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Grünabfälle

Staatskanzlei

Grünabfälle

Studie zur "Grünabfall- und Schnittholzverwertung in Schleswig-Holstein unter Klimaschutzaspekten" (05/2011)

In der Studie werden die verschiedenen Fraktionen des Grünabfall- und Schnittholzaufkommens exemplarisch in den drei Kreisen Rendsburg-Eckernförde, Nordfriesland und Segeberg analysiert und soweit möglich auf Landesebene hochgerechnet. Es werden die bestehenden Entsorgungsstrukturen und die erfassbaren Mengenpotenziale ermittelt und die Grünabfallverwertung im Hinblick auf Treibhausgasminderungspotenziale bewertet. Grünabfälle umfassen herkunftsspezifisch ein weites Spektrum unterschiedlicher Materialien. In dieser Studie werden

  • Grünabfälle aus getrennter Sammlung
  • Grünabfälle aus der Straßenunterhaltung
  • Gehölzschnitt
  • Mahd aus Naturschutzflächen
  • Knick- und Baumpflege
  • Friedhofsabfälle und
  • Reet

im Hinblick auf die v.g. Aspekte bewertet.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in Schleswig-Holstein die insgesamt verwer-teten Grünabfallmengen bei 59 Kilogramm Frischmasse Grünabfall pro Einwohner und Jahr und damit über dem ermittelten Durchschnittswert des Bundesgebietes von 54 Kilogramm pro Einwohner und Jahr liegen.

Die größte Menge an Grünabfall (rd. 168.000 Megagramm Frischmasse) stammt aus der landesweit etablierten getrennten Grünabfallsammlung, bei der die Grünabfälle in immissionsschutzrechtlich genehmigten Anlagen erfasst und anschließend verwertet werden. Daneben gibt es jedoch weitere Grünabfallpotenziale, die noch nicht erschlossen sind oder bislang nur unzureichend genutzt werden. So stellt geeigneter Grasschnitt von Straßenrändern ein großes Potenzial dar, das landesweit rd. 123.000 Megagramm Frischmasse pro Jahr (Mg FM/a) beträgt. Bei der Verwertung des Knickholzes und bei der Knickbewirtschaftung werden ebenfalls erhebliche Optimierungsmöglichkeiten gesehen.

Grünabfälle können in Abhängigkeit ihrer Eigenschaften stofflich und energetisch verwertet werden. Die größten Kohlendioxid-Einsparpotenziale können laut Studie mit der kombinierten stofflichen und energetischen Verwertung und der Erschließung der bislang noch nicht genutzten Grünabfallpotenziale erreicht werden.

Weitere Informationen:

Grünabfall- und Schnittholzverwertung in Schleswig-Holstein unter Klimaschutzaspekten (PDF 3MB, Datei ist nicht barrierefrei)