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Stand der Erfassung und der Bearbeitung von altlastverdächtigen Flächen und Altlasten

Staatskanzlei

Stand der Erfassung und der Bearbeitung von altlastverdächtigen Flächen und Altlasten

Die unteren Bodenschutzbehörden übermitteln jährlich zum 31.01. den Erfassungs- und Bearbeitungsstand zu altlastverdächtigen Flächen und Altlasten vom 31.12. des Vorjahres an die obere Bodenschutzbehörde

Seit dem Jahr 2002 verwenden die Bundesländer einheitliche statistische Angaben zum Stand der Erfassung und Bearbeitung von altlastverdächtigen Flächen und Altlasten. Von den im jeweiligen Bundesland erfassten Altablagerungen (AA) und Altstandorten (AS) werden jährlich die Anzahl der altlastverdächtigen Flächen und Altlasten an den Bund übermittelt, außerdem die Anzahl der durchgeführten Bearbeitungsschritte Gefährdungsabschätzung bzw. Sanierung sowie Altlasten in der Überwachung. Zusätzlich werden in Schleswig-Holstein die verdachtsentkräfteten Fälle nach historischer Erkundung, Gefährdungsabschätzung und Sanierung ermittelt. Da die Anzahl der Altlasten von dem jeweiligen Ergebnis der insgesamt durchgeführten Gefährdungsabschätzungen sowie der Zahl der abgeschlossenen Sanierungen abhängig ist, kann die Summe der Altlasten gegenüber dem Vorjahr sowohl sinken als auch steigen.

Die Vorgaben zur Erstellung der Altlastenstatistik werden landesweit einheitlich mit dem Softwareprogramm K3-Modul Boden- und Altlastenkataster umgesetzt und die entsprechenden Daten an die obere Bodenschutzbehörde (oBB) exportiert. Dieses Verfahren wird von allen unteren Bodenschutzbehörden (uBB) und der oBB genutzt. Zurzeit werden bei der oBB neben den digital vorliegenden Statistiken noch analoge Angaben ausgewertet, da zwar die Altdatenübernahme in das K3-Programm bereits stattgefunden hat, die entsprechenden Statistikangaben für die Altfälle z.T. aber noch nachgepflegt werden müssen.

Die vorgenannten Bearbeitungsschritte und Kennzahlen werden in der anliegenden Präsentation Altlasteninformationssystem Schleswig-Holstein dargestellt. Die dort dokumentierten Ergebnisse geben gegenwärtig nur einen Ausschnitt der bereits durchgeführten Erfassung und Bearbeitung von altlastverdächtigen Flächen und Altlasten wieder, da noch nicht in allen Gebietskörperschaften eine Zusammenführung der analog an die oBB gemeldeten statistischen Angaben mit den über das K3-Programm erfassten Statistikangaben stattgefunden hat. Einige Veränderungen der gezählten Bearbeitungsmaßnahmen beruhen nicht nur auf den jährlich zu verzeichnenden Zunahmen in den meisten Gebietskörperschaften, sondern ggf. auch auf regionalen Anpassungen an die bundesweiten Definitionen, so dass es zwischenzeitlich auch zu einer Verringerung kommen kann.

Altablagerungen

Die Erfassung und Erstbewertung der Altablagerungen (AA) erfolgte in einem einstufigen Verfahren und ist weitestgehend abgeschlossen.

In Folie 4 wird die aktuelle Anzahl der altlastverdächtigen Flächen und Altlasten dargestellt sowie in Folie 5 die diesbezügliche Entwicklung seit dem Jahr 2002. Etwas mehr als die Hälfte der insgesamt erfassten Altablagerungen sind derzeit als altlastverdächtig eingestuft. Folie 7 und Folie 8 dokumentieren die Entwicklung der abgeschlossenen Gefährdungsabschätzungen sowie der bereits sanierten Altlasten. Folie 9 zeigt, dass sich die erfassten altlastverdächtigen Altablagerungen in den der Landeshauptstadt benachbarten Kreisen besonders konzentrieren. Die kreisfreien Städte sind i. d. R. aufgrund ihrer geringeren Flächengröße weniger betroffen. Auch die Nähe zu Hamburg hat bei einigen Flächenkreisen zu einer Vielzahl von ermittelten altlastverdächtigen Altablagerungen geführt, die weitere Bearbeitungsschritte nach sich zogen. So ist in Folie 10 und Folie 12 kreisbezogen die Verteilung der durchgeführten Gefährdungsabschätzungen bzw. Sanierungen dargestellt, sowie in Folie 13 die Verteilung von verdachtsentkräfteten Fällen nach Abschluss einer historischen Erkundung, Gefährdungsabschätzung bzw. Sanierung. Ergänzend ist aus Folie 11 die aktuelle Anzahl der Altlasten zu entnehmen. Die Anzahl der Altlasten und sanierten Altlasten, die sich in der Überwachung befinden, ist in Folie 14 dokumentiert.

Altstandorte

In den Jahren 1989 bis 1996 erfolgte die Erhebung von Altstandorten (AS) noch nicht systematisch und war mit einer Vielzahl von Doppelnennungen verbunden. Mit einem anschließend bis zum Jahr 2001 durchgeführten landesweiten Förderprogramm zur systematischen Erhebung von Altstandorten erfolgte die Anpassung der Erfassungszahlen. Seit Ende 2002 wurde die Anzahl der maximal zu erwartenden altlastverdächtigen Altstandorte in Form einer landesweiten Schätzzahl erstmals ermittelt (Folie 6). Diese Schätzzahl wurde mit steigender Erfahrung durch die Ergebnisse der seit 2003 landesweit einheitlich durchgeführten Erstbewertung gemäß Altlastenleitfaden SH Erfassung bzw. der weiteren Altlastenbearbeitung sowie der Überarbeitung der Bewertungsmaßstäbe von Branchen (Branchenklassenliste) mehrmals angepasst und entsprechend verringert. Auch der Abschluss des Konzeptes zur Erstbewertung von Altstandorten in allen Städten sowie größeren und mittleren Gemeinden (Projekt 2012 – 2016) hat zu einer erneuten Anpassung der Schätzzahl geführt. Dies erfolgte unter Berücksichtigung der aktualisierten Erhebungszahlen der uBB und der bereits abgeschlossenen Altlastenbearbeitungsmaßnahmen.

Die systematische Erhebung von Altstandorten mit möglicher Altlastenrelevanz ist seit 2008 landesweit vollständig abgeschlossen. Veränderungen sind auf die kontinuierliche Aktualisierung des Datenbestandes zurückzuführen.

Folie 7 und Folie 8 dokumentieren die Entwicklung der abgeschlossenen Gefährdungsabschätzungen sowie der bereits abgeschlossenen Sanierungen.

Folie 15 stellt kreisbezogen die Verteilung der erwarteten altlastverdächtigen Altstandorte in Schleswig-Holstein dar. Aufgrund der gewerblichen und industriellen Entwicklung in den Gebietskörperschaften zeigen sich hinsichtlich der Fallzahl deutliche Unterschiede.

Die kreisbezogene Verteilung von abgeschlossenen Gefährdungsabschätzungen und Sanierungen ist aus Folie 16 und Folie 18 ersichtlich. Folie 19 stellt die Verteilung von verdachtsentkräfteten Fällen nach Abschluss einer historischen Erkundung, Gefährdungsabschätzung bzw. Sanierung dar. Die aktuelle Anzahl der Altlasten geht aus Folie 17 hervor. Die Anzahl der Altlasten und sanierten Altlasten, die sich in der Überwachung befinden, ist in Folie 20 dokumentiert.