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AktivRegion / LEADER 2007 - 2013

W. Diedrich / grafikfoto.de

AktivRegion / LEADER 2007 - 2013

Motiv aus dem Flyer "Leader: AktivRegion Schleswig-Holstein" Motiv aus dem Flyer "Leader: AktivRegion Schleswig-Holstein" (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © www.fotolia.de

AktivRegion Schleswig-Holstein - Neue Perspektiven für die ländlichen Räume

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) setzt mit der Förderinitiative AktivRegion auf die Stärken und die Vielfalt der ländlichen Regionen: für mehr Wirtschaftskraft, neue Partnerschaften und mehr Lebensqualität.

Das Leben in den ländlichen Räumen Schleswig-Holsteins soll mit vereinten Kräften und neuen Ideen attraktiv und zukunftsfähig gestaltet werden. Ausbildungs- und Arbeitsplätze müssen geschaffen und erhalten, die Mobilität gesichert werden. Die Menschen brauchen Angebote, um sich zu erholen, zu treffen, einzukaufen, zum Arzt zu gehen, beruflich und privat per Internet an die Welt angebunden zu sein und sich weiter zu bilden.

Zukunftsprogramm Ländlicher Raum – Förderinitiative AktivRegion

Der "Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums" (ELER) ist Grundlage für das "Zukunftsprogramm Ländlicher Raum" (ZPLR) in Schleswig-Holstein. Das Zukunftsprogramm Ländlicher Raum ist ein zentrales Förderinstrument für die ländlichen Regionen im Rahmen der neuen EU-Förderperiode 2007 - 2013. Insgesamt stehen für den Förderzeitraum für alle vier Förderschwerpunkte rd. 240 Mio. Euro zur Verfügung. Strategisch übernimmt dabei die Förderinitiative AktivRegion als Umsetzung des vierten methodischen Schwerpunktes Leader eine wichtige Rolle.

In Schleswig-Holstein wird das Leader-Konzept, das als innovativer bottom-up-Ansatz in der vergangenen Förderperiode im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative LEADER+ erfolgreich erprobt wurde, für den Förderbereich der ländlichen Entwicklung flächendeckend umgesetzt. Dies ist bundesweit modellhaft.

Chancen durch die AktivRegionen

  • Jede Region hat ihre Besonderheiten und Stärken und damit die Chance, ein eigenes Profil zu entwickeln. Auf dieser Grundlage haben die Akteure vor Ort eine integrierte Entwicklungsstrategie für ihre AktivRegion erarbeitet.
  • Die AktivRegion steuert, organisiert und begleitet die Umsetzung der integrierten Entwicklungsstrategie. Eine breite Bürgerbeteiligung mit demokratischen Spielregeln stellt die Entwicklung der Region auf eine starke Basis. Die Zusammenarbeit von Verwaltung, Bürgern, Wirtschaft und Initiativen ermöglicht eine Vernetzung bisher getrennter Bereiche von Gesellschaft und Wirtschaft.
  • Eine wirksame Verbindung unterschiedlicher Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten kann mit diesen Partnerschaften leichter erreicht werden.
  • Innovative Projekte können in neuen Partnerschaften umgesetzt werden.
  • Mit Hilfe eines integrierten Ansatzes können Ziele und Maßnahmen gebündelt und vernetzt werden. Zu den Themen gehören Infrastruktur, Landwirtschaft, ländliche Wirtschaft, Tourismus, Umwelt, Klimaschutz, Kultur und Wohnen.

Voraussetzungen zum Aufbau der AktivRegionen

21 AktivRegionen haben sich eigenständig im Land etabliert. Sie mussten dazu einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Die AktivRegion ist ein zusammenhängendes Gebiet mit 50.000 bis 120.000 Einwohnern.
  • Die AktivRegion ist eine rechtsfähige Organisation und repräsentative Gruppierung von Partnern aus unterschiedlichen Bereichen der Region, z.B. Kommunen, Wirtschaft, Soziales, Kultur und Umwelt. Nach dem Leader-Konzept ist sie die lokale Aktionsgruppe (LAG).
  • Das Entscheidungsgremium der AktivRegion beschließt über das Grundbudget von bis zu 300.000 Euro an EU-Mitteln pro Jahr, die in etwa gleicher Höhe mit nationalen öffentlichen Mitteln kofinanziert werden müssen und wählt die Projekte aus, die gefördert werden sollen.
  • Das Entscheidungsgremium besitzt einen Anteil von mindestens 50% Wirtschafts- und Sozialpartnern.
  • Projekte aus dem Schwerpunkt 4, die über das Grundbudget hinaus gefördert werden sollen, müssen sich einem landesweiten Wettbewerb stellen. Zu den zentralen Kriterien gehören die Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft, die Schaffung/Sicherung von Arbeitsplätzen sowie Kooperationen/neue Partnerschaften. Diese Projekte sollten möglichst innovativ sein.
  • Zur Anerkennung als AktivRegion wurde dem MELUR eine integrierte Entwicklungsstrategie vorgelegt. Hierbei waren die regionsspezifischen Themen unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und des Klimaschutzes auszuarbeiten.

