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Ausbildung - Arbeiten beim Land Schleswig-Holstein

© Holger Stöhrmann

Tierpfleger/in

Was macht eine Tierpflegerin oder ein Tierpfleger?

Die Lebenswelt unter Wasser fasziniert viele Menschen. Tierpflegerinnen und Tierpfleger ermöglichen den Aquariumsbesuchern, die Schönheit der Unterwasserwelt zu erleben.

Tierpflegerinnen und Tierpfleger versorgen, betreuen und beschäftigen die Wassertiere. Sie bereiten das Futter zu pflegen kranke Tiere. Zudem sind sie verantwortlich für die Zucht und Aufzucht der Tiere.

Hinweis

info Zur Zeit sind alle Ausbildungsstellen
besetzt!

Ein weiterer Arbeitsbereich sind die Aquarien selbst. Tierpflegerinnen und Tierpfleger richten die Aquarien artgerecht ein, dekorieren Schauaquarien und versorgen die Pflanzen. Von den Sicht-Scheiben der Becken bis zu den Filteranlagen ist dabei viel sauber zu halten. Ein Großteil ihrer Arbeitszeit (ca. 80 Prozent) benötigen sie zur Reinigung der Anlagen.

Im Detail: Tierpflegerinnen und Tierpfleger

  • betreuen und versorgen die Tiere.
  • prüfen die Futtermittel, bereiten Futtermischungen vor und stellen sie dann her.
  • stellen Fütterungspläne auf und dokumentieren beobachtete Verhaltensweisen.
  • beobachten die Tiere sowie betreuen und pflegen erkrankte Tiere.
  • fangen Tiere ein und bereiten sie auf tierärztliche Eingriffe oder Transporte vor.
  • gewöhnen neu hinzugekommene Tiere ein.
  • richten Tierunterkünfte her, reinigen sie und bessern sie aus.
  • nehmen Proben für Laboruntersuchungen.
  • bedienen und warten Klima-, Beleuchtungs- und Filteranlagen.

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Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

Wer den Beruf Tierpflegerin oder Tierpfleger ergreifen möchte, sollte...

  • Tiere mögen und Freude am Zusammensein mit Tieren haben,
  • eine schnelle Auffassungsgabe für unterschiedlichste Zusammenhänge haben,
  • Spaß am Saubermachen haben,
  • gewissenhaft arbeiten.

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es?

Schulabschluss:
Für den Ausbildungsberuf ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.

Im Hinblick auf die beruflichen Anforderungen sollte mindestens ein guter bis sehr guter Erster allgemeinbildender Schulabschluss - ESA - (ehemals Hauptschulabschluss) oder ein diesem gleichgestellter Bildungsabschluss vorliegen.

Schwerpunktfächer:
Es sollte ein grundsätzliches Interesse an den Schulfächern Mathematik und Biologie bestehen.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Ausbildungsbeginn:
1. August eines jeden Jahres

Ausbildungsdauer:
3 Jahre

Ausbildungsaufbau:

Ausbildungsaufbau
AusbildungsabschnittPraktische Ausbildung im BetriebTheoretische Ausbildung in der Berufsschule
1. AusbildungsjahrJe 3 Tage pro WocheJe 2 Unterrichtstage pro Monat
2./ 3. AusbildungsjahrJe 4 Tage pro Woche + je ein vierwöchiges Praktikum in einem Tierpark oder einer ähnlichen Einrichtung pro Ausbildungsjahr zur Erfüllung der Ausbildungsziele der Fachrichtung ZooJe 1 Unterrichtstag pro Woche

Ausbildungsorte:
Berufsschulunterricht:

  • an der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster

Art des Ausbildungsverhältnisses:
Während der Ausbildung stehen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger in einem tariflichen Ausbildungsverhältnis.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

In der Berufsschule stehen folgende Lernfelder auf dem Lehrplan:

Übergreifend für alle Fachrichtungen:

  • Tierunterkünfte einrichten und instand halten
  • bedarfsgerecht füttern und tränken
  • kranke Tiere erkennen und versorgen
  • Fortpflanzung, Zucht und Aufzucht planen und durchführen
  • betriebsspezifische Abläufe planen und durchführen
  • mit Tieren umgehen
  • tierartgemäße Körperpflege durchführen
  • Tiere transportieren
  • sich in das Berufsleben einfinden

Speziell in der Fachrichtung Zoo:

  • Aquarien und Terrarien einrichten und pflegen
  • Gehege und Volieren einrichten und pflegen
  • Wildtiere und gefährdete Haustierrassen betreuen und züchten
  • Öffentlichkeitsarbeit durchführen

Im praktischen Abschnitt werden folgende Ausbildungsinhalte vermittelt:
Im 1. und 2. Ausbildungsjahr lernen Auszubildende im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • welche Tier- und Artenschutzbestimmungen es gibt und wie sie angewendet werden
  • wie Futtertiere gepflegt, gehalten und versorgt werden
  • was man beachten muss, wenn man Tiere für den Transport vorbereitet
  • wie man Futterrationen und Futtermischungen zubereitet
  • was beim Führen von Gesprächen mit Kunden zu beachten ist
  • wie man trächtige und neugeborene Tiere versorgt
  • wie man Schutzausrüstungen auswählt und handhabt
  • wie die zoologische Systematik aufgebaut ist, wie Tiere sich verhalten und wie ihre anatomische Struktur ist
  • wie man Tiere beschäftigt, kennzeichnet und ihre biologischen Daten erfasst
  • wie man Tierunterkünfte reinigt und desinfiziert
  • wie Krankheitsanzeichen festgestellt werden und welche Maßnahmen man ergreifen kann
  • wie man Quarantänemaßnahmen durchführt
  • wie man Arbeitsergebnisse dokumentiert, beurteilt und präsentiert

