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Ausbildung - Arbeiten beim Land Schleswig-Holstein

© Holger Stöhrmann

Biologielaborant/in

Was macht eine Biologielaborantin oder ein Biologielaborant?

Die Bekämpfung von Krankheiten durch neue Medikamente oder Impfstoffe ist eine wichtige, manchmal lebensnotwendige Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Die Arbeit von Biologielaborantinnen und Biologielaboranten ist dabei ein entscheidender Baustein.

Im Labor untersuchen Biologielaborantinnen und Biologielaboranten zum Beispiel das Verhalten bestimmter Krankheitserreger, die Aus- und Nebenwirkungen von Medikamenten oder die Wirksamkeit von Pflanzenschutzmitteln. Für ihre Untersuchungen entwickeln sie Test- und Versuchsreihen, zum Beispiel mit Hilfe von Bakterienkulturen oder Tierversuchen. Dabei kommen verschiedenste biologische oder chemische Verfahren sowie moderne Labortechnik zum Einsatz. Die Untersuchungen und ihre Ergebnisse werden parallel sorgfältig protokolliert und im Anschluss ausgewertet.

Biologielaborantinnen und Biologielaboranten arbeiten häufig im Team mit anderen Naturwissenschaftlern, Ärzten oder Tierärzten. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, zum Beispiel im medizinischen Bereich für Menschen oder Tiere, im Bereich Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung oder auch in der Bio- und Gentechnik.

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Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

Wer Biologielaborantin oder Biologielaborant werden möchte, sollte...

  • sollte eine Begabung für naturwissenschaftliche Fächer haben.
  • großes Interesse an biologischen Fragestellungen haben.
  • eine genaue und sorgfältige Arbeitsweise haben.
  • Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit besitzen.
  • über Verantwortungsbewusstsein verfügen.
  • eine genaue Beobachtungsgabe für die Tätigkeiten im Labor haben.

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es?

Schulabschluss:
Für den Ausbildungsberuf ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.
Im Hinblick auf die beruflichen Anforderungen sollte mindestens ein guter Mittlerer Schulabschluss vorliegen.

Schulfächer:
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie und Chemie.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Ausbildungsbeginn:
1. August eines jeden Jahres

Ausbildungsdauer:
3 1/2 Jahre (mit entsprechenden Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich)

Ausbildungsaufbau und Ausbildungsorte:

  1. Grundausbildung im Forschungszentrum Borstel
  2. praktische Ausbildung im Landeslabor Schleswig-Holstein in Neumünster
  3. begleitender Berufsschulunterricht in Lübeck

Art des Ausbildungsverhältnisses:
Während der Ausbildung stehen die Biologielaborantinnen und Biologielaboranten in einem tariflichen Ausbildungsverhältnis.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten finden in den folgenden Bereichen statt:

  • Mikrobiologie,
  • Molekularbiologie/Gentechnisches Arbeiten,
  • Zellkulturtechnik,
  • Chemische Prozesse/Chromatographie,
  • Parasitologie,
  • Biochemie-Technik,
  • Analyseverfahren,
  • Histologie,
  • Qualitätsmanagement,
  • Lebensmitteluntersuchung/Milchhygiene,
  • Serologie.

Ansprechpartner während der Ausbildung:
In der Dienststelle steht ein Ausbilder als Ansprechpartner zur Verfügung, der den Ablauf der Ausbildung koordiniert, überwacht und ebenfalls als Ansprechpartner bei Fragen und Problemen der Auszubildenden zur Verfügung steht.

Wie wird die Ausbildung vergütet?

Während der Ausbildung stehen die Biologielaboranten in einem tariflichen Ausbildungsverhältnis. Während dieser Zeit erhalten die Auszubildenden ein monatliches Entgelt gemäß dem TVA-L / BBiG

Im Dezember eines jeden Ausbildungsjahres steht dem Auszubildenden eine Jahressonderzahlung in Höhe von 95 v.H. des Ausbildungsentgelts zu, welches am Entgelt des Vormonats gemessen wird (§ 16 TVA-L BBIG).

