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Mobilität mit dem ÖPNV

Staatskanzlei

Mobilität mit dem ÖPNV

Vernetzung von Bus und Bahn in Schleswig-Holstein

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist eine wichtige Säule im Verkehrskonzept des Landes Schleswig-Holstein. Darin angestrebt wird eine Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel.

Mobilität für Alle - Fahrgäste des ÖPNV © M.Staudt / grafikfoto.de

Die Aufgaben und Ziele des ÖPNV sind im ÖPNV-Gesetz des Landes Schleswig-Holstein definiert: Es soll eine ausreichende Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen in allen Teilen des Landes gewährleistet werden.

Der ÖPNV umfasst den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und den sogenannten übrigen öffentlichen Personennahverkehr, also die Bus- und U-Bahn-Verkehre.

Die Zuständigkeit (Aufgabenträgerschaft) für den SPNV liegt beim Land und wird wahrgenommen durch die NAH.SH GmbH.

Näheres zu den Aufgaben der NAH.SH finden Sie hier:

NAH.SH - die Aufgaben

Wer ist zuständig?

Die Aufgabenträgerschaft für die Bus- und U-Bahnverkehre liegt bei den Kreisen und kreisfreien Städten.

Durch die "Landesverordnung über die Finanzierung des straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs in Schleswig-Holstein" (Laufzeit: 2007–2012) bzw. durch die "Landesverordnung über die Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs mit Bussen und U-Bahnen" (Laufzeit: 2013–2017), kurz: Finanzierungsverordnung (FinVO), hat das Land alle Finanzmittel, die vom Land für den straßengebundenen ÖPNV bis 2007 gezahlt wurden, auf die Kreise und kreisfreien Städte als Aufgabenträger übertragen. Seit dem 01.01.2013 sind diese kommunalen Aufgabenträger auch zuständige Genehmigungsbehörde nach dem Personenbeförderungsgesetz für Linienverkehr und Gelegenheitsverkehr mit Kraftfahrzeugen.

Die Aufgaben- und die Ausgabenverantwortung für den Busverkehr liegt somit gebündelt bei den Kreisen und kreisfreien Städten.

Die Kreise und kreisfreien Städte stellen in regelmäßigen Abständen für den übrigen öffentlichen Personennahverkehr Regionale Nahverkehrspläne (RNVP) auf. Diese dienen dann als Rahmenvorgabe für die Entwicklung in den jeweiligen Kreisgebieten. Hierbei werden auch Belange des Landesweiten nahverkehrsplanes (LNVP) und die Interessen der benachbarten Kreise berücksichtigt.

Verkehrsverbünde

In Schleswig-Holstein gibt es zwei große Verkehrsverbünde.

NAH.SH GmbH

Die Aufgabenträger – also für den Schienenpersonennahverkehr das Land und für den Öffentlichen Personennahverkehr die Kreise und kreisfreien Städte – haben im Oktober 2014 die Gründung eines Verkehrsverbundes beschlossen. Im Rahmen dessen wurde die bisherige Landesweite Verkehrsservicegesellschaft mbH (LVS) umbenannt in Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH).

Durch eine optimierte Zusammenarbeit der Aufgabenträger untereinander und klare Vereinbarungen mit den Verkehrsunternehmen sollen die Leistungen von Bahn und Bus künftig als Gesamtsystem wahrgenommen werden und für den Kunden verständlicher und als Teil der Mobilität gestaltet werden. Dazu werden gemeinsame Standards entwickelt und Projekte wie z.B. die landesweite Echtzeitinformation und die Weiterentwicklung des Schleswig-Holstein-Tarifs vorangetrieben.

http://www.nah.sh/

Hamburger Verkehrsverbund

Der Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) umfasst das Hamburger Stadtgebiet sowie die an Hamburg grenzenden schleswig-holsteinischen Kreise Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Segeberg und Stormarn sowie die niedersächsischen Landkreise Harburg, Lüneburg und Stade. Das Nahverkehrsangebot im südlichen Schleswig-Holstein liegt komplett im Einzugsbereich des HVV.

Der Einzugsbereich des HVV erstreckt sich über ca. 8.600 km² mit rund 3,3 Millionen Einwohnern. Gut 2,4 Millionen Fahrgäste sind an einem durchschnittlichen Werktag mit dem HVV unterwegs. 30 Verkehrsunternehmen bedienen rund 700 Schnellbahn-, Regionalverkehrs-, Bus- und Schiffslinien. 

Der HVV-Verbundraum wurde im Dezember 2002 deutlich in das schleswig-holsteinische Umland erweitert. Zum 1. Januar 2005 erfolgte die Erweiterung auf die südlichen Hamburg- Randkreise. Eine weitere Ausweitung des Verbundraumes in Schleswig-Holstein ist nicht vorgesehen. Vielmehr sollen die Schnittstellen zwischen dem HVV-Tarif und dem Schleswig-Holstein-Tarif soweit wie möglich reduziert werden.

Der HVV wurde am 29. November 1965 als erster Verkehrsverbund der Welt gegründet.

http://www.hvv.de

Bürgerbusse

In manchen dünn besiedelten Regionen Schleswig-Holsteins organisieren sich neben dem klassischen Linienverkehr neue Formen der öffentlichen Mobilität. Sogenannte „Bürgerbusse“ werden ehrenamtlich betrieben. Sie können Lücken im vorhandenen Busnetz schließen und auf lokale Mobilitätsbedürfnisse besonders spezifisch eingehen.

Solch ehrenamtliches Engagement ist zu begrüßen. Die „Bürgerbusse“ stellen jedoch nur eine Ergänzung des gesamten Angebots dar, da die Sicherstellung eines funktionstüchtigen öffentlichen Personennahverkehrs Aufgabe öffentlicher Träger ist und bleiben muss.