Die Regionaldezernate des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sind beratende Mitglieder der AktivRegionen und Zuwendungsstelle für die Mittel aus dem Bereich der ländlichen Entwicklung des MELUR. Sie handeln als Förderlotsen für die Region und koordinieren auch die Umsetzung von Projekten, für die Mittel aus anderen Förderprogrammen des Landes in Frage kommen.

Was kann gefördert werden?

Den AktivRegionen bietet sich ein weites Spektrum an Förderprogrammen für die Umsetzung ihrer Projekte an. Im Vordergrund wird das Zukunftsprogramm Ländlicher Raum stehen, mit den folgenden Förderschwerpunkten:

  • Schwerpunkt 1 "Wettbewerbsfähigkeit": Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft
  • Schwerpunkt 2 "Kulturlandschaft": Verbesserung der Umwelt und Landschaft
  • Schwerpunkt 3 "Lebensqualität": Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft
  • Methodischer Schwerpunkt 4 "AktivRegion": Umsetzung des Leader-Konzeptes

Voraussetzungen für eine Förderung aus dem Europäischen Fischereifonds (EFF): AktivRegionen, die zur Gebietskulisse des Zukunftsprogramms Fischerei gehören, erstellen in einem Arbeitskreis "Fischerei" ein Entwicklungskonzept mit Projekten zur nachhaltigen Entwicklung der Fischwirtschaftsgebiete. Dieses Konzept wird Bestandteil der Integrierten Entwicklungsstrategie.

Förderquoten im Bereich der Integrierten ländlichen Entwicklung

  • Die EU beteiligt sich mit 55 % an den öffentlichen Aufwendungen.
  • Die Förderquote beträgt bis zu 45 % (private Zuwendungsempfänger) und bis zu 75 % (öffentliche Zuwendungsempfänger) der förderfähigen Ausgaben.
  • Verwaltungsaufgaben und Betriebskosten sind nicht förderfähig.

Zeitablauf

  • Das ZPLR wurde Anfang Dezember 2007 von der EU genehmigt.
  • Alle 21 AktivRegionen wurden im September 2008 grundsätzlich vom ZPLR-Begleitausschuss anerkannt.

Weitere Informationen:

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
des Landes Schleswig-Holstein:
Inez Kleber - Referat für ländliche Entwicklung
Tel. 0431/988-5154, email: inez.kleber@im.landsh.de

Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR)

Regionaldezernate:

LLUR Außenstelle Nord: Norbert Limberg
Zuständig für die AktivRegionen Nr. 1, 2, 4
Tel. 0461 804-300, E-Mail: norbert.limberg@llur.landsh.de

LLUR Außenstelle Nord: Jan-Nils Klindt
Zuständig für die AktivRegionen Nr. 3, 6, 7, 8, 9
Tel. 0461 804–274, E-Mail: jan-nils.klindt@llur.landsh.de

LLUR Außenstelle Mitte: i.V. Herbert Höhne
Zuständig für die AktivRegionen Nr. 10, 13, 14, 15, 16
Tel. 04347 704-611, E-Mail: herbert.hoehne@llur.landsh.de

LLUR Außenstelle Südost: Axel Strunk
Zuständig für die AktivRegionen Nr. 17, 18, 19, 21
Tel. 0451 885-220, E-Mail: axel.strunk@llur.landsh.de

LLUR Außenstelle Südwest I: Verena Böhnke
Zuständig für die AktivRegionen Nr. 5, 11, 12, 20
Tel. 04821 66-2200, E-Mail: Verena.Boehnke@llur.landsh.de

Weitere Informationen zum Zukunftsprogramm Ländlicher Raum finden Sie hier.