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Ausbildung - Arbeiten beim Land Schleswig-Holstein

© Holger Stöhrmann

Bauingenieur mit Straßenwärterausbildung

Was macht ein/e Straßenwärter/in und Bauingenieur/in?

Der Bauingenieur begleitet ein Bauvorhaben von der Planung, Projektierung, Bauausführung bis hin zur Bauabnahme und Abrechnung der Bauleistungen.
Vorgesehen ist der Einsatz in der Sachbearbeitung, der Sachgebietsleitung oder der Leitung einer Meisterei.

Im Detail: Die Ausbildung hat ihren Schwerpunkt in der Betreuung des Außendienstes der Straßenbauverwaltung. Der LBV-SH betreut ca. 8300 Kilometer Autobahnen und Straßen sowie 5000 Kilometer Radwege. Auf diesem Gebiet sind ca. 700 Personen in 26 Autobahn- und Straßenmeistereien beschäftigt. In den vier Niederlassungen Flensburg, Rendsburg, Itzehoe und Lübeck sowie im Betriebssitz in Kiel werden Aufgaben des sog. Betriebsdienstes wahrgenommen. Mit der dualen Ausbildung lernt die StudiLe-Teilnehmerin/der StudiLe-Teilnehmer den Betrieb auf einer Meisterei im Arbeitsalltag kennen und bekommt darüber hinaus mit dem allgemeinen Bauingenieurstudium Wissen vermittelt, um entweder eine Meisterei leiten oder den Meistereibetrieb von Seiten der Niederlassung oder des Betriebssitzes begleiten zu können.

Was erwartet mich in der Ausbildung?

  • Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten von Straßen.
  • Mitarbeit in einer Autobahn- und/oder Straßenmeisterei
  • Vielfältigste Aufgaben des Bauingenieurwesens
  • Verwaltungs-/ sowie Praxiserfahrung

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Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

Wer Straßenwärter/in und parallel Bauingenieur/-in werden möchte, sollte...

  • ein ausgeprägtes technisches Verständnis haben.
  • handwerkliches Geschick mitbringen.
  • über eine gute körperliche Konstitution verfügen.
  • belastbar sein.
  • gerne im Team arbeiten.

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es?

Schulabschluss:
Allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder ein vergleichbarer, anerkannter Abschluss.

Weitere Voraussetzungen:
Darüber hinaus muss die Eignung für den Erwerb der Fahrerlaubnis CE nachgewiesen sein.
Erfolgreiche Absolvierung eines zweiwöchigen Praktikums auf einer Meisterei.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Ausbildungsbeginn:
Die Ausbildung beginnt zum 01. Juli eines jeden Jahres

Ausbildungsdauer:
dauert insgesamt viereinhalb Jahre

Ausbildungsaufbau:
Die Ausbildung verbindet die Lehre im Straßenwärterbereich im LBV-SH mit dem Studium zum Bauingenieur an der Fachhochschule Lübeck.

Aufbau des dualen Bauingenieurstudiums mit integrierter Straßenwärter-Ausbildung (StudiLe)
AusbildungsinhaltDauer
Vermittlung von Lehrinhalten im Betrieb und in der Berufsschule 14 Monate
Aufnahme des Studiums in Kombination mit verschiedenen Berufspraktika 22 Monate
Weiterführung des Studiums18 Monate

Nach den ersten drei Jahren des dualen Studiums folgt die Gesellenprüfung. Mit der Bachelorarbeit wird das weiterführende Studium dann nach 18 Monaten abgeschlossen.

Ausbildungsorte:
Ausbildungsstellen sind die Meistereien der Niederlassungen in Flensburg, Rendsburg, Itzehoe und Lübeck, das BBZ und die DEULA in Rendsburg, das überbetriebliche Ausbildungszentrum in Ahrensbök und die Fachhochschule Lübeck.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

Gegenstand der Berufsausbildung sind folgende Bereiche:

  • Berufsbildung, Arbeits-und Tarifrecht
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Umweltschutz
  • Auftragsübernahme, Arbeitsplan und Ablaufplanung
  • Betriebswirtschaftliches Handeln
  • Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken
  • Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsstellen, Sichern und Räumen von Unfallstellen, sonstige Verkehrssicherung
  • Auswählen, Prüfen und Lagern von Baumaterialien
  • Anfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen, Durchführen von Messungen
  • Aufgaben der Straßenbaulastträger, Anwendung der rechtlichen Bestimmungen
  • Durchführen von Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Bauwerken
  • Durchführen von Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Straßen
  • Be- und verarbeiten von Werk-und Hilfsstoffen
  • Anlegen und Pflegen von Grünflächen
  • Anbringen und Instandhalten von Verkehrszeichen- und Einrichtungen, Verkehrssicherungs- und Telematiksysteme
  • Durchführen des Winterdienstes
  • Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen, Führen und Warten von Fahrzeugen
  • Qualitätssichernde Maßnahmen und Kundenorientierung

Wie wird die Ausbildung vergütet?

