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Ausbildung - Arbeiten beim Land Schleswig-Holstein

© Holger Stöhrmann

Finanzwirt/in

Was macht ein/e Finanzwirt/in?

Überall, wo Menschen zusammenleben, gibt es gemeinschaftliche Bedürfnisse und Aufgaben. Dies betrifft zum Beispiel den Betrieb von Kindergärten und Schulen oder die Leistungen von Polizei und Feuerwehr. Die Gemeinschaft muss jedoch auch für die Kosten dieser Angebote aufkommen, zum Beispiel durch das Zahlen von Steuern. Damit jeder auch den richtigen Betrag an Steuern bezahlt und die eingenommenen Gelder an der richtigen Stelle ankommen, gibt es Finanzämter.

Finanzwirtinnen und Finanzwirte leisten in den Finanzämtern einen wichtigen Beitrag, damit die Steuerverwaltung des Landes Schleswig-Holstein reibungslos abläuft. Die Laufbahn als Beamtin oder Beamter in der Steuerverwaltung (Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt) bietet dabei vielfältige Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Als eine zentrale Aufgabe befassen Finanzwirtinnen und Finanzwirte mit der Verwaltung von Steuern aller Art, wie etwa die Einkommens-, Körperschafts-, Grunderwerbs- und Erbschaftssteuer. Typische Aufgaben sind zum Beispiel die Bearbeitung der Steuererklärungen, die Lohnsteueraußenprüfung, Tätigkeiten in der Geschäftsstelle sowie in der Erhebungsstelle. Nach Abschluss der Ausbildung werden zudem vielfältige Fortbildungsmaßnahmen angeboten.

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Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

Wer Finanzwirt/in werden möchte, sollte...

  • gute Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeit besitzen.
  • gerne im Team arbeiten.
  • leistungsbereit und zielorientiert sein
  • sorgfältig und genau arbeiten.
  • Fähigkeit zur Selbstkritik haben.
  • über logisches Denkvermögen verfügen
  • bereit sein, sich im Laufe des Arbeitslebens regelmäßig weiterzubilden.

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es?

Schulabschluss:
Mittlerer Schulabschluss oder gleichwertig anerkannter Bildungsstand und

Weitere Voraussetzungen:

  • Staatsangehörigkeit eines Staates der Europäischen Union.
  • Bereitschaft innerhalb des Landes Schleswig-Holstein uneingeschränkt versetzt zu werden.
  • Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in ein Beamtenverhältnis müssen erfüllt sein

Laufbahnverordnung für Beamte/Beamtinnen ALVO

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Ausbildungsbeginn:
Ausbildungsbeginn ist der 15. August eines jeden Jahres.

Ausbildungsdauer:
Die Ausbildung zur Steuerbeamtin / zum Steuerbeamten der Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt dauert 2 Jahre.

Ausbildungsaufbau:

Ausbildungsaufbau
Fachtheoretische AusbildungBerufspraktische Ausbildung
8 Monate16 Monate

Der Weg zur Finanzwirtin/ zum Finanzwirt (PDF 193KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Ausbildungsorte:

Suche nach zuständigem Finanzamt (Bundeszentralamt für Steuern)

Art des Ausbildungsverhältnisses:
Steueranwärterin beziehungsweise Steueranwärter erfüllen hoheitliche Aufgaben und werden im Beamtenverhältnis auf Widerruf ausgebildet.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

Fachtheorie:
In der fachtheoretischen Ausbildung wird das für die tägliche Arbeit benötigte Wissen in mehreren Teilabschnitten im Bildungszentrum der Steuerverwaltung des Landes Schleswig-Holstein vermittelt.
Der Unterricht im Bildungszentrum, der in den einzelnen Ausbildungsabschnitten aufeinander aufbaut, ist in zwei Bereiche unterteilt und umfasst die Fächer:

1. Steuern

  • Abgabenordnung
  • Einkommensteuer
  • Steuererhebung
  • Umsatzsteuer
  • Körperschaftsteuer
  • Gewerbesteuer
  • Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuer
  • Bewertung

2. Übrige Fächer

  • Elektronische Datenverarbeitung
  • Buchführung und Bilanzwesen
  • Öffentliches Dienstrecht
  • Allgemeine Rechtskunde
  • Staatsrecht
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Bürger und Verwaltung

Berufspraxis:
Während der berufspraktischen Zeit erhalten Sie einen Einblick in alle Stellen des Ausbildungsfinanzamtes, die später für die Arbeit im Finanzamt in Frage kommen.

Bevor eine Ausbildungsstation beginnt, nehmen Sie an einer einwöchigen Ausbildungs-arbeitsgemeinschaft teil, die Sie auf die folgende praktische Tätigkeit im Finanzamt vorbereitet. Insgesamt absolvieren Sie vier dieser Ausbildungsarbeitsgemeinschaften im Bildungszentrum der Steuerverwaltung.

