Landesportal Schleswig-Holstein

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Ausbildung - Arbeiten beim Land Schleswig-Holstein

© Holger Stöhrmann

Grundschullehrer

Julian Lotz ist 28 Jahre alt und derzeit als Referendar an der Grundschule Dänischenhagen tätig.

Ein Mann an der Grundschule? Das ist in der Tat exotisch. Für mich war das immer schon mehr Berufung als Beruf. Wie bei vielen anderen, war auch bei mir meine Grundschullehrerin eine prägende Person – ein Vorbild. Zwei Praktika in Klassenstufe 9 &10 führten mich an meine alte Grundschule zu meiner ehemaligen Klassenlehrerin zurück. Hier faszinierte mich bereits die Arbeit mit den Kindern und ich befasste mich zum ersten Mal mit dem Gedanken, Grundschullehrer zu werden. Da diesen kurzen Praktika jedoch kaum aussagekräftig sind, entschied ich mich dazu, nach dem Abitur ein Schuljahr lang auf freiwilliger Basis an einer Grundschule zu hospitieren. Dieses Jahr überzeugte mich vollends, sodass ich 2010 ein Studium für Lehramt an der Universität Flensburg begann.

"Die Arbeit mit den Schülern ist die größte Motivation"

Leider war das Studium sehr zäh und Theorie-orientiert. Während des Master-Studiengangs hatte ich jedoch das große Glück, an einer tollen Grundschule mit einem wunderbaren Kollegium und einer einzigartigen Schulleiterin arbeiten zu dürfen, die sich auch dafür stark gemacht hat, mich im Referendariat auszubilden. Die tägliche Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern ist die größte Motivation. Wenn man morgens vor der Schule über den Schulhof geht und die Kinder einem lachend entgegenstürmen, dann weiß man, wofür man die Nachmittage am Schreibtisch verbringt oder auch mal am Wochenende in der Schule etwas vorbereitet.

Kinder fürs Lernen begeistern

An meiner Ausbildungsschule führen die Kinder ein Lerntagebuch, in dem sie in regelmäßigen Abständen ihr Handeln in der Schule reflektieren: Was habe ich dazugelernt? Wie habe ich gearbeitet? Mit wem arbeite ich gut zusammen? Ich mag es sehr, den Kindern so viel Verantwortung zu übertragen. Und es ist spannend zu sehen, wie sie mit ihren Aufgaben wachsen. Als besondere Herausforderung sehe ich die unterschiedlichen Hintergründe der Kinder. Aber hieraus ergibt sich auch mein Ziel: die Kinder für das Lernen zu begeistern und sie für ihr weiteres (Schul-)Leben vorzubereiten. Das mag bei einem Kind mehr und dringender sein als bei einem anderen. Nach vielen Jahren sollen sich aber alle Kinder immer noch gerne an ihre Grundschulzeit zurückerinnern können.