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Ausbildung - Arbeiten beim Land Schleswig-Holstein

© Holger Stöhrmann

Ausbildung - Fragen & Antworten

Fragen und Antworten

Wann ist Bewerbungsschluss? Wo muss ich mich überhaupt bewerben? Und wieso brauche ich kein Bewerbungsfoto? Antworten zu diesen und weiteren Fragen findet ihr hier im schnellen Überblick.

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Wo bewerbe ich mich?

Das hängt von dem Ausbildungsberuf / Studiengang ab. Die jeweiligen Ansprechpartner findest du unter der Rubrik "Berufe A-Z" und dann bei dem Beruf, der dich interessiert.

Kann ich meine Bewerbung auch als PDF-Datei übersenden?

Wenn du dich bei der Polizei oder beim Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein (LVermGeo SH) bewerben möchtest, dann ist dies möglich.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?

Wenn du dich entschieden hast, dich für einen Beruf zu bewerben, dann sende deine Bewerbung an die angegebene Adresse. Dort wird deine Bewerbung durchgesehen und bei Interesse kommen wir auf dich zu. Regelmäßig erfolgt das Auswahlverfahren über Assessment-Center, manchmal sind dem auch schriftliche Tests oder ein Gespräch vorgelagert oder bei der Polizei ein Fitnesstest. Das ist in jedem Bereich anders. Am besten du erkundigst dich bei der angegebenen Stelle.

Wann ist Bewerbungsschluss?

Das hängt von dem Beruf ab, auf den man sich bewirbt. Meist ist ein Jahr vor Ausbildungsbeginn Bewerbungsschluss.

Wann ist Ausbildungsbeginn?

Die meisten Ausbildungen / Studiengänge beginnen am 01.08 und am 01.09 jeden Jahres oder je nach Bedarf.

Wieso verzichtet das Land auf Bewerbungsfotos?

Das Land als Arbeitgeber möchte die Bewerber nur nach ihren Leistungen und Fähigkeiten beurteilen. Ein Bewerbungsfoto kann die Objektivität beeinflussen und ist somit eher hinderlich für eine optimale Bewerberauswahl.

Ich habe eine ausländische EU-Staatsangehörigkeit. Kann ich in Deutschland Beamter werden?

Das Land Schleswig-Holstein begrüßt ausdrücklich Bewerbungen von Menschen aus aller Welt.

Für die Einstellung in das Beamtenverhältnis wird die Staatsbürgerschaft aus Deutschland, eines EU-Mitgliedstaats oder Vertragsstaates (Schweiz, Island, Liechtenstein oder Norwegen) benötigt. Da im Einzelfall Ausnahmen von der erforderlichen Staatsangehörigkeit zugelassen werden können, macht eine Bewerbung auf jeden Fall Sinn.

Werde ich nach der Ausbildung übernommen?

Dafür kann – bis auf die Polizei - keine Garantie gegeben werden, die Chancen stehen jedoch sehr gut, wenn deine Leistungen es auch sind. Aufgrund des demographischen Wandels werden in den nächsten Jahren immer viele Stellen frei, die besetzt werden müssen.

Bevor ich mich für eine Ausbildung entscheide, möchte ich den Bereich gerne kennenlernen?

Es gibt in vielen Bereichen die Möglichkeit ein Praktikum zu machen. Nimm doch einfach Kontakt zu den Ausbildungsbereichen auf.

Was ist ein Anwärter bzw. eine Anwärterin?

Ein Anwärter / eine Anwärterin ist jemand, der später mal ein öffentliches Amt als Beamter bekleiden wird und zu diesem Zwecke bereits die Ausbildung oder das Studium im Beamtenverhältnis absolviert.

Wieso werden einige Ausbildungen nur im Beamtenverhältnis angeboten? Welche Vorteile sind damit verbunden, welche Einschränkungen?

In der Landesverwaltung sind sowohl Angestellte als auch Beamte tätig. Beamte werden in der Regel in hoheitlich tätigen Bereichen eingesetzt (zum Beispiel Polizei, Finanzverwaltung, Ministerien). Zunächst leisten sie im Rahmen ihrer Ausbildung bzw. ihres dualen Studiums den sogenannten Vorbereitungsdienst im Beamtenverhältnis auf Widerruf ab. Nach der Ausbildung bzw. dem dualen Studium kann eine Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe erfolgen.

Später werden sie bei Vorliegen der Voraussetzungen zu Beamten auf Lebenszeit ernannt.
Solltest du verbeamtet werden, stehst du in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis zu deinem Dienstherrn - dem Land Schleswig-Holstein. Dieser hat wiederum eine Fürsorgepflicht. Das bedeutet, dass das Land für deine Altersabsicherung, deine Krankenversorgung und im Falle einer Dienstunfähigkeit dafür Sorge tragen muss, dass es dir gut geht.

Weitere Unterschiede ergeben sich beispielsweise in der wöchentlichen Arbeitszeit. Ein Beamter muss wöchentlich regelmäßig 41 Stunden arbeiten und ein Angestellter 39 Stunden.

Ist eine Ausbildung auch in Teilzeit möglich?

Ja, dies ist grundsätzlich möglich. Es ist eine Teilzeit von mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit zu leisten und es dürfen dienstliche Belange dem nicht entgegenstehen.

Was ist der Unterschied zwischen Beamten und Angestellten ?