Die überwiegende Zeit verbringen die Anwärterinnen und Anwärter im Ausbildungsbezirk, einer Veranlagungsdienststelle. Hier werden Steuererklärungen angenommen, geprüft sowie rechtlich gewürdigt und anschließend die zu zahlende oder die zu erstattende Steuer festgesetzt.

Weitere Ausbildungsstationen sind:
Die Erhebungsstelle: Hier werden die Eingänge der zu zahlenden Steuern und sonstigen Abgaben kontrolliert und gebucht. Zuviel gezahlte Steuern werden erstattet.
Werden Steuerschulden auch nach Mahnung nicht innerhalb einer bestimmten Frist gezahlt, wird die Erhebungsstelle tätig und versucht, die rückständigen Steuern beizutreiben.

Die Bewertungsstelle: Grundstücke und Gebäude werden durch die Bewertungsstelle erfasst und für steuerliche Zwecke nach besonderen Kriterien bewertet.

Wie wird die Ausbildung vergütet?

Während der Ausbildung erhalten Steueranwärterinnen und Steueranwärter folgende Bezüge (ab 1. Mai 2016):

Anwärtergrundbetrag 1.064,60 Euro
Familienzuschlag, wenn verheiratet 116,83 Euro

Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung fallen nicht an.
In Krankheitsfällen wird vom Land eine Beihilfe von bis zu 50 % der Kosten gewährt.
Für den Rest ist der Abschluss einer ergänzenden Krankenversicherung erforderlich.
Nach erfolgreich abgelegter Laufbahnprüfung beträgt das Grundgehalt brutto 2.149,50 Euro.

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungszeitraum:
Für den Einstellungstermin 15. August 2018 ist der Bewerbungsschluss auf
den 8. Oktober 2017 terminiert.

Notwendige Unterlagen:

  • Lebenslauf
  • Kopien der letzten drei Schulzeugnisse

Weitere Hinweise:
Wenn möglich, geben Sie bei Abgabe Ihrer Bewerbung auch Ihre E-Mailadresse an.
Menschen mit Migrationshintergrund werden ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Die Bewerbung ist an die folgende Adresse zu richten:
Die Bewerbung ist an ein Finanzamt Ihrer Wahl zu richten. Eine Mehrfachbewerbung bei verschiedenen Finanzämtern ist nicht möglich.
Die Bewerbung kann in Schleswig-Holstein nur bei einem Finanzamt berücksichtigt werden.

Welche Berufschancen gibt es?

Anzahl der Ausbildungsplätze:
Im Jahre 2016 werden in Schleswig-Holstein insgesamt 65 Auszubildende eingestellt.

Übernahmemöglichkeiten nach der Ausbildung:
Nach erfolgreicher Laufbahnprüfung kann eine Übernahme ins Beamtenverhältnis auf Probe nicht garantiert werden. Jedoch sind in den letzten Jahren fast alle, im letzten Jahr sogar alle Auszubildenden übernommen worden.

Verdienstmöglichkeiten:
Nach erfolgreich abgelegter Laufbahnprüfung beträgt das Grundgehalt nach der Besoldungsordnung A 7 brutto 2.149,40 Euro.

Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten:
Bei entsprechenden Leistungen kommt die weiterführende Ausbildung zur Diplomfinanzwirtin (FH) / zum Diplomfinanzwirt (FH) in Betracht. Sie werden dabei von Ihrer Tätigkeit freigestellt, um an dem dreijährigen Studium unter Beibehaltung der vollen Bezüge teilnehmen zu können.

Wo kann ich mich informieren?

Ansprechpartner
FinanzamtAusbildungsleiter/inTelefon
Bad Segeberg Stefan Tuskowski04551 / 54 - 105
Dithmarschen Henry Reinhardt0481 / 42155 468
Eckernförde-Schleswig / ASt. Schleswig Dörte Clausen04621 / 805 114
Elmshorn Holger Jahn04121 / 481 - 304
Flensburg Sönke Rucks0461 / 813 - 211
Itzehoe Martina Renfert04821 / 66 - 1205
KielSilke Hasheider0431 / 602 - 5510
Lübeck Ute Klawitter-Mierau0451 / 132 - 212
Neumünster Klaus Finke04321 / 496 - 1006
Nordfriesland Eva Hovestadt04841 / 8949 308
Ostholstein Ulrich Treimer04361 / 497 -600
Pinneberg Susanne Schuldt04101 / 5472 - 214
Plön Udo Busch04522 / 506 - 2061
Ratzeburg Volker Wendland04541 / 882 - 204
Rendsburg Susanne Dahm04331 / 598 - 1081
Stormarn Jutta Westermann04531 / 507 - 111


Gesetzliche Grundlagen:
Die Ausbildung in der Steuerverwaltung ist bundeseinheitlich geregelt und erfolgt nach dem Steuerbeamtenausbildungsgesetz (StBAG).

Steuerbeamten-Ausbildungsgesetz (StBAG) (PDF 54KB, Datei ist nicht barrierefrei)