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Bahnangebot in Schleswig-Holstein

Staatskanzlei

Bahnangebot in Schleswig-Holstein

Gut vernetzt durch Schleswig-Holstein – die Bahnverbindungen in Nah- und Fernverkehr

Zug auf dem Kieler Hauptbahnhof, Menschen auf dem Bahnsteig Verkehr Bahnhof Zug (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © M. Staudt / grafikfoto.de

In Schleswig-Holstein gibt es ein gut ausgebautes Schienennetz, viele barrierefrei ausgebaute Bahnhöfe und zahlreiche Zugverbindungen, die täglich von vielen Pendlern, Schülern und Touristen genutzt werden.

Fernverkehr

Auf den in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Hauptlinien entlang der Achsen von Sylt, Flensburg, Kiel und Fehmarn/Lübeck nach Hamburg bietet die Deutsche Bahn AG mit InterCityExpress-, EuroCity- und InterCity-Zügen viele Fernverkehrsverbindungen zwischen Schleswig-Holstein und West-, Süd- und Ostdeutschland sowie mit Dänemark, der Schweiz und Tschechien an.

Von der auf 230 km/h ausgebauten Strecke Hamburg–Berlin profitiert Schleswig-Holstein mit einer ICE-Fahrzeit Kiel–Berlin von nur noch zwei Stunden und 50 Minuten sowie dem EC/IC-Halt Büchen, der auch die Fahrzeit zwischen Ostholstein/Lübeck und Berlin reduziert hat.

Seit Dezember 2007 gibt es außerdem ICE-Verbindungen auf den Strecken Berlin–Hamburg–Lübeck–Kopenhagen und Berlin–Hamburg–Flensburg–Århus, seit 2010 ist Flensburg im Zwei-Stundentakt über Jütland mit Kopenhagen verbunden.

Nahverkehr

Der Schienenpersonennahverkehr in Schleswig-Holstein wird zurzeit von sechs Verkehrsunternehmen – nämlich von der DB Regionalbahn Schleswig-Holstein (RB.SH), der S-Bahn Hamburg GmbH, der Eisenbahn-Aktiengesellschaft Altona–Kaltenkirchen–Neumünster (AKN), der Nordbahn (NBE) sowie der Norddeutsche Eisenbahngesellschaft Niebüll (NEG) und der Arriva – betrieben. Bedient werden zurzeit 169 Bahnhöfe und Haltepunkte im Land.

Das Angebot gliedert sich in schnelle Express- und etwas langsamere Regional-Linien i.d.R. mit Halt an allen Unterwegsbahnhöfen. Zum Teil überlagern sich Express- und Regionallinien zu Stunden- bzw. Halbstundentakten zwischen den größeren Orten.

Darüber hinaus wird Schleswig-Holstein von den Hamburger U- und S-Bahn-Linien berührt.

Saisonale Zugangebote überwiegend an Sommerwochenenden schaffen darüber hinaus attraktive Verbindungen in viele Tourismusregionen:

  • DB Regionalbahn Schleswig-Holstein: Nordfriesland–Sylt (Sonnabends im Sommer)
  • RE Hamburg: Ahrensburg–Ostholstein–Fehmarn (Sommerwochenenden)
  • RB Kiel: Probstei–Schönberger Strand (Kieler Woche)

Wettbewerb im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV)

Das Land Schleswig-Holstein setzt seit Mitte der 1990er Jahre ein sogenanntes Wettbewerbskonzept im Schienenpersonen-Nahverkehr um. Ziel ist es, durch einen kontrollierten Wettbewerb zwischen verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen die Zuschüsse für den öffentlichen Verkehr angemessen zu reduzieren. Für Schleswig-Holstein konnten mit den wettbewerblichen Vergaben in den vergangenen Jahren im Durchschnitt Einsparungen im Umfang von fast 40 Prozent erreicht werden.

Regionalbahn an einem Bahnsteig im Schnee © grafikfoto.de / M. Staudt

Ab dem Jahr 2010 wurden deutliche Einsparungen durch die Vergabe des Netz Ost (Lübecker Stern) erzielt, ab 2012 weitere Einsparungen durch die Vergabe des Netzes Nord (Bad Oldesloe–Neumünster–Büsum; Kiel–Bad St. Peter-Ording und Kiel–Flensburg). Der neue Verkehrsvertrag für das Netz Mitte (Hamburg–Itzehoe / Kiel / Flensburg) gilt seit Dezember 2014. Auch hier wurden weitere Zuschussreduzierungen erreicht.

Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement zielt darauf ab, zusätzliche Anreize zu schaffen, um die Qualität für die Fahrgäste zu verbessern. Bereits 2005 wurde die Vereinbarung über das Qualitätsmanagementsystem mit den in Schleswig-Holstein agierenden Verkehrsunternehmen unterzeichnet. Damit werden neben der Pünktlichkeit weitere Qualitätsmerkmale erfasst und bewertet. Dabei kommen auch Merkmale zum Zuge, die schwieriger zu messen sind. Hierzu gehören zum Beispiel die Sauberkeit der Fahrzeuge oder die Freundlichkeit des Zugpersonals. Vier Mal jährlich werden die Fahrgäste hierzu um ihr Urteil gebeten.

Zusätzlich bewerten sogenannte Qualitätstester die Züge. Alle Ergebnisse fließen am Ende des Jahres in eine Gesamtnote ein. Erreicht ein Unternehmen bessere Werte als der zuvor festgelegte Zielwert erhält es einen zusätzlichen finanziellen Bonus. Im anderen Falle muss es einen Malus an das Land zahlen. Die Zuschüsse, die das Land für den Schienenpersonen-Nahverkehr gewährt, können damit um fünf Prozent höher oder niedriger ausfallen. Auf alle Eisenbahnunternehmen bezogen sind damit 16,6 Millionen Euro disponibel.

Fahrgastrechte

Die Landesregierung und die Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH) wollen mit den SPNV-Unternehmen und dem gemeinsam mit dem Hamburger Verkehrsverbund eine einheitliche Kundengarantie einführen. Diese soll deutlich über die ab Sommer 2009 geltenden gesetzlichen Fahrgastrechte hinausgehen: Fahrgäste sollen bei mehr als 20 Minuten Verspätung die Hälfte des Fahrpreises erstattet bekommen. Gegenwärtig steht eine Zustimmung der SPNV-Unternehmen noch aus.