Im fachrichtungsspezifischen 3. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden schließlich:

  • wie man die in zoologischen Gärten gehaltenen Tierarten züchtet
  • wie Gehege, Volieren, Aquarien und Terrarien artgerecht eingerichtet, ausgestaltet und instand gehalten werden
  • wie man Besucher über Aufgaben und Bedeutung des Betriebes und die Tätigkeit von Tierpflegern und -pflegerinnen informiert
  • welche Tötungsmethoden es gibt und wie man sie fachgerecht durchführt
  • wie man technische Anlagen und Sicherheitseinrichtungen kontrolliert und wartet

Während der gesamten Ausbildungszeit wird den Auszubildenden z.B. vermittelt:

  • welche gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag entstehen
  • wie der Ausbildungsbetrieb organisiert ist
  • wie man qualitätssichernde Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich ausführt und damit zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsprozessen im eigenen Arbeitsbereich beiträgt
  • wie wesentliche tarifvertragliche Regelungen, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen zustandekommen
  • welche Maßnahmen zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen beitragen können (u.a. Abfälle vermeiden, Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen)
  • wie man Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzt

Ansprechpartner während der Ausbildung:
In jedem Ausbildungsbereich stehen die Ausbilder als Ansprechpartner zur Verfügung, die den Ablauf der Ausbildung koordinieren.

Darüber hinaus ist beim LKN-SH als zuständige Stelle nach § 76 Berufsbildungsgesetz (BBiG) ein Ausbildungsberater bestellt, der die Durchführung der Berufsausbildung überwacht und ebenfalls als Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen der Auszubildenden zur Verfügung steht.

Elly-Heuss-Knapp-Schule

Wie wird die Ausbildung vergütet?

Während der Ausbildung stehen die Tierpfleger/innen in einem tariflichen Ausbildungsverhältnis. Während dieser Zeit erhalten die Auszubildenden ein monatliches Entgelt gemäß dem TVA-L BBiG

Im Dezember eines jeden Ausbildungsjahres steht der/dem Auszubildenden eine Jahressonderzahlung (§ 16 TVA-L BBiG), sog. Weihnachtsgeld, zu. Bei erfolgreich abgeschlossener Abschlussprüfung wird eine Abschlussprämie (§ 20 TVA-L BBiG) in Höhe von 400,00 € gezahlt.

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungszeitraum:
Nach erfolgter Ausschreibung beträgt die Bewerbungsfrist 3 Wochen.

Notwendige Unterlagen:

  • ein aussagefähiges Bewerbungsschreiben mit einer kurzen Darstellung, warum Sie sich für diesen Beruf entschieden haben
  • ein tabellarischer Lebenslauf
  • das Schulabschlusszeugnis bzw. das letzte Halbjahreszeugnis
  • ggf. Beschäftigungs- bzw. Praktikumszeugnisse oder Qualifizierungsnachweise.

Weitere Hinweise:

  • Bewerberinnen und Bewerber mit Behinderung werden bei entsprechender Eignung bevorzugt eingestellt. Der Nachweis der Behinderung ist der Bewerbung - in Kopie - beizufügen.
  • Frauen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben vorrangig berücksichtigt.

Die Bewerbung ist an die folgende Adresse zu richten:
Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und
Meeresschutz Schleswig-Holstein
Herzog-Adolf-Straße 1
25813 Husum

oder per eMail an: bewerbung@lkn.landsh.de

Welche Berufschancen gibt es?

Anzahl der Ausbildungsplätze:
Die Ausbildung wird bedarfsorientiert ausgeschrieben und pro Ausbildungsjahr wird eine Tierpflegerin oder ein Tierpfleger eingestellt.

Übernahmemöglichkeiten nach der Ausbildung:
Mit Abschluss der Berufsausbildung besteht die Möglichkeit der Übernahme in ein befristetes Arbeitsverhältnis beim LKN-SH. Die Einstellung richtet sich nach freien Stellen.

Verdienstmöglichkeiten:
Das Entgelt der Tierpfleger/innen beim LKN-SH richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die Eingruppierung erfolgt entsprechend der Tätigkeit.

Tarifvertrag der Länder TV-L

Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten:
Es besteht die Option nach absolvierter Prüfung, zu Tierpflegemeister/in werden.

Weitere berufliche Optionen:
Sollte eine Übernahme beim LKN-SH nicht möglich sein, besteht die Möglichkeit bei anderen Arbeitgebern der freien Wirtschaft ein Arbeitsverhältnis aufzunehmen.

Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo können sich z.B. mit einer Tierpension selbstständig machen.

Wo kann ich mich informieren?

Für weitere Fragen stehen Ihnen beim LKN-SH gern zur Verfügung:

  • Herr Eckehard Bockwoldt (04861/9620-12),
  • Herr Birger Kreutz (04861/9620-14),
  • Frau Sabine Schürmann (04841/667-628)

Gesetzliche Grundlagen:
Tierpfleger/innen, Fachrichtung Zoo, ist ein nach dem Berufsbildungsgesetz staatlich anerkannter Ausbildungsberuf.

Der Ausbildungsverlauf und die Ausbildungsinhalte sind in der Verordnung über die Berufsausbildung zum Tierpfleger/zur Tierpflegerin (TierpflAusbV 2003) vom 03.07.2003, Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Tierpfleger/Tierpflegerin sowie im Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt.

Verordnung über die Berufsausbildung zum Tierpfleger/zur Tierpflegerin

Weiterführende Links:
Allgemeine Informationen zum Beruf der/des Tierpfleger/in erhalten Sie auch bei der für Sie zuständigen Arbeitsagentur.

Arbeitsagentur