Beamte stehen in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis. Ihre Beschäftigungsbedingungen werden durch Gesetz und Verordnung geregelt, zum Beispiel durch das Landesbeamtengesetz. Beamte werden in der Regel in hoheitlich tätigen Bereichen eingesetzt (zum Beispiel Polizei, Finanzverwaltung, Ministerien). Ein fertig ausgebildeter Beamter wird nach erfolgreich bestandener Probezeit von in der Regel 3 Jahren zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. Die Einstellung als Beamter erfolgt durch Ernennung (Ernennungsurkunde) und nicht wie bei Angestellten durch einen Arbeitsvertrag.
Angestellte stehen in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis zum Arbeitgeber - dem Land Schleswig-Holstein. Dieses Arbeitsverhältnis richtet sich nach den entsprechenden Bestimmungen des Tarifvertrages für den Öffentlichen Dienst der Länder (TV-L).

Erhalten Beamte und Angestellte eigentlich das gleiche Gehalt und müssen sie die gleichen Abgaben zahlen?

Das Grundgehalt eines Beamten richtet sich nach dem Amt, das er erreicht hat (z.B. Inspektor oder Oberamtsrat) und seiner Dienstaltersstufe. Je länger er als Beamter tätig ist, desto höher ist seine Dienstaltersstufe. Außerdem gibt es noch Familienzuschläge, Amtszulagen und Stellenzulagen. Die Beträge sind in den sogenannten Besoldungstabellen aufgeführt, die das Finanzministerium erstellt und bekanntgibt.
Das Gehalt eines Angestellten wird tarifvertraglich geregelt. Für die Angestellten, die beim Land Schleswig-Holstein arbeiten, gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TVL) und die Entgeltordnung. In der Entgeltordnung wird festgelegt, wie sich das Gehalt errechnet. Jeder Angestellte wird dazu nach bestimmten Tätigkeitsmerkmalen in eine Entgeltgruppe eingruppiert; Außerdem wird er einer Erfahrungsstufe zugeordnet. Zudem gibt es noch verschiedene Zulagen.
Aufgrund dieser verschiedenen Regelwerke unterscheiden sich die Bruttogehälter von Beamten und Angestellten, auch wenn sie eine vergleichbare Tätigkeit ausüben. So fällt das Gehalt eines Angestellten, das er brutto erhält, höher aus als das eines Beamten. Allerdings hat ein Beamter weniger Abzüge, denn nur Angestellte müssen in die Arbeitslosen - und Rentenversicherung einzahlen.
Ein Beamter im Ruhestand bezieht Pension, ein Tarifbeschäftigter erhält später eine Rente. Rente plus betriebliche Zusatzversicherung (VBL) ergeben circa das Niveau einer entsprechenden Pension.
Eine direkte Vergleichbarkeit der Netto- bzw. Alterseinkünfte ist aufgrund der unterschiedlichen Anstellungs- bzw. Rechtsverhältnisse nur bedingt möglich.

Welche Vorteile hat es, im öffentlichen Dienst bzw. beim Land Schleswig-Holstein zu arbeiten?

Eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst bedeutet, eine sinnvolle Aufgabe für die Gesellschaft wahrzunehmen - stets mit dem Gedanken des guten Zwecks dahinter. Dieses Bewusstsein spornt an und ermutigt dazu, die Abwechslung und Vielfalt, die der öffentliche Dienst bietet, zu nutzen. Bei einer Vielzahl unserer Berufe besteht bei entsprechender Qualifikation und freien Stellen die Möglichkeit, den Arbeitsplatz nach einer bestimmten Zeit zu wechseln, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Die Verzahnung von Theorie und Praxis bereits während der Ausbildung bzw. des Studiums trägt hierzu bei und schafft einen Überblick über verschiedene Tätigkeitsfelder. Nach Abschluss der Ausbildung oder des dualen Studiums warten gute Fortbildungsmöglichkeiten, die zum Aufstieg beitragen können.

Des Weiteren bietet das Land Schleswig-Holstein als Arbeitgeber gute Möglichkeiten, um Beruf, Familie und Privates in Einklang zu bringen ("work-life-balance"). Dies macht sich z.B. durch die flexiblen Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit oder Sabbat-Auszeiten bemerkbar. Neben Mutterschutz und Elternzeit kann der öffentliche Dienst vor allem auch mit einer Freistellung zur Betreuung und Pflege von Kindern werben.
Zudem wird die Wohnraumarbeit ("home-office") als Alternative zur Arbeit im Büro angeboten. Zeitsouveränität wird ebenfalls durch gleitende Arbeitszeit und den Auf- bzw. Abbau von Zeitguthaben im Rahmen von Arbeitszeitkonten gewährleistet. Die soziale Absicherung wird groß geschrieben. So gibt es beispielsweise Auffangmöglichkeiten bei Dienstunfähigkeit.

Gleichbehandlung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spielt im öffentlichen Dienst eine bedeutende Rolle und wird vom Land Schleswig-Holstein aktiv gefördert. "Diversity" ist längst kein Fremdwort mehr, sondern beschreibt den ausgeglichenen Umgang von Frauen und Männern, Menschen mit Behinderung sowie Menschen mit Migrationshintergrund untereinander und miteinander.

Nicht zu vergessen ist, dass eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst Sicherheit und geregeltes Einkommen bedeutet, was für einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft sorgt.