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Ausbildung - Arbeiten beim Land Schleswig-Holstein

© Holger Stöhrmann

Baustoffprüfer/in

Was macht eine Baustoffprüferin oder ein Baustoffprüfer?

Auf der Baustelle, im Labor und im Büro sind Baustoffprüferinnen und Baustoffprüfer gleichermaßen anzutreffen. Für diejenigen, die einen abwechslungsreichen Berufsalltag mögen und auch Interesse an der Untersuchung unterschiedlicher Materialien haben, könnte ein Beruf als Baustoffprüferin oder Baustoffprüfer der richtige sein.

Baustoffprüferinnen und Baustoffprüfer fahren auf Baustellen und entnehmen vor Ort Proben von Böden, Bauprodukten, Baurohstoffen, Bindemitteln oder Altlasten und Recyclingmaterialien. Ziel ihrer Untersuchungen ist zum Beispiel zu prüfen, ob ein Bauuntergrund ausreichend tragfähig ist, ob ein Bauwerk mit umweltschädlichen Stoffen belastet ist oder wie gut die Qualität von Baustoffen wie Beton, Mörtel oder Asphalt ist und ob diese für einen Bau verwendet werden können.

Im Labor setzen sie chemische und physikalische Methoden und Prüfmaschinen ein, um ihre Analysen durchzuführen. Ihre Mess- und Prüfergebnisse dokumentieren sie und werten diese anschließend aus. Die Erkenntnisse aus ihren Untersuchungen präsentieren sie den Auftraggebern und stehen ihnen beratend zur Seite.

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Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

Wer BaustoffprüferIn werden möchte, sollte...

  • Interesse an der Arbeit sowohl im Labor als auch auf Baustellen haben.
  • gerne im Team arbeiten.
  • über ein ausgeprägtes technisches und mathematisches Verständnis verfügen.
  • handwerklich geschickt sein.
  • eine gute körperliche Konstitution haben.
  • belastbar sein.

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es?

Schulabschluss:
Es muss mindestens ein guter Erster allgemeinbildender Schulabschluss oder ein diesem gleichgestellter Bildungsabschluss vorliegen.

Schwerpunktfächer:
Besonderes Augenmerk liegt auf den Leistungen in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Ausbildungsbeginn:
1. August eines jeden Jahres

Ausbildungsdauer:
3 Jahre

Ausbildungsaufbau:

Ausbildungsaufbau
Berufspraktische InhalteTheoretische Inhalte
Praktische Ausbildung (Fachrichtung Geotechnik): in der Baustoff- und Bodenprüfstelle Ergänzung durch praktische Übungen (Fachrichtung Mörtel und Beton sowie Asphalttechnik):
in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte
Begleitender Berufsschulunterricht:
in der Staatlichen Berufsschule Selb in Bayern.
Durchführung als Blockunterricht: ca. 7 Blöcke à 2 Wochen

Ausbildungsorte:
Der begleitende Berufsschulunterricht erfolgt in der Staatlichen Berufsschule Selb in Bayern

Art des Ausbildungsverhältnisses:
Während der Ausbildung stehen die Baustoffprüferinnen und Baustoffprüfer in einem tariflichen Ausbildungsverhältnis.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

Gegenstand der Berufsausbildung sind folgende Bereiche:

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
  • Umweltschutz,
  • Anwenden von Informationssystemen und Kommunikationstechniken,
  • Planen, Vorbereiten und Steuern von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team,
  • Lesen und Anwenden von technischen Unterlagen,
  • Anwenden von Arbeitsstoffen, Baurohstoffen, Bindemitteln, Mischungen und
    Recyclingmaterialien,
  • Durchführen von Probenahmen und Herstellen von Proben,
  • Anwenden von Regelwerken,
  • Anwenden von Labortechnik,
  • Durchführen von Messungen und Prüfungen,
  • Kontrollieren und Bewerten von Arbeitsergebnissen,
  • Verarbeiten, Auswerten, Aufbereiten und Dokumentieren von Daten,
  • Betriebswirtschaft, Kundenorientierung,
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen

Wie wird die Ausbildung vergütet?

Der/die Auszubildende erhält ein monatliches Ausbildungsentgelt gemäß TVA-L / BBiG. Es beträgt zurzeit:

im ersten Ausbildungsjahr 901,82 €
im zweiten Ausbildungsjahr 955,96 €
im dritten Ausbildungsjahr 1.005,61 €

Im Dezember eines jeden Ausbildungsjahres steht der/dem Auszubildenden eine Jahressonderzahlung (§ 16 TVA-L / BBiG), sog. Weihnachtsgeld, zu.
Bei Beendigung des Ausbildungsverhältnisses aufgrund erfolgreich abgeschlossener Abschlussprüfung beziehungsweise staatlicher Prüfung erhält der/die Auszubildende eine Abschlussprämie (§ 20 TVA-L / BBiG) als Einmalzahlung in Höhe von 400,00 €.

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungszeitraum:
Die Bewerbungen müssen bis zum 30. September des Vorjahres eingegangen sein.
Notwendige Unterlagen:

  • Aussagekräftiges Anschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Schulabschlusszeugnis bzw. das letzte aktuelle Zeugnis
  • ggf. Beschäftigungs- bzw. Praktikumszeugnisse oder
  • Qualifizierungsnachweise.

Weitere Hinweise:

  • Die Landesregierung ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten in der Landesverwaltung zu erreichen. Sie bittet deshalb geeignete Frauen sich zu bewerben und weist darauf hin, dass Frauen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt werden.
  • Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.
  • Die Landesregierung setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein. Daher werden Menschen mit Behinderung und diesen Gleichgestellte bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Bewerbung ist an die folgende Adresse zu richten:
Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein
Betriebssitz
Dezernat "Aus- und Fortbildung, Personalentwicklung"
Mercatorstraße 9
24106 Kiel

Welche Berufschancen gibt es?

Anzahl der Ausbildungsplätze:
Es stehen zwei Ausbildungsplätze für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung.

Übernahmemöglichkeiten nach der Ausbildung:
Mit Abschluss der Berufsausbildung besteht die Möglichkeit der Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH). Es besteht regelmäßig Bedarf an Baustoff- und Bodenprüfern im LBV-SH.

Verdienstmöglichkeiten:
Baustoff- und Bodenprüfer werden nach dem aktuellen Tarifvertrag (TV-L) und der Entgeltordnung zunächst nach der Entgeltgruppe 5 bezahlt

Tarifvertrag der Länder TV-L

Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten:
Ein Aufstieg bis zur Entgeltgruppe 7 ist möglich

Wo kann ich mich informieren?

Ansprechpartner:
Für weitere Fragen stehen beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) zur Verfügung:
Herr André Paulsen (0431/383-2912)
Frau Stephanie Schwarze (0431/383-2405)

Allgemeine Informationen zum Beruf können bei der zuständigen Arbeitsagentur eingeholt werden.

Gesetzliche Grundlagen:
Der Ausbildungsverlauf und die Ausbildungsinhalte sind in der "Verordnung über die Berufsausbildung zum Baustoffprüfer/zur Baustoffprüferin" vom 24.03.2005, im Ausbildungsrahmenplan sowie im Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt.

Verordnung (BauStoffPrAusbV 2005) (PDF 75KB, Datei ist nicht barrierefrei)