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Ausbildung - Arbeiten beim Land Schleswig-Holstein

© Holger Stöhrmann

Regierungsfischereisekretär-Anwärter/in

Was macht ein/e Regierungsfischereisekretär-Anwärter/in?

Wie die Berufsbezeichnung schon vermuten lässt, haben es Beamtinnen und Beamte im Laufbahnzweig Fischereiverwaltung/Fischereiaufsicht mit dem Thema "Fisch" in Schleswig-Holstein zu tun. Im Rahmen des Vorbereitungsdienstes erwerben sie als Regierungsfischereisekretäranwärterin oder –anwärter alle wichtigen Fachkenntnisse, Fähigkeiten und Methoden, die für die Fischereiverwaltung und Fischereiaufsicht notwendig sind.

Ihre Aufgaben betreffen überwiegend den Aufsichtsbereich über die gewerbliche Fischerei. Als Dienstleister vor Ort sind sie auch für fischereirechtliche Fragen jeglicher Art sowie Anliegen der Berufsfischer im Bereich der Fischereiförderung gefragt. Sie sind für eine bürgernahe Fischereiverwaltung vor Ort verantwortlich.

Ihre Aufgaben fallen natürlicherweise in der Nähe des Meeres an. Daher werden sie in der Regel in Schleswig-Holstein auf den Außenstellen in Büsum, Husum, Kappeln, Kiel, Heiligenhafen oder Travemünde eingesetzt. Zeitweise werden auch Einsätze bei EU-Aufsichtskampagnen auch in den benachbarten Bundesländern oder im EU-Ausland durchgeführt.

Im Detail:
Eine Auswahl der interessanten, abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Aufgaben im Überblick:

  • Kontrolle von Fischereifahrzeugen, Fischern und Anglern auf Basis von EU-, Bundes- und Landesvorschriften
  • aufgabenorientierte Einsetzung von Informations- und Kommunikationstechniken (u.a. Fahrzeugfernüberwachung und elektronische Logbücher)
  • Beratung der Bürger in allen fischereirechtlichen Fragen/ Erteilung von Auskünften
  • Beratung der Fischer in Angelegenheiten der Fischereiförderung

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Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

Wer Regierungsfischereisekretäranwärterin oder Regierungsfischereisekretäranwärter werden möchte, sollte...

  • Interesse an Fischen, Natur und Umwelt haben.
  • Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit in Bezug auf die Belange der Bürger und Fischer haben.
  • kontaktfreudig sein.
  • gerne im Freien arbeiten und in der Nähe der Küste leben.
  • Freude an der Auseinandersetzung mit rechtlichen Vorschriften haben.

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es?

Schulabschluss:

  • Es wird ein Realschulabschluss erwartet.
  • Oder ein guter Hauptschulabschluss und zusätzlich eine förderliche abgeschlossene Ausbildung zur/zum Fischwirt/in;
  • eine mindestens fünfjährige Seefahrtzeit (überwiegend auf Fischereifahrzeugen) kann der Berufsausbildung zur/zum Fischwirt/in gleichgestellt werden.

Weitere Voraussetzungen:
Ferner müssen die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in ein Beamtenverhältnis erfüllt werden.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Ausbildungsbeginn:
Einstellungstermine werden bekannt gegeben.

Ausbildungsdauer:
Zweijährige Ausbildungszeit

Ausbildungsaufbau:
Die Ausbildung für die Laufbahngruppe 1, 2 Einstiegsamt, in der Fachrichtung Agrar- und umweltbezogene Dienste dauert 24 Monate. Sie endet mit Ablegen der Laufbahnprüfung, frühestens jedoch nach Ablauf des Vorbereitungsdienstes

Ausbildungsorte:
Die Ausbildung (Vorbereitungsdienst) findet in Schleswig-Holstein im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) in Flintbek (obere Fischereibehörde) sowie in den oben benannten Außenstellen statt. Innerhalb dieses Zeitraums ist zudem die Teilnahme an Verwaltungslehrgängen an der Verwaltungsakademie in Bordesholm vorgesehen.