Der/die Auszubildende erhält ein monatliches Ausbildungsentgelt gemäß TVA-L / BBiG. Es beträgt zurzeit:

im ersten Ausbildungsjahr 901,82 €.

Nach dem 1. Ausbildungsjahr erfolgt der Abschluss einer Zusatzvereinbarung zum Ausbildungsvertrag. Diese regelt die regelmäßige und gleichbleibende Vergütung während des Studiums.

Das monatliche Entgelt beträgt zur Zeit
im zweiten Ausbildungsjahr 955,96 €
im dritten Ausbildungsjahr 1.005,61 €.

Im Dezember eines jeden Ausbildungsjahres steht der/dem Auszubildenden eine Jahressonderzahlung (§ 16 TVA-L / BBiG), sog. Weihnachtsgeld, zu.
Bei Beendigung des Ausbildungsverhältnisses aufgrund erfolgreich abgeschlossener Abschlussprüfung beziehungsweise staatlicher Prüfung erhält der/die Auszubildende eine Abschlussprämie (§ 20 TVA-L / BBiG) als Einmalzahlung in Höhe von 400,00 €.

Nach Beendigung der Ausbildung erfolgt diee Übernahme in ein Praktikumsverhältnis mit einer entsprechenden Praktikumsvergütung.

Tarifvertrag für Auszubildende der Länder in Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz (PDF 40KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungszeitraum:
Die Bewerbungen müssen bis zum 30. September des Vorjahres eingegangen sein.

Notwendige Unterlagen:

  • ein tabellarischer Lebenslauf
  • das Abschluss- oder Abgangszeugnis der zuletzt besuchten allgemeinbildenden Schule

Weitere Hinweise:

  • Die Landesregierung ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten in der Landesverwaltung zu erreichen. Sie bittet deshalb geeignete Frauen, sich zu bewerben und weist darauf hin, dass Frauen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt werden.
  • Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.
  • Die Landesregierung setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein. Daher werden Menschen mit Behinderung und diesen Gleichgestellte bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Bewerbung ist an die folgende Adresse zu richten:
Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr
Schleswig-Holstein
Betriebssitz
Dezernat "Aus- und Fortbildung, Personalentwicklung"
Mercatorstraße 9
24106 Kiel

Welche Berufschancen gibt es?

Anzahl der Ausbildungsplätze:
Es sind zwei Ausbildungsplätze pro Jahr zu besetzen.

Übernahmemöglichkeiten nach der Ausbildung:
Eine Übernahme erfolgt nur dann, wenn im Einzelfall keine personenbedingten, verhaltensbedingten, betriebsbedingten oder gesetzlichen Gründe entgegenstehen. Spätere Einstellungsangebote orientieren sich an der jeweiligen Situation im Personalhaushalt des Landes sowie des Personalbedarfs der Beschäftigungsdienststellen.
Eine Übernahme erfolgt im Beschäftigtenverhältnis.

Verdienstmöglichkeiten:
Die Übernahme erfolgt in die Entgeltgruppe 10.

Tarifvertrag der Länder TV-L

Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten:
Die Übertragung von Fähigkeiten der Entgeltgruppen 11 und 12, im Falle der Sachgebietsleitung auch der Entgeltgruppe 13, ist möglich.

Wo kann ich mich informieren?

Für weitere Fragen steht Ihnen beim LBV-SH
Frau Stephanie Schwarze (0431/383-2405)
zur Verfügung.

Gesetzliche Grundlagen:
Der Ausbildungsverlauf und Ausbildungsinhalte sind in der "Verordnung über die Berufsausbildung zur Straßenwärterin/ Straßenwärter" geregelt. Es findet das Berufsbildungsgesetz Anwendung.

Weitere Informationen:

Verordnung über die Berufsausbildung zum Straßenwärter/zur Straßenwärterin (PDF 79KB, Datei ist nicht barrierefrei)