent überschreitet. Sie gilt für die meisten Gegenstände, z.B. Haushaltswaren, Textilien, Schuhe, Sportartikel, Möbel, Heimwerkerbedarf, Elektro-/Elektronikgeräte, Spielzeug, Fahrzeuge oder Verpackungen. Sie gilt nicht in Bereichen, die speziellen Regelungen unterliegen. Dazu gehören Medizinprodukte, Arzneimittel, Lebensmittel, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel, Futtermittel, Pflanzenschutzmittel und Biozide.

Verbraucherinnen und Verbraucher können auch die App Scan4Chem des Umweltbundesamtes für ihre Anfragen verwenden. Nutzer können mit "Scan4Chem" den Barcode eines Produktes scannen und automatisch eine Anfrage an den Anbieter senden.