Ausbildungsorte: Flintbek, Bordesholm, ggf. Büsum, Husum, Kappeln, Kiel, Heiligenhafen oder Travemünde

Art des Ausbildungsverhältnisses:
Die Einstellung in den Vorbereitungsdienst erfolgt im Beamtenverhältnis auf Widerruf.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

Die Ausbildung ist im Wesentlichen in berufspraktische und fachtheoretische Blöcke mit nachfolgenden Inhalten gegliedert (Grobdarstellung des Ausbildungsplans):

  • Einführung in die öffentliche Verwaltung, theoretische und praktische Einführung in Ordnungs- und Leistungsverwaltung im Fischereibereich
  • Einführung in praktische Tätigkeiten auf den Außenstellen
  • Mitarbeit bei Fallbearbeitung unter Aufsicht der Außenbeamten
  • Förderung, Fahrzeugregister, Binnenfischerei mit verwaltungsinternem Unterricht/Übungsaufgaben
  • Einführungslehrgang und Aufbaulehrgang I Verwaltungsakademie Bordesholm
  • Küstenfischereiaufsicht, Binnenfischereiaufsicht, Ordnungswidrigkeitenrecht mit verwaltungsinternem Unterricht/Übungsaufgaben
  • praktische Ausbildung auf den Außenstellen, selbstständige Fallbearbeitung unter Aufsicht der Außenbeamten
  • Fischereiförderung, Verwaltung als kundenorientierter Dienstleister
  • praktische Ausbildung auf den Außenstellen, selbstständige Fallbearbeitung unter Aufsicht der Außenbeamten
  • verwaltungsinterner Unterricht, selbstständige Bearbeitung von Fallbeispielen, Vorbereitung auf die Abschlussprüfung

Wie wird die Ausbildung vergütet?

Monatliches Grundgehalt: 977,71 €
zzgl. ggf. Familienzuschlag: 113,70 €
(brutto) – Stand 2013
Außerdem werden vermögenswirksame Leistungen gewährt.

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungszeitraum:
Ausschreibungen erfolgen bedarfsabhängig.

Notwendige Unterlagen:

  • tabellarischer Lebenslauf
  • Abschlusszeugnis einer allgemein bildenden Schule
  • Nachweise und Zeugnisse über berufliche Tätigkeiten seit der Schulentlassung
  • Nachweis über eine in § 7 Abs. 1 Ziffer 1 Beamtenstatusgesetz genannte Staatsangehörigkeit
  • ggf. eine Kopie des Schwerbehindertenausweises oder eines Gleichstellungsbescheides
  • ggf. der Gehilfenbrief
  • ggf. der Nachweis über die Seefahrtzeit

Weitere Hinweise:

  • Von der Übersendung von Bewerbungsfotos sollte abgesehen werden.
  • Die Landesregierung setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein. Schwerbehinderte und ihnen Gleichgestellte werden daher bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.
  • Die Landesregierung ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten in der Landesverwaltung zu erreichen. Sie bittet deshalb geeignete Frauen, sich zu bewerben und weist darauf hin, dass Frauen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und Leistung vorrangig berücksichtigt werden.
  • Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.

Die Bewerbung ist an die folgende Adresse zu richten:
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
V 1410 / Kennwort: Fischereiaufsicht
Mercatorstraße 3
24106 Kiel

Welche Berufschancen gibt es?

Anzahl der Ausbildungsplätze:
Die Zahl der Einstellungen richtet sich nach dem voraussichtlichen künftigen Personalbedarf.

Übernahmemöglichkeiten nach der Ausbildung:
Das Land bildet entsprechend seiner sich abzeichnenden Bedarfe zielgerichtet aus. In den letzten Jahren konnte daher allen Nachwuchskräften auch eine Stelle innerhalb der Landesverwaltung angeboten werden. Für eine Übernahme in den Landesdienst ist aber auch das Ergebnis der Laufbahnprüfung von Bedeutung. Ein gesetzlicher Übernahmeanspruch besteht allerdings nicht.

Verdienstmöglichkeiten:
In der Probezeit und im Einstiegsamt erhält ein/e Regierungsfischereisekretär/in die Besoldungsgruppe A 6.

Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten:
Beförderungen sind grundsätzlich bis zur Besoldungsstufe A 9, in Einzelfällen bis A 9 mit Zulage möglich.

Wo kann ich mich informieren?

Für Rückfragen zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an Herr Sternbeck (Telefon: 0431 988-7034) im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR), für fachliche Fragen steht Ihnen Herr Schwabe (Telefon: 04347 704-364) im LLUR zur Verfügung.

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
Mercatorstraße 3
24106 Kiel

Weitere Informationen:

Gesetzliche Grundlagen
Der Ausbildungsverlauf und die Ausbildungsinhalte sind in der Landesverordnung über die Einrichtung des Laufbahnzweiges Fischereiverwaltung und die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn der Fachrichtung Agrar- und umweltbezogene Dienste – Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt (LAPO FischV-LG1/2) vom 7. April 2010 geregelt.

Landesverordnung Fischereiverwaltung (PDF 259KB, Datei ist nicht barrierefrei)