Bei erfolgreich abgeschlossener Abschlussprüfung wird eine Abschlussprämie (§ 20 TVA-L BBIG) in Höhe von 400,00 € gezahlt.

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungszeitraum:
Sofern Ausbildungsplätze verfügbar sind, werden diese rechtzeitig, d.h. bis Ende November des Vorjahres in der Stellenbörse des Landes ausgeschrieben.

Notwendige Unterlagen:

  • ein aussagefähiges Bewerbungsschreiben mit einer kurzen Darstellung, warum Sie sich für diesen Beruf entschieden haben
  • ein tabellarischer Lebenslauf
  • das Schulabschlusszeugnis bzw. Halbjahreszeugnis
  • ggf. Beschäftigungszeugnisse oder
  • Qualifizierungsnachweise
  • ggf. eine Kopie des Schwerbehindertenausweises oder eines Gleichstellungsbescheides

Weitere Hinweise :

  • Von der Übersendung von Bewerbungsfotos sollte abgesehen werden.
  • Die Landesregierung setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein. Schwerbehinderte und ihnen Gleichgestellte werden daher bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.
  • Die Landesregierung ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten in der Landesverwaltung zu erreichen. Sie bittet deshalb geeignete Frauen, sich zu bewerben und weist darauf hin, dass Frauen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und Leistung vorrangig berücksichtigt werden
  • Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.

Die Bewerbung ist an die folgende Adresse zu richten:
Landeslabor Schleswig-Holstein
Max-Eyth-Straße 5
24537 Neumünster

Welche Berufschancen gibt es?

Anzahl der Ausbildungsplätze:
Die Zahl der Einstellungen richtet sich nach dem voraussichtlichen künftigen Bedarf an Biologielaboranten.

Übernahmemöglichkeiten nach der Ausbildung:
Mit Ablauf der Ausbildungszeit endet das Ausbildungsverhältnis. Auszubildende werden nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung bei dienstlichem bzw. betrieblichem Bedarf im unmittelbaren Anschluss an das Ausbildungsverhältnis für die Dauer von zwölf Monaten in ein Arbeitsverhältnis übernommen, sofern nicht im Einzelfall personenbedingte, verhaltensbedingte, betriebsbedingte oder gesetzliche Gründe entgegenstehen.

Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten:
Einsatzmöglichkeiten (u.a.)

  • medizinische Forschung und Diagnostik
  • Kontroll- und Prüflabore
  • Labore der pharmazeutischen Industrie
  • botanische , zoologische, veterinärmedizinische Labore

Weiterbildungsmöglichkeiten:
Bio- / Chemotechniker/in oder Bio- / Chemieingenieur/in

Wo kann ich mich informieren?

Frau Stöckhardt – Tel.-Nr.: 04321/904-777
Landeslabor Schleswig-Holstein
Max-Eyth-Straße 5
24537 Neumünster

Gesetzliche Grundlagen:
Biologielaborantin bzw. Biologielaborant ist ein nach dem Berufsbildungsgesetz staatlich anerkannter Ausbildungsberuf.

Der Ausbildungsverlauf und die Ausbildungsinhalte sind in der Verordnung über die Berufsausbildung zur Biologielaborantin / zum Biologielaboranten vom 25.06.2009 nebst Ausbildungsrahmenplan, im Berufsbildungsgesetz (BBiG), sowie im Tarifvertrag für Auszubildende der Länder in Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz (TVA-L BBiG) geregelt.

Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (PDF 265KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Rahmenlehrplan Biologielaborant (PDF 49KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Weiterführende Informationen:
Für den Ausbildungsberuf Biologielaborant/in bietet das Landeslabor Schleswig-Holstein ein Schülerpraktikum an. Pro Halbjahr stehen 2 Praktikumsplätze zur Verfügung, um einen Einblick in diesen Beruf zu geben. Ansprechpartnerin für das Praktikum:
Frau Schön – Tel.-Nr.: 04321/904-964