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Vogelanprall an Scheiben

Staatskanzlei

Vogelanprall an Scheiben

Ein neuer Leitfaden zur Prävention zeigt Lösungswege

Tagtäglich sterben Vögel durch Anprall an Scheiben, denn Glasscheiben sind in ihrer Welt nicht vorgesehen. Unsere Gebäude mit ihren vielen Fenstern und Glasfronten sind für sie tödliche Hindernisse. In den Scheiben spiegeln sich Himmel und Vegetation oder es wird eine Durchflugmöglichkeit suggeriert. Die Vögel nehmen den direkten Weg und werden beim Anprall tödlich verletzt. Aber nicht jeder tödlich verletzte Vogel liegt direkt vor der Scheibe, viele sterben erst später an inneren Verletzungen und werden nicht gefunden. Die schweizerische Vogelschutzwarte hat nun – unterstützt vom Bundesamt für Naturschutz und vielen internationalen Natur- und Tierschutzorganisationen – eine neue Broschüre herausgegeben, die auf das Problem sehr anschaulich aufmerksam macht und dazu noch Tipps für Gegenmaßnahmen gibt. Sie richtet sich an Planer, Architekten, Bauherren, aber auch an Eigentümer bestehender Gebäude. Bürogebäude, Gebäudekomplexe aller Art, Einfamilienhäuser und selbst Fahrradunterstände und Windschutzkonstruktionen – stellen eine Gefahr für Vögel dar. Die vielfach angebrachten Greifvogelsilhouetten bieten leider keinen Schutz. Man kann die Gefahr entschärfen, aber die beste Möglichkeit ist, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Hier sind Architekten und Planer gefragt, die angebotenen Möglichkeiten zu nutzen. Auch für bestehende Gebäude gibt es gute Möglichkeiten der Prävention. Sie sollten von uns allen genutzt werden, aber vor allem Behörden sollten mit gutem Beispiel vorangehen.

Ansprechpartnerin im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume:

Rita Jensen
Abteilung Naturschutz und Forst
Tel. 04347 704-304
E-Mail: rita.jensen@llur.landsh.de