Vom Roller zum Rad

Schon im Kindergarten sollen die Kindern die wichtigsten Regeln für sicheres Fahren im Straßenverkehr kennenlernen. Ein beispielhaftes Projekt dafür ist „Vom Roller zum Rad“, das die Landespolizei ins Leben gerufen hat. Bei Erfolg werden die Kinder von der örtlichen Polizeidienststelle mit dem „Rollerführerschein“ belohnt.

Verkehrsschild Radweg

Diese Arbeit setzt sich dann in der Grundschule mit dem Projekt „Frühradfahren“ fort. In der ersten und zweiten Klasse trainieren die Kinder auf Kleinrädern in der Sporthalle oder auf dem Schulhof ihre motorischen Fähigkeiten. Das von der Verkehrswacht, dem Bildungsministerium, der Landespolizei und der Unfallkasse Nord initiierte Projekt ist inzwischen landesweit etabliert. Die Stadt Kiel hat es im Januar 2008 für alle Grundschulen übernommen - diese können dabei auf einen Fahrradanhänger mit 25 Fahrrädern sowie einen Trainingsparcours der Verkehrswacht zurückgreifen.

Im dritten und vierten Jahrgang der Grundschule werden die fahrpraktischen Übungen verstärkt. Zugleich werden die acht- und neunjährigen Schülerinnen und Schüler auf den „Fahrradführerschein“ vorbereitet. Dazu zählt selbstverständlich das Wissen um Verhalten und Regeln im Straßenverkehr. Geübt wird mit Unterstützung von Polizeiverkehrslehrerinnen und -lehrern entweder in der Schule auf dem Schulhof oder - wo das nicht möglich ist - in den Jugendverkehrsschulen. Am Ende gibt es den Fahrradführerschein und vielleicht die Erlaubnis, von jetzt an morgens mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Ergänzt wird dieses Programm seit diesem Jahr um das „Fahrrad- Tagebuch“ der Unfallkasse Nord. Es informiert Schülerinnen und Schüler über ein sicheres Fahrrad und über die Regeln im Straßenverkehr. Wichtig: Bei allen Veranstaltungen und Angeboten wird darauf geachtet, dass vom ersten Rollerfahren an ein Schutzhelm getragen wird. Polizeihauptkommissar Ulrich Baschke von der Landespolizei Schleswig-Holstein erläutert dazu: „Sicherheits- und Motoriktraining, das Tragen eines Schutzhelms und das Einüben beziehungsweise Wiederholen von Verkehrsregeln sind unverzichtbar. Die Landespolizei Schleswig-Holstein hat für das Jahr 2007 insgesamt 20.624 Unfälle analysiert. An einem Fünftel dieser Unfälle (4.063) waren Radfahrer beteiligt, 27 Prozent davon waren im Kindes- oder Jugendalte.".

Verkehrserziehung in der Grundschule
Jahrgang Ziele
1. und 2. JahrgangSchulwegsicherung, Hineinwachsen in die Situation als Fußgäng und Radfahrer, Frühradfahren im Schonraum (Eltern)
3. und 4. JahrgangFestigung des Verhaltens als Fußgänger und Radfahrer im Straßenverkehr, von der behüteten zu aktiven Teilnahme
bei verkehrsgerechtem Verhalten, Radfahrprüfung in Zusammenarbeit mit Polizei und Verkehrswachten im realen Straßenverkehr


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