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Förderprogramme in der Altlastenbearbeitung

Staatskanzlei

Förderprogramme in der Altlastenbearbeitung

Zur Unterstützung der Kreise, kreisfreien Städte sowie von Städten und Gemeinden für Maßnahmen der Altlastenuntersuchung und -sanierung sowie für Maßnahmen des Flächenrecyclings hat das Land Schleswig-Holstein zwei Förderrichtlinien erlassen:

Zweck und Ziel der Förderung:

Die Förderung dient dem Ziel, von Altlasten ausgehende Gefahren für Mensch und Umwelt abzuwehren. Zur Wiedereingliederung altlastverdächtiger Flächen und Altlasten oder Brachflächen in den Wirtschafts- und Naturkreislauf (Flächenrecycling) können auch Maßnahmen gefördert werden, die im Hinblick auf sensiblere Nutzungen erforderlich werden und damit über die Gefahrenabwehr im Sinne von § 4 BBodSchG hinausgehen und somit zur Verminderung der Flächen-(neu)-inanspruchnahme als wichtiges Ziel für den Schutz von Boden- und Flächenressourcen beitragen.

Was wird gefördert und wie hoch ist die Förderung?

Altlasten-Förderrichtlinie:

  • Untersuchung von altlastverdächtigen Flächen und Altlasten
    (Historische Erkundung, Orientierende Untersuchung, Detailuntersuchung)
    bis max. 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.
  • Sanierung von Altlasten
    (Sanierungsuntersuchung, Sanierungsplan, Sanierung einschließlich der Planungsleistungen, Überwachungsmaßnahmen)
    bis max. 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.
  • Flächenrecycling
    (Aufbau kommunaler Flächenmanagementkataster zur Berücksichtigung brachliegender Potenzialflächen, Untersuchung und Bewertung von Flächen zur Feststellung von potenziellen Gefahren, Flächenrecycling zur Beseitigung von Bodenverunreinigungen, Dekontamination von Bausubstanz im Rahmen des Rückbaus)
    bis max. 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben (es stehen nur im begrenzten Umfang Fördermittel zur Verfügung).

Die Zuwendungen werden aus Landesmitteln finanziert.

Flächenrecycling-Förderrichtlinie:

  • Altlastensanierung und Flächenrecycling
    (Untersuchungs- und Planungsleistungen, Sanierungsmaßnahmen (Dekontamination oder Sicherung), Beseitigung von Bodenverunreinigungen, Untersuchung und Dekontamination von Bausubstanz, Entsorgung kontaminierter Bauteile, Gebäude- und Anlagenrückbau, Entsorgung von belastetem Bodenaushub und Wasser, besondere Anforderungen an die Baumaßnahme)
    bis max. 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Die Zuwendungen werden mit EU-Strukturfondsgeldern (EFRE) im Rahmen des Landesprogramms Wirtschaft
finanziert.

Wer wird gefördert?

Betroffene Gebietskörperschaften (Kreise, Städte, Gemeinden) und Gesellschaften (juristische Personen des privaten Rechts) mit kommunaler Mehrheitsbeteiligung, deren Geschäftszweck auf den Erwerb, die Veräußerung oder die Verwaltung von Grundstücken gerichtet ist, in Schleswig-Holstein.

Antragsunterlagen, weitere Auskünfte und Beratung erhalten Sie

a) für die Förderung nach der Altlasten-Förderrichtlinie beim
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, Mercatorstraße 3, 24106 Kiel
Referat 42 "Boden, Grundwasser und Altlasten, Wasserversorgung"
Ansprechpartner: Günther Rohmer, Oliver Hakemann
Telefon: 0431 / 988 -7105 oder -7319
E-Mail: Guenther.Rohmer@melund.landsh.de; Oliver.Hakemann@melund.landsh.de

b) für die Förderung nach der Flächenrecycling-Förderrichtlinie bei der
Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)
Gartenstraße 9, 24103 Kiel
Ansprechpartnerin: Dr. Tine Lentfer
Tel. 0431 9905-3350
E-Mail: tine.lentfer@ib-sh.de